Die Zufriedenheit der US-Amerikaner mit dem Kurs ihres Landes ist auf ein Rekordtief gesunken. Nur 17 Prozent haben nichts auszusetzen.
Angesichts steigender Lebensmittel- und Benzinpreise, der Immobilienkrise und der anhaltenden Kriegseinsätze im Ausland sehen gut drei Viertel der US-Bürger ihr Land auf falschem Kurs. 76 Prozent von 1.000 Befragten waren sich bei einer am Freitag veröffentlichten Erhebung darin einig, dass sich die USA nicht in die richtige Richtung entwickelten.
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Im April hatten nur 71 Prozent diese Auffassung vertreten, Ende 2007 waren es 66 Prozent. Die Umfrage wurde vom Forschungsinstitut Ipsos für die Nachrichtenagentur AP durchgeführt.
Demnach sind nur noch 17 Prozent mit dem Kurs ihres Landes zufrieden. Dies ist der niedrigste Wert seit Beginn der einschlägigen Erhebungen im Jahre 2003. Im April hatten noch 24 Prozent Zufriedenheit bekundet.
Rund 60 Prozent der US-Bürger, die zwischen dem 12. Und 16. Juni befragt wurden, machten die Wirtschaftslage für ihre negative Haltung zum Staat verantwortlich. 23 Prozent nannten schlechte Regierungsführung als Grund, 20 Prozent sahen im Irak-Krieg den kritischsten Faktor.
Die Zustimmungsquote zu US-Präsident George W. Bush betrug der Umfrage zufolge 29 Prozent - etwas mehr als der bisherige Tiefpunkt von 28 Prozent im April. 67 Prozent bekundeten explizit ihre Ablehnung seines politischen Kurses. Die Wirtschaftspolitik des republikanischen Präsidenten wurde sogar von 72 Prozent missbilligt. Der von den Demokraten kontrollierte Kongress kam aber keinesfalls besser weg: Nur 23 Prozent waren mit dessen Arbeit zufrieden, 72 Prozent bezeichneten sie als falsch.
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(AP/beu)
Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
Wer den Willen einer Bevölkerung in Wahlshows glaubt ausreichend ruhig gestellt zu haben, sollte nachschauen , ob Caesar sein "Brot und Spiele" - Prinzip auch wirklich zu Ende gedacht hatte.
Obama wirkt nicht nur, weil er so sympathisch aussieht. Obama ist die Gallionsfigur für einen politischen Willen in der amerikanischen Bevölkerung, der sich nicht mehr so einfach aufhalten lässt.
Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Stimmung bei den Wahlen ausdrückt. Die wenigen Menschen die zuletzt zur Präsidentenwahl gegangen sind haben ja den Busch sogar noch wiedergewählt, obwohl schon damals klar war, das seine Wirtschafts- und Außenpolitik ruinös war.
Ich glaube der Irak-Krieg ist für viele Amerikaner wirklich nicht so wichtig wie die eigene wirtschaftliche Situation - so traurig das auch sein mag.
20 Prozent sahen im Irak-Krieg den kritischsten Faktor
Wenn davon optimistisch gesehen die Hälfte generell gegen Krieg wären
befürworten trotzdem 90% einen Krieg !
Eine schöne Umfrage für meinen Freund Woksoll und seine These von der "Kollektivschuld"
Grüße