Aus einem Kongressbericht geht hervor, dass der Irakkrieg die amerikanische Wirtschaft 1,5 Billionen Dollar kostet. Dafür verantwortlich: Versteckte Kosten wie der hohe Ölpreis.

Versteckte Ausgaben wie der höhere Ölpreis haben die US-Kosten für die Kriege im Irak und in Afghanistan einem Zeitungsbericht zufolge auf rund 1,5 Billionen Dollar fast verdoppelt. Dies gehe aus einem Bericht der oppositionellen Demokraten im Wirtschaftsausschuss des Kongresses hervor, berichtet die Washington Post am Dienstag.

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"Die vollen wirtschaftlichen Kosten des Krieges, die der amerikanische Steuerzahler tragen muss, gehen weit über die Belastung des Staatshaushaltes hinaus", zitiert die Zeitung den Bericht.

Die US-Regierung habe demnach bislang 804 Milliarden für die Kriegseinsätze ausgegeben oder beantragt. Zu den versteckten Kosten zählen die Demokraten neben dem Ölpreisanstieg, die Ausgaben für die Behandlungen verwundeter Soldaten und Zinsen für Kriegskredite.

Jeder Amerikaner zahlt 20.000 Dollar

Nach der Aufstellung zahle ein US-Privathaushalt mit vier Personen der Zeitung zufolge im Schnitt mehr als 20.000 Dollar für die Kriege. Die Demokraten wollen den Bericht nun dazu nutzen, ihre Argumentation für einen Kurswechsel im Irak zu unterstützen. Der Durchschnittsamerikaner solle realisieren, dass Kriege wesentlich mehr kosten als angenommen, und dass ein Politikwechsel jeden einzelnen viel Geld spare, so heißt es laut Washington Post aus demokratischen Kreisen.

Kritik an den Berechnungen der Demokraten kommt wie zu erwarten von den Republikanern. Sie kritisieren die Zahlen als parteilich.

Doch auch Experten für Kriegsfinanzierung zweifeln in der Zeitung an den Zahlen. Robert Hormat, Vizepräsident von Goldman Sachs und Autor des Buches "The Price of Liberty: Paying for America's Wars", sagt, es sei schwierig, den Einfluss des Irakkrieges beispielsweise auf den Ölpreis präzise zu berechnen.

Er stimme jedoch mit dem Bericht insofern überein, als auch er glaubt, Kriege seien wesentlich teurer als weithin angenommen.

Der Ölpreis hat sich seit der US-Invasion in den Irak verdreifacht, bis zu einem Spitzenpreis von 90 Dollar pro Barrel.

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(sueddeutsche.de/Reuters/bavo/ckn)