Hillary Clintons Ernennung zur Außenministerin wird wahrscheinlicher. Derweil soll der neue Gesundheitsminister feststehen.
Bill Clinton ist nach einem Zeitungsbericht offenbar bereit, die Spender seiner Stiftung offen zu legen, sollte seine Frau Hillary neue US-Außenministerin werden. Demnach hat der Ex-Präsident eingewilligt, er wolle alle neuen Spender für seine Wohltätigkeitsstiftung und alle "maßgeblichen" Geber der Vergangenheit offen legen, hieß es in einem Bericht des Wall Street Journal vom Mittwoch.
Bill Clintons Stiftung galt als mögliches Hindernis auf Hillary Clintons Weg ins Kabinett. (© Foto: AP)
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Bill Clinton sei damit gewillt, so transparent zu agieren, wie es die Regierung des designierten Präsidenten Barack Obama wünsche, hieß es weiter.
Obamas einstige innerparteiliche Rivalen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur und New Yorker Senatorin Hillary Clinton ist als Annwärterin auf den Außenministerposten in der neuen Regierung im Gespräch. Als ein möglicher Hinderungsgrund galten bisher die Aktivitäten ihres Ehemannes, die zu Interessenskonflikten führen könnten.
Bill Clintons Stiftung setzt sich unter anderem für den Kampf gegen Aids und Malaria ein. Der Zeitschrift Bunte sagte Bill Clinton: "Wenn Obama meiner Frau ein Amt anbietet, das sie akzeptiert, werde ich Hillary hundertprozentig unterstützen. Sie ist die talentierteste öffentliche Bedienstete, mit der ich jemals gearbeitet habe", zitierte Bunte den 62-Jährigen.
Derweil wurde über weitere Personalplanungen berichtet. Nach Angaben von US-Medien will Obama den schwarzen Juristen Eric Holder zum Justizminister machen.
Der frühere demokratischen Mehrheitsführer im Senat, Tom Daschle, soll Gesundheitsminister werden. Der enge Berater des designierten Präsidenten nahm das Angebot an, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete.
Daschle schrieb kürzlich ein Buch über die Verbesserung der Gesundheitsversorgung in den USA. Derzeit leitet er eine Arbeitsgruppe Obamas zur Reform des Gesundheitswesens. Obama hat die Neugestaltung der Gesundheitsversorgung zu einem der wichtigsten Anliegen seiner Amtszeit erklärt. Rund 47 Millionen US-Bürger - ein Sechstel der Bevölkerung - sind nicht krankenversichert.
Der 60-jährige Daschle gilt als politisches Schwergewicht. Er saß acht Jahre lang im Repräsentantenhaus. 1986 wurde er in den Senat gewählt und vertrat dort den Bundesstaat South Dakota. Von 1994 bis 2004 war Daschle oberster Demokrat in der Kammer und von 2001 bis 2003 Mehrheitsführer im Senat. Nachdem er 2004 nicht wieder ins Parlament gewählt wurde, arbeitete er als Berater für die Anwaltskanzlei Alston und Bird.
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(AP/AFP/dpa/Reuters/beu)
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