Nach seinem Atomtest treibt Nordkorea offensichtlich Vorbereitungen für den Start einer Interkontinentalrakete voran. Die USA warnen das Regime vor weiteren Provokationen.
Ungeachtet der heftigen internationalen Proteste setzt Nordkorea die Vorbereitungen zu einem weiteren Test einer Langstreckenrakete offenbar fort.
Provoziert den Westen mit immer neuen militärischen Drohungen: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il. (© Foto: AFP)
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Wie mehrere südkoreanische Zeitungen unter Berufung auf Geheimdienstinformationen und Regierungskreise in Seoul berichteten, traf ein aus einer Fabrik bei Pjöngjang kommender Zug mit einer solchen Rakete am Wochenende an der Abschussbasis in Dongchang-ri im nordwestlichen Bezirk Cheolsan ein.
US-Verteidigungsminister Robert Gates bestätigte diese Berichte und warnte Nordkorea vor weiteren Provokationen.
Laut den Geheimdienstquellen könnte es sich bei der nordkoreanischen Rakete um eine umgebaute Version des Typs Taepodong-2 handeln, die Pjöngjang im April sowie im Jahr 2006 testete und die Alaska erreichen könnte.
Die Regierung in Pjöngjang war in den vergangenen Tagen auf Konfrontationskurs gegangen: Am Montag vollzog Nordkorea nach eigenen Angaben unterirdisch einen Atomwaffentest und testete in der Folge mehrere Kurzstreckenraketen. Der UN-Sicherheitsrat diskutiert derzeit über verschärfte Sanktionen gegen das stalinistisch regierte Land.
Erst am Freitag feuerte Nordkorea in Musudan-Ni eine Boden-Luft-Rakete mit einer Reichweite von etwa 260 Kilometern ab. Seit ihrem Atomwaffentest am vergangenen Montag haben die nordkoreanischen Streitkräfte bereits sechs Kurzstreckenraketen getestet. Die Test haben für massive Spannungen in der Region gesorgt.
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(AFP/dpa/woja)
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