Ermittlungen gegen die US-Vizepräsidentenkandidatin: Todd Palin weigert sich, als Zeuge auszusagen - für die Kritiker ein Schuldeingeständnis.

Der Ehemann der republikanischen US-Präsidentschaftskandidatin Sarah Palin verweigert die Aussage bei der Untersuchung gegen seine Frau wegen eines möglichen Machtmissbrauchs als Gouverneurin von Alaska.

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Todd Palin will in den Ermittlungen gegen seine Frau nicht kooperieren (© Foto: AFP)

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Der Ermittler Stephen Branchflower hatte Todd Palin und zwölf weitere Zeugen vorgeladen. Der Ehemann der Gouverneurin sollte am Freitag aussagen. Branchflower bezeichnete vorige Woche Todd Palin als eine "zentrale Figur" in der Untersuchung.

Todd Palin werde nicht kooperieren, erklärte ein Sprecher des gemeinsamen Wahlkampfteams von Sarah Palin und dem Präsidentschaftskandidaten John McCain am Donnerstag. Die Vorwürfe gegen sie seien "vergiftet" sagte die Gouverneurin. Deshalb verweigert sie jegliche Kooperation. Das Team von McCain und Palin wirft den Demokraten vor, die Gerüchte gestreut zu haben, um den republikanischen Kandidaten zu schaden.

Anfängliche Kooperation

In Alaska untersucht ein Ausschuss des Parlaments, ob Gouverneurin Palin ihr Amt missbraucht hat, als sie den Beauftragten für die öffentliche Sicherheit, Walt Monegan, entlassen hat. Monegan hatte sich geweigert, einen Polizisten zu feuern, der sich von Palins Schwester scheiden ließ und mit ihr in einem erbitterten Sorgerechtsstreit stand.

Anfänglich hatte Sarah Palin die Untersuchung begrüßt und mitgeteilt, bei der Aufklärung der Vorwürfe zu kooperieren. Nach ihrer Berufung zur Vizepräsidentschaftskandidatin an der Seite John McCains hat sie ihre Meinung dazu geändert. Sie beharrt aber weiterhin darauf, nichts Unrechtes getan zu haben. Sie habe Monegan wegen Unstimmigkeiten in Budgetfragen entlasssen.

Die gegnerische Partei sieht in der Verweigerung von Todd und Sarah Palin ein Schuldeingeständnis. "Es scheint so, als sei das McCain-Team schwer in die Angelegenheit involviert und versuche nun, die Untersuchung zu behindern", zitiert CNN einen Demokraten.

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(sueddeutsche.de/dpa/AP/jtr/odg)