US-Whistleblower Edward Snowden erhält Alternativen Nobelpreis

"Mut und Komepetenz": Edward Snowden erhält den Alternativen Nobelpreis.

(Foto: dpa)

Er habe "mit Mut und Kompetenz das beispiellose Ausmaß staatlicher Überwachung enthüllt": Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden bekommt den Alternativen Nobelpreis.

Der Alternative Nobelpreis geht in diesem Jahr an den US-Whistleblower Edward Snowden. Der frühere NSA-Mitarbeiter bekomme die undotierte Ehren-Auszeichnung, "weil er mit Mut und Kompetenz das beispiellose Ausmaß staatlicher Überwachung enthüllt hat, die grundlegende demokratische Prozesse und verfassungsmäßige Rechte verletzt", teilte die Right-Livelihood-Award-Stiftung in Stockholm mit.

Gemeinsam mit Snowden wird Guardian-Chefredakteur Alan Rusbridger geehrt. Die britische Zeitung hatte die Überwachungspraktiken enthüllt. Er wird ausgezeichnet "für den Aufbau einer globalen Medienorganisation, die sich verantwortlichem Journalismus im öffentlichen Interesse verschrieben hat und gegen große Widerstände illegales Handeln von Unternehmen und Staaten enthüllt".

Die pakistanische Anwältin Asma Jahangir und Basil Fernando von der asiatischen Menschenrechtskommission ehrt die Stiftung für ihren Kampf für Menschenrechte mit der mit je 500 000 schwedischen Kronen (knapp 55 000 Euro) dotierten Auszeichnung. Ein weiterer Preis geht an den US-amerikanischen Umweltaktivisten Bill McKnibben.

Der Alternative Nobelpreis, der eigentlich Right Livelihood Award heißt, wird alljährlich von der Right-Livelihood-Award-Stiftung aus Schweden vergeben. Damit ehrt das Institut "Menschen und Initiativen, die Lösungen für die dringendsten Probleme unserer Zeit finden und erfolgreich umsetzen", wie es auf seiner Homepage schreibt. Mit dem tatsächlichen Nobelpreis hat das Institut nichts zu tun.