Gefragt, wen sie im November zum Präsidenten wählen wollen, entscheiden sich die Amerikaner mehrheitlich für einen Demokraten. Sowohl Hillary Clinton als auch Barack Obama bekommen in einer aktuellen Umfrage mehr Zustimmung.
Eigentlich sieht er sich im Vorteil: Republikaner John McCain hat die Nominierung seiner Partei sicher und auch der amtierende Präsident George W. Bush hat ihm seine Unterstützung versprochen. Er kann sich nun, anders als die Demokraten, bereits auf die Präsidentenwahl im November konzentrieren - doch noch zahlt sich dieser Vorteil nicht aus.
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Hillary Clinton und Barack Obama können sich die Hand geben: Laut einer aktuellen Umfrage würden sie beide die Präsidentschaftswahl gegen John McCain gewinnen. (© Foto: dpa)
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In einer aktuellen Umfrage der Washington Post und des US-Senders ABC liegt er hinter dem demokratischen Kandidaten, egal, ob Hillary Clinton oder Barack Obama gegen ihn antreten werden. Zwölf Prozentpunkte beträgt der Vorsprung des Senators aus Illinois gegenüber McCain. Hillary Clinton bekommt von den befragten Amerikanern sechs Punkte mehr Zustimmung als der republikanische Kandidat.
Bei älteren Umfragen waren wesentlich knappere Ergebnisse herausgekommen, bei denen manchmal auch John McCain vorne gelegen war. Realclearpolitics.com, eine Internetseite, die aktuelle Umfragen zusammenfasst, prognostiziert einen Gleichstand, sollte Clinton gegen McCain antreten und sechs Prozentpunkte Vorsprung, sollte Obama ins Rennen gehen.
Der neuesten Umfrage zufolge sind es vor allem unabhängige und moderate Wähler, die sich ins Lager der Demokraten geschlagen haben. Die Demokraten profitieren laut Washington Post auch vom schlechten Image von Präsident Bush sowie der öffentlichen Meinung zum Irakkrieg.
Denn vor allem die Amerikaner, die Bushs Taktik im Irak nicht befürworten, entscheiden sich bei der Kandidatenauswahl mehrheitlich für die Demokraten. Und diese Gruppe stellt etwa zwei Drittel der Wähler. Die Befragten, die im Irak Verbesserungen sehen, entscheiden sich dagegen häufiger für John McCain.
"Wandel oder Erfahrung"
Ein weiteres Problem für den Vietnam-Veteranen ist der Wahington-Post-Analyse zufolge sein hohes Alter. Mit 72 Jahren wäre McCain beim Amtsantritt die älteste Person, die je ins Oval Office einzog. Mehr als ein Viertel der Befragten hält das für ein Problem. Das ist eine doppelt so große Gruppe wie die Personen, die Hillarys Geschlecht oder Obamas Hautfarbe als problematisch einschätzen.
Doch bei der Interpretation der Umfrage muss bedacht werden, dass McCain noch acht Monate Zeit hat, diese Vorurteile aus der Welt zu schaffen und stattdessen seine Stärken zu betonen. Gegenüber Obama zum Beispiel könnte er erfolgreich seine außenpolitische Erfahrung ins Feld führen.
Damit würde ein Wahlkampf zwischen Obama und McCain die "Wandel oder Erfahrung"-Frage aus dem demokratischen Vorwahlkampf weiterführen. Welcher der beiden Punkte wichtiger ist, darüber sind sich die Amerikaner uneinig: 45 Prozent nennen Stärke und Erfahrung als wichtigste Eigenschaften eines Kandidaten, 46 Prozent finden neue Ideen entscheidend.
Werden Obama und McCain anhand persönlicher Eigenschaften verglichen, bekommt Obama bei fünf von acht Attributen die positivere Bewertung, jedoch fährt er beim Punkt Erfahrung sehr viel schlechtere Werte ein. Auch bei Führungsstärke und Kenntnisse in der Weltpolitik muss er sich geschlagen geben.
Bei der Beurteilung von Sachfragen führt Obama in vier von sechs Punkten. Die Befragten halten ihn für besser, wenn es darum geht, die Probleme Krankenversicherung, Immigration, ethischere Regierungsorganisation und Wirtschaft zu lösen. McCain hat erneut einen großen Bonus bei der Frage, wer geeigneter ist, den Krieg im Irak zu führen und die USA gegen den Terrorismus zu verteidigen.
Die Umfrage wurde vergangene Woche geführt, also vor den Siegen von Hillary Clinton in Ohio und Texas.
- Hillary Clinton schafft das Comeback Der Wille bricht die Welle 05.03.2008
- US-Vorwahlen in Ohio und Texas Zwei wichtige Siege für Hillary Clinton 05.03.2008
- Entscheidung bei US-Republikanern Sieger John McCain - "USA der Führer der Welt" 05.03.2008
- Korrespondenten-Blog: Unser Duo aus DC Die Rocky- Horror- Wahlkampf-Show 22.04.2008
(sueddeutsche.de/bavo/schä)
michelmicha schrieb: "es gibt ja inzwischen die Wahlmaschinen ohne Quittung"
Auch Wahlmaschinen mit Quittung nützen nichts wenn z.B.
- nur solche Wahlbezirken für Stichproben ausgewählt werden, von denen die für die Auswahl Verantwortlichen wissen, dass sie nicht manipuliert wurden
- die Zählung der Stichproben nicht manipulationssicher durchgeführt wird,
- es keine Regelung gibt, die Wahlen bei Abweichungen der Stichproben zu wiederholen.
usw.
Das gesamte Wahlsystem muss also rigoros auf Fälschungssicherheit ausgelegt sein, um es annähernd so sicher zu machen, wie es das seit über 100 Jahren bewährte manuelle System ist.
Das grundlegende Problem von Wahlmaschinen lässt sich trotzdem nicht lösen: dass zur Manipulation von Wahlen nur ein winziger Eingriff eines Software-/Hardware-Spezialisten ausreicht, während beim traditionellen System Tausende von Komplizen als Wahlhelfer tätig sein müssen, um den Wahlausgang merklich zu beeinflussen.
Ihr "Wort in Gottes Ohr" - aber obs die Wahlcomputer interessiert?
Vom "Nationalen Notstand" einmal ganz abgesehen!
Sie meinen offenbar die Allmacht des Präsidenten, die dieser sich OHNE Legitimation durch den Kongress selbst verleihen kann im Fall, dass ER Grund dafür sieht, den nationalen Notstand zu erklären.
Diser Hinweis ist nur allzu berechtigt, und der "Notstands-Fall" selbstverständlich bereits -mit dem IRAN- durchgespielt. Das Scenario sieht etwa wie folgt aus:
Israel greift die iranischen Atomanlagen an, der Iran antwortet seinerseits mit Raketen auf Israelische Städte und/oder israelischen Atomanlagen, worauf die USA aufgrund des Beistandspaktes sofort zu Hilfe eilen und den Iran ihrerseits bombardieren, wofür bereits ausreichend Waffenpotential im Golf sowie angrenzenden arabischen Ländern vorgehalten wird.
DAS ist der NATIONALE NOTSTAND, den der US-Präsident -ohne Rücksprache mit dem Kongress-erklären kann und der in berechtigt, im Amt zu bleiben, bis ER diesen Notstand für beendet erklärt!
Wer an diesem Scenario zweifelt, möge die beiden von Ihnen genannten LINKS anklicken und LESEN, was dort verordnet bzw. dazu kommentiert wurde.
Anmerkung: Deutschland wird an der Seite Israels und den USA selbstverständlich mitkämpfen; einige Schiffchen der Bundesmarine kreuzen doch bereits -und bisher völlig sinn- und nutzlos- vor der libanesischen Küste!
Sehr richtig, besonders Ihr Hinweis auf die bereits in zwei Wahlen "bewährten" Wahlcomputer, die von DIEBOLD, einer Firma gefertigt sind, die den Reps sehr, sehr nahe steht!
(Ob ähnlich fälschungs-UNsichere- Wahlcomputer während ihrer Zwischenlagerung bei hessischen CDU-Mitgliedern im letzten Moment noch den kleinen Stimmenvorsprung für die Hessen-CDU bewirkt haben, ist allerdings -noch- unklar und wird es auch bleiben, falls Niemand Einspruch dagegen einlegt!)
Zum eigentlichen Thema möchte ich meiner Hoffnung Ausdruck geben, dass die Folgen der -noch- nicht von den Reps, sondern von Frau Clinton angezettelten Anti-OBAMA-Schmutz-Kampagne zumindest dadurch aufgewogen wird, dass McCain sich von GWB das "Endorsement " abgeholt und dabei öffentlich versichert hat, diesen schlimmsten aller Präsidenten der letzten hundert Jahre bei möglichst vielen seiner Wahlkampfaufdritte einzusetzen.
DAS scheint nicht nur mir, sondern lt. NYT von heute auch einigen Wahlbeobachtern in den USA die sicherste Möglichkeit zu sein, einen weiteren Präsidenten aus dem neokonservativen Lager zu verhindern, gleichgültig wer von den Demokraten gegen ihn antritt!
Mein Favorit, das ist sonnenklar, ist BARAK OBAMA!
Und zwar weil nur er die Chance bietet, die Weltmacht USA und damit dessen allzu willigen Westen wieder zu rehabilitieren, auf einen einer Demokratie angemessenen Pfad zurück -statt in weitere Überfälle auf islamische Länder- zu führen.
Seine bisher bekannt gewordenen "scharfen Töne" gegenüber dem Iran und Pakistan sowie seine Ergebenheitsadressen gegenüber der -in den USA bekanntlich nahezu allmächtigen- ISRAEL-LOBBY betrachte ich als Beweise seiner Klugheit - schliesslich will er weder als Weichei noch als Antisemit verunglimpft werden¨!!
Zitat: "Warum spart man sich dann nicht gleich die Wahlen? "
Ihre Frage ist garnicht mal so abwegig --
schauen Sie sich bitte mal folgende Links an:
http://www.whitehouse.gov/news/releases/2007/05/20070509-12.html
http://www.ww4report.com/node/3940
Es sieht so aus, als ob es garnicht mehr zu Wahlen kommen wird.
Es braucht nur noch eine kleine False-Flag Op. wie im Spätsommer 2001, dann wird wirklich "Flagge gezeigt".
Paging