Hillary Clinton gibt sich zurückhaltend: Sie werde das Amt des Vizepräsidentschaftskandidaten unter Barack Obama nicht von sich aus anstreben, ließ sie am Donnerstag mitteilen.
Hillary Clinton hat am Donnerstagsabend klargestellt, dass allein Barack Obama das Recht zufalle, den Vizepräsidentschaftskandidaten der Demokraten zu benennen. Sie werde das Amt von sich aus nicht aktiv anstreben, teilte ihr Wahlkampfmanager mit. Damit reagierte Clinton auf parteiinterne Kampagnen zu ihren Gunsten.
Anzeige
Die Wahl liege bei Senator Obama "und nur bei ihm", hieß es weiter. Ob die New Yorker Senatorin den Posten trotzdem annehmen würde, wenn Obama ihn ihr anbietet, blieb in der Erklärung unklar.
Am Mittwoch hatte Clinton nach einem beharrlichen Vorwahlkampf das Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten zugunsten Obamas aufgegeben. Die Senatorin will am Samstag ihren Verzicht auf das Weiße Haus offiziell bekanntgeben und den Spitzenkandidaten Obama unterstützen.
Der Rückzug Clintons hatte Spekulationen um eine mögliche gemeinsame Kandidatur der beiden Rivalen genährt. Der Senator aus Illinois sagte am Donnerstag dem Fernsehsender CNN, der Name Clinton stehe natürlich auf "jeder Liste", wenn es um die Vizepräsidentschaft gehe. Allerdings sei die Vizepräsidentschaft "die wichtigste Entscheidung, die ich treffen werde, bevor ich Präsident werde. Ich glaube daran, Entscheidungen gut zu treffen und nicht schnell und unter Druck", sagte Obama weiter.
Der designierte Präsidentschaftskandidat kündigte an, dass er bald das Gespräch mit Clinton suchen werde. "Wir werden ein Gespräch darüber haben, wie wir weitermachen und die Kräfte bündeln, um sicher zu stellen, dass wir im Novermber Erfolg haben", sagte Obama in dem Interview.
Obama hatte zuvor klarstellen lassen, dass er allein die Entscheidung über den Vizeposten treffen wird. Ein dreiköpfiges Sondierungskomitee soll mögliche Kandidaten prüfen.
(SZ vom 06.06.2008/AFP/aho)
Bundespräsident Gauck