Barack Obama spricht erstmals vom Sieg. Umfragen nähren seinen Optimismus, doch Wahlkampf macht er bis zuletzt - trotz des Todes seiner Großmutter.
Trauer und Triumph - beides könnte für Barack Obama in diesen Stunden dicht verwoben sein. Der Mensch, dessen Kraft und Haltung ihm nach eigenem Bekunden ein lebenslanges Vorbild waren, wird den Tag nicht mehr erleben, an dem sich entscheidet, ob er erster schwarzer Präsident der USA werden wird. In der Nacht zum Montag ist Obamas Großmutter Madelyn Payne Dunham im Alter von 86 Jahren auf Hawaii einem Krebsleiden erlegen. Obama absolvierte dennoch den letzten Tag seines Wahlkampfs wie geplant.
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Barack Obama: Er hat, wie viele US-Kommentatoren und durchaus auch die konservativen anerkennen, das Land begeistert wie seit Jahrzehnten niemand mehr. (© Foto: AFP)
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Nur Stunden zuvor hatte er sich am Sonntag zum ersten Mal aus der Deckung gewagt. Zaghaft, gewiss und hochvorsichtig, wie er ohnehin ist. "Man beginnt wirklich daran zu denken", sagte Obama am Sonntag vor einer jubelnden Menge von 80000 Anhängern in der Football-Arena von Cleveland im Bundesstaat Ohio, "dass wir am 4. November vielleicht eine Wahl gewinnen könnten".
Obama vor Erdrutschsieg
Die Umfragen dürften seinen Optimismus nähren. Wenn sie wirklich das Abstimmungsverhalten an diesem Dienstag widerspiegeln, dürfte Obama vor einem Erdrutschsieg stehen. Bundesweit führt er fast ausnahmslos in den Umfragen mit sechs bis elf Prozentpunkten Vorsprung vor dem Republikaner John McCain.
Doch viel wichtiger sind die Zahlen aus den Bundesstaaten, die zwischen den beiden Lagern umkämpft sind. Dort könnte ein Wechsel der Mehrheiten in letzter Minute das Bild im Wahlmännergremium verändern, das am Ende im Dezember den Präsidenten wählt. Zwar sind die Umfragen weiterhin relativ knapp in Staaten wie Florida, Indiana, Missouri, North Carolina, Virginia oder Nevada. Doch mit Ausnahme von Indiana liegt Obama überall vorn.
2004 hatten noch die Republikaner alle diese Staaten gewonnen. McCains Strategie ist es offenbar, vor allem in Florida und Ohio das Ruder herumzureißen und Obama die Bundesstaaten Pennsylvania und New Hampshire wieder abzunehmen. Umfragen zeigen dort aber einen deutlichen Vorsprung für den Demokraten.
Obamas Strategen glauben offenbar nicht, dass er in diesen Staaten noch gefährdet sein könnte. Sie haben die letzten Wahlkampfauftritte Obamas ganz auf Staaten wie Ohio, Florida, North Carolina oder Virginia beschränkt, die sie den Republikanern in den vergangenen Wochen streitig gemacht haben.
McCains Wahlstrategen hatten offenbar keinen Erfolg mit ihrer Kampagne, Obama als zu weit links darzustellen. Der Demokrat hat es verstanden, sich als der vertrauenswürdigere Kandidat zu etablieren - zumindest laut jüngsten Umfragen. Sowohl was die wirtschaftlichen Probleme der USA betrifft, die Reaktion auf internationale Krisen und die Verteilung der Steuerlast halten die Wähler mehr von Obama als von McCain.
Der entscheidende Faktor für Obamas Erfolg dürfte seine Botschaft vom Wandel sein. 2006 hatte er nach der verheerenden Wahlniederlage der Republikaner bei den Kongresswahlen erkannt, dass er wie kein anderer Kandidat den seit dieser Wahl spürbaren Wunsch nach einem politischem Neuanfang in den USA verkörpern könnte: als Neuling auf der nationalen politischen Bühne, als einziger farbiger Senator in Washington, als Redner, dessen Rhetorik weit über das übliche Maß hinaus die Menschen mitreißen kann.
Obama hat das Land begeistert wie seit Jahrzehnten niemand mehr. Wobei manchmal auf die ähnlich hochfahrende Rhetorik des 1968 ermordeten demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Robert Kennedys hingewiesen wird. Andere sehen eine Parallele zu Ronald Reagan, der als "oberster Optimist" das Land aus der Krisenstimmung holte - und mit einem Erdrutschsieg gewann.
Auch McCain hat die von Obama geprägte Botschaft vom Wandel aufgegriffen. Nicht ohne Erfolg zeichnete er sich als Einzelkämpfer, der den Mut hat, gegen die Mächtigen anzutreten. Doch Obama konterte, dass McCain als Republikaner in wesentlichen Fragen wie dem Krieg im Irak, in der Wirtschaft und bei den Steuern die Politik von George W. Bush fortsetzen werde. Er hatte leichtes Spiel, weil McCain jüngst auffallend nach rechts rückte.
Dass er Bushs Irak- und seine Steuerpolitik fortsetzen will, hatte McCain schon länger angekündigt. Seine Wahl von Sarah Palin als Vize-Kandidatin signalisierte, dass er bereit ist, der Parteibasis entgegenzukommen. So sprach er kaum mehr vom Klimawandel, viel indes von Ölbohrungen vor der Küste und heimischer Kohleförderung. Und er ließ es zu, dass sein politischer Gegner auf seinen Wahlveranstaltungen als "Marxist" denunziert wurde.
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(SZ vom 04.11.2008/gba)
Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
I get allergic, only hearing Reps., I get heroic hearing the Demo´s
keep open the Forum line tonight, lets make Party!
Mc Cain
Mc Palin
and
last but not least
our Mc yarx
all of you, enjoy tonight unique USA election A night to remember!
yes very good idea for the Forum members who would like to celebrate tonight, keep your line open, so we can launch our happiness!
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yarx will uns sagen, dass er den Durchblick hat.
Dabei weiss doch jeder, dass es andere, bessere diagnostische Methoden gibt, hehe.
Paging