In Oregon und Kentucky laufen die Vorwahlen der US-Demokraten. Barack Obama dürfte danach als Sieger feststehen. Doch Hillary Clinton will sich noch nicht geschlagen geben.
Im erbitterten Wettstreit um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten kann sich Barack Obama auf einen weiteren Vorsprung gegenüber seiner Konkurrentin Hillary Clinton einstellen: Nach den Vorwahlen in den Staaten Oregon und Kentucky am Dienstag könnten ihm nur noch wenige Stimmen zur erforderlichen Delegierten-Mehrheit fehlen.
Kann sich auf einen weiteren Vorsprung einstellen: Barack Obama (© Foto: AP)
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Clinton schwor bei ihrer Abschlusskundgebung in Kentucky am Montagabend dennoch, sie werde bis zuletzt weiter kämpfen. In dem ländlich geprägten Staat des Mittleren Westens wurde der New Yorker Senatorin ein klarer Sieg vorausgesagt. Im Pazifikstaat Oregon sahen die Umfragen dagegen Obama deutlich in Führung.
Der Senator aus Illinois konnte dort am Sonntagabend in Portland 75.000 Menschen für seine Kundgebung mobilisieren - die bislang größte Menschenmenge in diesem Dauerkampf um die Präsidentschaftskandidatur.
Clinton tat den erfolgreichen Auftritt ihres Rivalen vor den Massen als inhaltsloses Gerede ab. Sie sei die fortschrittlichere Bewerberin, erklärte sie in einem Fernsehinterview in Oregon.
Diagnose Gehirntumor
Überschattet wurden die Vorwahlen jedoch von der Nachricht, US-Senator Edward Kennedy leide an einem bösartigen Gehirntumor. Der jüngste Bruder des 1963 ermordeten Präsidenten John F. Kennedy war am Samstag nach einem Krampfanfall ins Krankenhaus gekommen. Am Dienstag teilten die Ärzte die Diagnose mit.
Präsidentschaftsbewerber Obama, hinter den sich "Ted" Kennedy im Januar gestellt hatte, nannte den Senator "eine amerikanische Ikone" und einen Freund, dem er persönlich und Amerika viel verdankten.
Clinton forderte Obama am Dienstag zu einem weiteren Rededuell heraus. Der Senator hat dies jedoch abgelehnt und konzentriert sich stattdessen ganz auf den republikanischen Bewerber John McCain. Es wurde damit gerechnet, dass Obama nach den Vorwahlen in Oregon und Kentucky symbolisch den Anspruch auf die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten erheben werde.
Eine weitere der wichtigen sogenannten Superdelegierte stellte sich am Dienstag hinter Obama, die Kongressabgeordnete Madeleine Bordallo aus Guam. Weitere Unterstützung bekam Obama vom Senator des Staates West Virginia, Robert Byrd. Dieser stellte sich am Montag hinter seinen dunkelhäutigen Kollegen und erklärte, Obama habe das erforderliche Temperament und den notwendigen Mut, um den Irak-Krieg zu beenden.
Byrd gehörte einst dem rassistischen Ku-Klux-Klan an, distanzierte sich aber später davon und wurde demokratischer Politiker. Die Vorwahl in West Virginia gewann Clinton vor einer Woche.
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(sueddeutsche.de/AP/dpa/dmo)
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wenn hillary so demokratisch ist, und an Amerika denkt, dann sollte sie jetzt endlich platz machen fuer den Sieger, Alles andre ist kontraproduktiv fuer die demokratische Kampagne