Bernie Sanders bei US-Vorwahlen Daddy Cool

Bernie Sanders ist 74, Senator, Sozialist - und plötzlich Held der Jugend. Wenn er Präsident wird, sagt er, will er das Geld der Reichen an alle verteilen. Über einen, der Amerika die Revolution verspricht.

Von Nicolas Richter

Zwei junge Liebende kaufen 1968 eine Schachtel Zigaretten und steigen in einen Greyhound-Bus, um ihr Glück zu finden. Anscheinend kann nichts schiefgehen, sie sind übermütig und optimistisch und ziehen los, "um Amerika zu suchen".

Es ist fast 50 Jahre her, dass Paul Simon und Art Garfunkel "America" gesungen haben, ein Lied über zwei Verliebte, die Amerikas Ideale finden wollen. Jetzt hört man es wieder, im Fernsehen, in Stadien, an einem gefrorenen See in New Hampshire, wo sich Hunderte junger Menschen an der Franklin Pierce University in Rindge versammelt haben. Als "America" ausklingt, steigt ein Mann auf das Podest. "Seid ihr bereit für eine Revolution?", fragt er, und alle rufen "Yeah".

"Vor neun Monaten hat uns niemand ernst genommen", sagt der Mann, "man hielt uns für zu radikal." Er redet sich warm, stochert mit seinem Zeigefinger in der Luft, als er mahnt, dass Amerikas Ideale vergessen wurden, Gerechtigkeit und Gleichheit und Solidarität. "Heute in Amerika besitzen die obersten 0,1 Prozent so viel wie die unteren 90 Prozent", sagt er - "und jetzt ziehe ich meine Jacke aus."

Als er sein Sakko abstreift, hebt ein Gegröle an, wie es Menschen von sich geben, wenn sich andere ausziehen. Der Redner zieht an seinem Pullover, als wolle er sich alle Kleider vom Leib reißen. "Ich fühle mich wie ein Rock-'n'-Roll Star", ruft er.

Aber Bernard "Bernie" Sanders lässt den Pulli doch lieber an, er ist ja 74 Jahre alt, Großvater, US-Senator. Und selbst wenn sein ungeordnetes weißes Haar und der schlottrige Anzug etwas anderes andeuten: Sanders möchte Präsident der Vereinigten Staaten werden.

Seine jungen Fans verehren ihn, wie nur junge Menschen Idole verehren können. "Bernie, Bernie", rufen sie in Sprechchören, oder "juhu, Bernie, juhu"; eine Frau filmt ihn mit ihrem Smartphone und stammelt: "Oh my God, Bernie."

Anders als 1968 geht es hier nicht um Vietnam, Liebe, Bürgerrechte, aber doch um einen Aufstand der Jugend. Sanders weiß, was sein junges Publikum bewegt: Sie werden hoch verschuldet ihr Studium abschließen und wissen nicht, ob sie dann einen Job finden. Sanders verspricht, dass Studieren an öffentlichen Unis nichts mehr kosten wird, wenn er Präsident ist. Er verheißt, das Vermögen von oben nach unten zu verteilen, er nennt es "demokratischen Sozialismus", und Amerikas Jugend himmelt ihn an.

Sanders klingt so europäisch, dass ein rechter Senator über ihn sagt, er sei "Dänemark auf Steroiden"

Am Dienstag hat Sanders die Vorwahl der Demokraten in New Hampshire gewonnen. 60 Prozent der Stimmen. Seine Rivalin Hillary Clinton bekam nur 38. Einst war sie Favoritin, und er Außenseiter.

Der Staat New Hampshire im Nordosten war immer der Jungbrunnen der Clintons, er hat Bill 1992 neuen Mut geschenkt, und Hillary 2008. Aber jetzt ist selbst dieser treue Landstrich erschöpft von ihnen, und Hillary muss fürchten, dass sich ihre Partei schon wieder in einen anderen verliebt. Vor acht Jahren war es Barack Obama, der alle inspirierte, diesmal ist es Sanders. 90 Prozent der Demokraten finden ihn ehrlicher und vertrauenswürdiger. Vor allem die Jüngeren sind hingerissen von dem coolen Alten, der keinen Wert legt auf sein Äußeres und immer gereizt klingt, der vier Mal so alt ist wie seine Fans und sich Sozialist nennt im Land des Kapitalismus. Selbst junge Frauen bevorzugen ihn klar, sie möchten zwar eine weibliche Präsidentin, aber nicht unbedingt Hillary.

"Junge Leute mögen Bernie Sanders, weil er klingt wie eine alte Schallplatte", schreibt das Magazin New Yorker. Es rauscht und knistert, vielleicht bleibt die Nadel an einem Kratzer hängen, aber wie 1968 drückt die Musik etwas aus, das größer ist als die Musik. Die Sanders-Platte klingt echt, ehrlich und von Hand getrommelt - und sie spielt die immer gleichen Sätze ab. "Das System ist korrupt." Oder: "Das große Geld kontrolliert Washington." Oder: "Der Staat gehört dem Volk, nicht einer Handvoll reicher Spender." So klingt Sanders seit Jahrzehnten. Der Unterschied zu früher ist nur, dass das Land jetzt zuhört.

Sanders stellt gern Fragen, die er selbst beantwortet. Warum zahlt kein anderes Volk so viel für Medikamente? Weil Pharmalobbyisten die Hauptstadt belagern. Warum muss ein junger Kiffer ins Gefängnis, nicht aber ein einziger Investmentbanker wegen der Wirtschaftskrise? Weil die Banken die Wahlkämpfe bezahlen. Warum warnt nicht ein einziger Republikaner vor dem Klimawandel? "Weil er sofort die Spenden der Milliardäre und Ölkonzerne verlieren würde", sagt Sanders. "Er kann den Klimawandel nicht anerkennen."

"Danke, Bernie", ruft jemand.

Sanders möchte den Reichen nehmen und allen anderen geben, er möchte eine staatliche Krankenversicherung für alle, Gratisstudium für alle, eine neue Infrastruktur, Mutterschutz, 15 Dollar Mindestlohn (mancherorts liegt er bei der Hälfte). Europäern kommt das vertraut vor, es ist sozialstaatliche Wirklichkeit. Es klingt so europäisch, dass ein rechter Senator über Sanders sagt, er sei "Dänemark auf Steroiden". Nach den konservativen Maßstäben der USA aber grenzt das an Sozialismus, und vor allem ist unklar, wie Sanders dies alles bezahlen will. Natürlich, er will die Steuern erhöhen, aber er hat dafür keine absehbare Mehrheit im US-Kongress.

Euer Zorn ist meine Kraft: Bernie Sanders hat die Vorwahl in New Hampshire gewonnen, wohl auch weil er Missstände benennt, die vor allem junge Wähler umtreiben.

(Foto: John Minchillo/AP)

Die Demokraten zerfallen nun in zwei zunehmend verfeindete Lager. Sanders und seine Fans fordern eine Revolution aller Bürger gegen die Oligarchie, sie sehen die Obama-Jahre nur als Auftakt einer Neuerfindung Amerikas. Clinton dagegen, die Ex-First-Lady und Ex-Außenministerin, warnt vor Sanders, als sei dies die Fabel von der Grille und der Ameise: Bernie singt euch was Schönes vor, aber wenn regiert werden muss im harten Winter Washingtons, dann werdet ihr dankbar sein für meinen Erfahrungsvorrat.

Unter den Zuschauern in Rindge steht Jeff Stadtfeld, er trägt Pferdeschwanz und Bart und riecht nach Tabak. Er arbeitet in einem Harley-Laden, ist meist umgeben von stramm rechten Bikern, denen nur ihr Recht auf Waffen heilig ist. Was will er denn mit dem Sozialisten Sanders? "Ich finde Bernies Ideen großartig", sagt er, "wobei ich leider bezweifle, dass er sie auch umsetzen kann." Jeff Stadtfelds Sohn Zack, 17, trägt Zahnspange und Bernie-Buttons und darf im Herbst zum ersten Mal wählen. "Ich stimme ganz sicher für Bernie", sagt Zack. Er will studieren, obwohl die Familie nicht viel hat. "Ich bin optimistisch, dass Bernie liefert." Dieser grantige Mann? "Er ist nicht grantig. Leidenschaftlich! Und zornig!" Die Stadtfelds sind sich einig, dass sie niemals Clinton wählen werden. "Dann lieber den rechten Geschäftsmann Donald Trump", sagt der Vater. "Hillary ist scheinheilig", sagt der Sohn. "Sie ist völlig abgehoben", sagt Shannon, die Mutter.

Fragt man Sanders-Anhänger nach Clinton, sagen sie Worte wie korrupt, opportunistisch, machtversessen, reich, elitär, arrogant. So beschreiben auch Republikaner, die Trump unterstützen, ihr "Establishment". Der Zorn auf die Elite, auf den Status quo, auf die Macht der Spender und Lobbyisten ist überparteilich. Es verbindet Sanders und Trump, dass sie ihre Energie aus diesem Zorn ziehen. "Beide sind Populisten, sie unterscheiden sich nur durch ihre Feindbilder", sagt der Sanders-Biograf Harry Jaffe. "Bei Sanders sind es die Reichen, bei Trump die Ausländer."

Im Gegensatz zum Ausländerfeind und Schimpfwort-Generator Trump ist Sanders weder gehässig noch menschenverachtend. Und anders als Trump, der viele Gefahren aufbauscht und erfindet, benennt Sanders echte Missstände, von denen in Amerika oft so getan wird, als seien sie gottgegeben oder ein Preis, den man eben zahlen muss für die Freiheit. In kaum einem anderen westlichen Land ist das Vermögen so ungerecht verteilt und der Einfluss der Vermögenden auf die Politik so massiv. Auch nach Obamas Gesundheitsreform haben Millionen Menschen keine Krankenversicherung. Selbst in Konzernen sind die Löhne so niedrig, dass Arbeiter Sozialhilfe brauchen. Der amerikanische Traum verheißt, dass es nach oben keine Grenzen gibt - es gibt sie aber auch nicht nach unten.

Trotzdem war der Sozialismus in Amerika immer nur eine Randerscheinung. Eugene Debs, der sich Anfang des 20. Jahrhunderts fünf Mal für das Weiße Haus beworben hat, erhielt nie mehr als sechs Prozent und verbrachte viel Zeit im Gefängnis. Für ältere Amerikaner klingt Sozialismus noch immer unamerikanisch, nach Eisernem Vorhang und Kuba-Krise. Die Jüngeren aber sehen es entspannt; erstens weil sie die Kehrseiten des Kapitalismus erleben, zweitens weil das Wort Sozialismus seinen Schrecken verloren hat - Schweden ist nicht die Sowjetunion. Nach US-Verständnis heißt Sozialismus eh nicht, dass der Staat Fabriken übernimmt, sondern dass ein Schneepflug kommt, wenn es schneit.

Der bekennende Sozialist im Land der Kapitalisten, gerade das findet die Jugend wohl so reizvoll

Die Fans von Sanders rechnen es ihm hoch an, dass er sich zu dem Etikett "Sozialist" bekennt, und vielleicht liegt der Reiz für die Jungen gerade darin, dass ihn die Eltern subversiv finden. In Wahrheit aber hat sich Sanders immer mehr vom Ideologen zum Pragmatiker gewandelt.

Er ist als Kind einer bescheidenen jüdischen Familie in Brooklyn aufgewachsen; als Schüler hasste er es, wenn der Größte in der Klasse die Kleinen fertigmachte. Nach dem Studium kandidierte er - und scheiterte - immer wieder als ultralinker Außenseiter für Ämter und Mandate. Bis er sich schließlich in seiner Wahlheimat Vermont zum Bürgermeister der Stadt Burlington wählen ließ, wo er an einem gerechten Mikrokosmos tüftelte und verriet, wie sehr er sich nach einer größeren Bühne sehnte. 1987 nahm er eine Platte auf, obwohl er nicht singen konnte: Die Band spielte Reggae, zu dem Sanders in viel zu hartem Sprechgesang die Zeile "Dieses Land gehört dir und mir" dozierte. Es war, sagt er heute, "die schlechteste Platte, die je aufgenommen wurde".

Immerhin war er in Vermont dann so bekannt, dass ihn die Bürger als Unabhängigen in den US-Kongress wählten. Dort fiel er zwar oft als Widerspruchsgeist auf, etwa mit einer achtstündigen Rede gegen niedrige Steuern. Aber er war auch zu Kompromissen fähig, sogar mit den Republikanern, und obwohl er sich unabhängig nannte, suchte er die Nähe zu den Demokraten, um in die einflussreichen Ausschüsse zu gelangen. 2015 trat er schließlich den Demokraten bei, um sich für das Weiße Haus zu bewerben. So nutzt Sanders nun durchaus den Apparat des "Establishments", das er sonst so verachtet. Wie im Lied "America" hat er seine Reise zwar als Anhalter angetreten, aber im Bus einer großen Partei kommt man doch viel schneller voran.

Sanders wirkt selten warm und zugänglich. Er ist kein Umarmer und Mitfühler wie Vize-Präsident Joe Biden. Auch in kleinen Runden soll er weder neugierig auf Gesprächspartner eingehen, noch sich allzu geduldig deren Widerspruch anhören. Lieber hält er eine Wutrede und zieht weiter. Aber niemand zweifelt daran, dass ihn die notorische Ungerechtigkeit in Amerika tief und ehrlich empört, und dass er sich ein Land wünscht, in dem man nach dem Herzinfarkt nicht auch noch den Gerichtsvollzieher fürchten muss.

Selbst junge Frauen bei den Demokraten, die gerne eine Frau als US-Präsidentin hätten, wählten in New Hampshire lieber Bernie Sanders als Hillary Clinton.

(Foto: John Minchillo/AP)

Hillary Clinton hat ihn lange nicht ernst genommen, doch jetzt, da ihre geplante Krönung zu einem echten Wettbewerb mutiert, wird das Verhältnis der beiden immer toxischer. Sanders wirft ihr vor, dass sie Spenden und Honorare großer Banken und Konzerne annimmt, während er sich mit Millionen Kleinspenden von durchschnittlich 27 Dollar begnügt. Er wirft ihr vor, dass sie für den Irakkrieg gestimmt hat, für Freihandel und Ölpipelines. Er deutet an, dass sie gekauft sei und zum Machtkartell gehört. Ihren Wahlkampfapparat nennt er, noch so ein Feindbild, die "mächtigste politische Organisation der USA".

In all dem liegt ein wahrer Kern, aber auch viel Vereinfachung, genau wie es zu simpel ist, der Wall Street alle Schuld am Einkommensverfall der Mittelschicht zu geben.

Bei den Demokraten reißen sie sich um Sanders-T-Shirts, die von Hillary Clinton bleiben liegen

Vor ein paar Tagen erschien Clinton am New England College in Hennicker. Mit seinem Giebel und den weiß gestrichenen Balken wirkt der Raum wie ein Wohnzimmer, die Stühle sind in Sitzgruppen angeordnet. Clinton ist wie immer aufwendig frisiert und geschminkt. Geduldig und konzentriert stellt sie sich den Wählern; wenn die Leute ihr Fragen stellen, dann nickt sie ihnen so eifrig zu, als sei sie eine Bobblehead-Puppe, deren Kopf auf einer Feder wippt.

Sie erzählt, was sie alles für Frauen und Kinder erreicht hat, von den ewigen Kämpfen mit den Republikanern, den Schmähungen, die sie ertragen hat, von den quälenden Prozessen der globalen Diplomatie, die sie gemeistert hat, obwohl die so viel Beharrlichkeit verlangen. Wo Sanders immer "wir" sagt, sagt Clinton immer "ich".

Seine Ideen hält sie für unbezahlbar, seine Projekte für undurchsetzbar, seine Qualifikation für ungenügend. Clinton erklärt, wirbt, argumentiert, es ist harte Arbeit, und sie erledigt es so diszipliniert und kundig und vernünftig wie immer. Aber man spürt, dass sie nicht ankommt gegen dieses Gefühl, das die Sanders-Fans "Feel the Bern" nennen. Den Zorn, die Sehnsucht nach neuen Ideen, nach einer gerechteren Ordnung. "Zorn ist ein starkes Gefühl", warnt Clinton, "aber es ist kein Plan." So war es immer: Sie hat immer einen Plan, aber die anderen haben die Musik.

Im Lager der Clintons hofft man, dass der Lauf von Sanders bald endet. Die nächsten Vorwahlen sind im Süden, in Nevada, in South Carolina, dort sind Latinos und Schwarze einflussreich, sie mögen Clinton. Sanders gilt als angreifbar, weil er "zu weiß" ist, Steuererhöhungen verlangt und unerfahren ist in der Terrorabwehr. Man hat ihn oft gefragt, ob er "wählbar" genug sei. Sanders sagte: "Die Demokraten gewinnen immer, wenn sie ihre Wähler mobilisieren, und mein Wahlkampf weckt mehr Begeisterung und mehr Energie."

Seine Fans sind überzeugt, dass sie etwas Historisches erleben. Nie hat ein aussichtsreicher Kandidat für die Präsidentschaft so gründlich das amerikanische System in Frage gestellt, das auf Kapitalismus und Wettbewerb in jedem Lebensbereich gebaut ist. "Eine solche Gelegenheit, den Status quo zu brechen, wird nicht wiederkehren", sagt Cornelis Pieterse, 70, ein gebürtiger Niederländer, der seit Jahrzehnten in den USA lebt. "Früher war das Wort Sozialist der Todeskuss, Sanders aber hat es verschönt und verjüngt."

Sollte Clinton am Ende die Kandidatin der Demokraten sein, wird sich Pieterse in der Hauptwahl lieber enthalten. "Vielleicht bin ich radikal", sagt er, "aber Clinton würde die Lage nur zementieren."

Vor ein paar Tagen haben die Demokraten zum Jahrestreffen in die Sportarena in Manchester geladen. Auf den Fluren reißen junge Fans den Helfern die Sanders-T-Shirts aus den Händen, während die aufgestapelten Hillary-T-Shirts kaum Abnehmer finden. Auf den Tribünen stimmen die Fans ihre "Bernie"-Sprechchöre an, dann dröhnt "America" durch die Halle, und Sanders hält eine wütende Rede gegen die herrschende Klasse, laut, zornig, autoritär. "Ihr werdet anfangen, euren Anteil an Steuern zu zahlen", droht er den Reichen. "Die Zeiten immer neuer Preiserhöhungen sind vorbei", droht er den Pharmakonzernen.

Mit jedem neuen Gegner wird seine raue Stimme brüchiger, immer wieder muss er Wasser trinken, und doch hält er durch, bis alle Ausbeuter genannt und alle Wohltaten verteilt sind. Es ist eine Stimme, von der erst jetzt viele Amerikaner merken, wie sehr sie dem Land gefehlt hat.

"America", das Lied von 1968, endet traurig, die Zigaretten alle, die Freundin schläft. Der Sänger blickt trübsinnig und desillusioniert aus dem Fenster, sein anfänglicher Übermut ist verflogen. "Ich bin leer und es schmerzt und ich weiß nicht warum." Er zählt die Autos, all die einsamen Fahrer. "Sie suchen alle Amerika."

Glaubt man Bernie Sanders, haben sie es bis heute nicht gefunden.