US-Senator will Oppositionelle unterstützen McCain erwägt Waffenlieferungen an syrische Rebellen

Der ehemalige US-Präsidentschaftskandidat John McCain schlägt vor, die Oppositionsbewegung in Syrien mit Waffen zu beliefern und beruft sich dabei auf deren "Recht zur Selbstverteidigung." Ein weiterer US-Senator will versuchen, "Syrien von Iran loszureißen" - und Teheran dadurch zu schwächen.

Nach Ansicht zweier prominenter US-Senatoren sollten die USA den Kampf der syrischen Opposition mit Waffenlieferungen unterstützen.

Washington müsste die militärische Hilfe nicht direkt den Gegnern von Präsident Baschar al-Assad zukommen lassen, sagte John McCain nach Angaben der New York Times. Vielmehr sollten die Waffen über "Drittwelt-Länder" und mit Hilfe der Arabischen Liga die Opposition erreichen, erläuterte der frühere Präsidentschaftskandidat am Sonntag in der afghanischen Hauptstadt Kabul.

"Die Iraner und Russen versorgen Baschar al-Assad mit Waffen. Menschen, die massakriert werden, verdienen das Recht zur Selbstverteidigung", erklärte er. "Ich befürworte es, dass die Opposition Waffen erhält", sagte McCain, der anschließend mit seinem republikanischen Kollegen Lindsey Graham in die ägyptische Hauptstadt Kairo weiterreisen wollte.

General Martin Dempsey, Chef der Joint Chiefs und damit höchstrangiger Soldat der USA, widersprach McCain. "Ich halte es für verfrüht, die syrische Opposition mit Waffen auszustatten", wird Dempsey bei CNN zitiert. "Erst müssen wir herausfinden, wer sie sind und was sie genau wollen", sagte der General weiter.

McCains Begleiter Graham erklärte dagegen, dass ein entschlosseneres Eingreifen in Syrien auch eine Schwächung des Regimes in Teheran zur Folge hätte. "Syrien von Iran loszureißen könnte genauso wichtig sein wie Sanktionen", sagte der Senator und ergänzte: "Wenn das syrische Regime durch eine andere Regierung ersetzt werden würde, die ihre Zukunft nicht an Iran knüpft, dann wäre die Welt ein besserer Ort."

Iranische Kriegsschiffe in Syrien

Zwei iranische Kriegsschiffe haben unterdessen einem Fernsehbericht zufolge im syrischen Hafen Tartus festgemacht. Die Schiffe seien bereits am Samstag eingelaufen, berichtete der staatliche iranische Sender Press TV ohne Nennung von Quellen. Iran helfe bei der Ausbildung der syrischen Marine, wie es in einem vor einem Jahr unterzeichneten Vertrag vorgesehen sei.

Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Fars zitierte Verteidigungsminister Ahmad Wahidi mit den Worten: "Unsere Schiffe haben den Suezkanal passiert. Iran hat das Recht, in internationalen Gewässern präsent zu sein."