"An dieser Kette von Ereignissen wäre manch anderer zerbrochen, wäre bitter und hart geworden, voller Selbstmitleid", so der Präsident. Teddy aber habe sich nie in seinem Idealismus und seinem Tatendrang beirren lassen. Obama schilderte die vielen Seiten des Gestorbenen, der für seine Lebenslust und seine politische Schlitzohrigkeit berühmt war.

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Tausende Menschen säumen die Straßen und applaudieren, als Ted Kennedys Sarg am Kapitol ankommt. (© Foto: AFP)

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Der Tod des jüngsten der neun Geschwister aus der Kennedy-Dynastie hatte weltweit Trauer hervorgerufen. Am Freitag hatten sich bereits mehr als 30.000 Amerikaner von Kennedy verabschiedet. Sie waren aus dem ganzen Land nach Boston gereist, um das bewunderte Vorbild ein letztes Mal zu ehren.

Zu den 1500 dicht gedrängten Teilnehmern der Feier in der Basilika "Our Lady of Perpetual Help" gehörten die ehemaligen US-Präsidenten Jimmy Carter, Bill Clinton - in Begleitung seiner Frau, US-Außenministerin Hillary Clinton - und George W. Bush.

Unter der Prominenz aus Politik, Wirtschaft und Kultur befanden sich auch Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger und Hollywoodstar Jack Nicholson. Kinder, Enkel und Neffen Ted Kennedys gestalteten den katholischen Gottesdienst zu Ehren des Senators von Massachusetts mit.

Opernstar Placido Domingo sang, vom dem berühmten Cellisten Yo-Yo Ma begleitet, "Panis Angelicus", komponiert von César Franck. Die Opernsängerin Susan Franck bot das "Ave Maria" von Franz Schubert dar.

Edward hatte seit dem Tod seiner Brüder als Oberhaupt des Kennedy-Clans gegolten. Er saß 47 Jahre ununterbrochen im US-Senat und wurde zu einem der politischen Schwergewichte Amerikas. Seine Ambitionen, Präsident der mächtigsten Nation der Welt zu werden, zerschlugen sich, als er 1969 einen Unfall verursachte, bei dem seine Begleiterin in einem Fluss ertrank, und sich erst Stunden später bei der Polizei meldete.

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  1. Abschied vom Löwen
  2. Sie lesen jetzt Lebenslust und Schlitzohrigkeit
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(sueddeutsche.de/Reuters/AP/dpa/AFP/aho/mel)