Das US-Repräsentantenhaus hat die Bewilligung von Mitteln für den Irak-Krieg erneut mit der Forderung nach einem Truppenabzug verknüpft - der Gesetzentwurf hat vor allem symbolischen Wert.

Das von den Demokraten dominierte US-Repräsentantenhaus hat für einen Gesetzentwurf gestimmt, der die Freigabe von 50 Milliarden Dollar für Militäraktionen im Irak und in Afghanistan an den sofortigen Beginn eines Truppenabzugs aus dem Irak knüpft.

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Präsidentin des Repräsentantenhauses Pelosi: Weiter im Irak zu bleiben, sei "nicht länger eine Option". (© Foto: dpa)

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Ein entsprechendes Gesetz, das den Abzug schon in den nächsten Wochen und die Einstellung aller Kampfhandlungen bis Dezember 2008 vorsieht, wurde am Mittwochabend mit 218 zu 203 Stimmen verabschiedet.

So soll der Abzug 30 Tage nach Verabschiedung des Gesetzes beginnen und bis Ende 2008 abgeschlossen sein. Die US-Regierung lehnt den Entwurf ab, da sie sich nicht auf einen Abzugstermin festlegen lassen will.

Vorstoß ohne Chance

Der parlamentarische Vorstoß der Demokratischen Partei gilt als symbolischer Schritt. Die Auflagen für die Bewilligung von zunächst 50 Milliarden Dollar für den Einsatz im Irak haben im Senat, also in der zweiten Parlamentskammer, kaum eine Chance, die 60 erforderlichen Stimmen zu erreichen.

Und selbst bei einer Mehrheit im gesamten Kongress müsste das Gesetz mit einem Veto von US-Präsident George W. Bush rechnen. "Tatsache ist, wir können die Truppenstationierung im Irak nicht länger aufrechterhalten", sagte die Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi. "Dort in der jetzigen Art und Weise weiter zu bleiben, ist nicht länger eine Option."

Die unter Bedingungen bewilligten Mittel von 50 Milliarden Dollar sind nur etwa ein Viertel der Summe von 196 Milliarden, die Bush für die Kampfeinsätze im Irak und in Afghanistan für das am 1. Oktober begonnene neue Haushaltsjahr beantragt hat.

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(AFP/AP/grc)