US-Präsidentschaftskandidat McCain Gute Gutachten, fragwürdige Gesundheit
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Mit der Veröffentlichung seiner Krankenakte will John McCain Gerüchte über seinen schlechten Gesundheitszustand zerstreuen - doch Zweifel bleiben.
John McCain geht in die Offensive: Der republikanische Kandidat ließ ärztliche Gutachten über seinen Gesundheitszustand veröffentlichen - um Bedenken zu zerstreuen, dass er mit 71 Jahren nicht mehr fit genug für das Präsidentenamt sein könnte.
Im Falle eines Wahlsieges wäre der republikanische Kandidat John McCain der älteste Präsident in der Geschichte der USA, der je eine erste Amtszeit antritt.
(Foto: Foto: AFP)Nach Ansicht seiner Ärzte ist McCain in einem guten gesundheitlichen Zustand. "Ich kann keine medizinischen Gründe oder Probleme erkennen, die Senator McCain davon abhalten würden, alle seine Verpflichtungen als Präsident zu erfüllen", sagte einer seiner Ärzte am Freitag in einer Erklärung.
McCain wurde laut dieser Gutachen wegen Hautkrebs' an der Schläfe operiert und leidet weiter unter Verletzungen, die er im Vietnamkrieg erlitten hatte, zeige aber "außergewöhnliche Energie" und keinerlei Anzeichen irgendeiner Herzerkrankung.
McCain nehme Medikamente zur Senkung des Cholesterinspiegels, zur Vermeidung von Nierensteinen und Aspirin zur Blutverdünnung, teilten die Ärzte mit. Er kann seine Arme, Schultern und sein rechtes Knie nur eingeschränkt bewegen, was auf schwere Verwundungen zurückgeht, die er im Vietnamkrieg beim Abschuss seines Flugzeuges und der darauffolgenden fünfeinhalbjährigen Kriegsgefangenschaft erlitt.
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Das 1173 Seiten lange Gutachten wurde nur wenigen amerikanischen Journalisten für kurze Zeit zugänglich gemacht. Alle Zweifel konnte McCain mit dieser halbherzigen Veröffentlichung aber nicht ausräumen. Die New York Times zitiert zwei Pathologen, die im Zusammenhang mit der Hautkrebsoperation von zwei Melanomen ausgehen. McCains Ärzte sprachen seinerzeit von einem Melanom. Wenn das zweite Melanom eine Metastase des anderen gewesen ist, spricht das laut Experten für eine höheres Risiko für eine weitere Krebserkrankung.
McCain, der im August 72 Jahre alt wird, wäre der älteste Präsident, der je eine erste Amtszeit antritt. Beobachtern zufolge wollte McCain mit diesem Schritt möglichen Kritikern zuvorkommen, die sein Alter gegenüber seinem wahrscheinlichen Konkurrenten Barack Obama, der 46 Jahre alt ist, zum Thema machen könnten.
Obama wurde am Wochenende von drei weiteren Superdelegierten unterstützt. Nach Angaben der Website RealClearPolitics fehlen Obama mit 1965 Delegierten auf seiner Seite noch 61 Stimmen zur Mehrheit für den Nominierungsparteitag.