George W. Bush ist Geschichte und die Welt will nach vorne schauen: Ob die Historiker ihn eines Tages rehabilitieren werden?
Für Außenministerin Condoleezza Rice hatte ich nie besonders viel übrig. Anders als viele andere neokonservative Ideologen, die um das Weiße Haus herumschwirren, ließen die Äußerungen von Rice, bevor sie Teil der Bush-Regierung wurde, den Schluss zu: Sie wusste viel zu gut Bescheid, um das neokonservative Programm einfach so zu schlucken - sie wusste es besser und tat nichts.
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George W. Bush spielt sein letztes Spiel - und hofft, der Welt als Harry Truman in Erinnerung zu bleiben. (© Foto: dpa)
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Vor kurzem, bei ihrer Tour durch die Sonntagmorgen-Talkshows, verteidigte sie den Präsidenten: "Ich denke, dass die kommenden Generationen schon recht bald diesem Präsidenten danken werden für das, was er getan hat." Ich hatte erwartet, dass sie so etwas sagen würde.
Aber lassen wir die Außenministerin nicht vom Haken. Was werden künftige Generationen über diese folgenschwere Präsidentschaft denken?
Außenministerin Rice nannte eine Reihe von Errungenschaften dieser Regierung, was aber vor allem ihrer eigenen Verteidigung diente: dass George W. Bush das Fundament für einen künftigen palästinensischen Staat gelegt habe; dass die weltweite amerikanische Hilfe zur Bekämpfung von Aids dramatisch zugenommen habe, vor allem in Afrika; dass durch die Politik Bushs auf der ganzen Welt Menschen befreit worden seien. Reichen diese Erfolge aus, um künftige Historiker zu bewegen, die Regierung dieses Präsidenten neu zu bewerten?
Die Regierung spielt gerade ihr letztes Spiel und Bush verliert dabei nicht die Hoffnung, als ein Harry Truman in Erinnerung zu bleiben - als jener Mann, der im Jahr 1953 mit ähnlich schlechten Beliebtheitswerten aus dem Amt schied, seitdem aber stets als ein großer Präsident verteidigt wird, der durch den Marshall-Plan und die Gründung der Nato den Weg für den Sieg im Kalten Krieg bereitet hat.
Auch der Vater des jetzigen Präsidenten ist ein solches Beispiel: Zu seiner Amtszeit galt George Herbert Walker Bush als jemand, der die Realitäten der amerikanischen Wirtschaft nicht zu sehen schien - nun wird er als ein Mann betrachtet, der den Kalten Krieg geschickt beendet und den ersten Golfkrieg viel besser gesteuert hat als sein Sohn den zweiten. Die Geschichte ist voll mit solchen Beispielen amerikanischer Präsidenten, die verachtet wurden, als sie aus dem Amt schieden, von der Geschichte aber rehabilitiert wurden.
Lassen Sie uns die Leistungen anschauen, von denen Außenministerin Rice sagt, dass sie eines Tages wohl das heutige Urteil revidieren werden. Die Erfolge bei der Aids-Bekämpfung sind beeindruckend, bis man feststellt, dass sie zu einem guten Teil darauf beruhen, dass Enthaltsamkeit als Mittel zur Bekämpfung der Krankheit angepriesen wurde und die Politik hier die Flucht vor der Natur des Menschen angetreten hat.
Auf der nächsten Seite: Wie George W. Bush mit Hurrikan Katrina, Folter und der US-Wirtschaft umging. Und was sein Schicksal sein wird.
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Ich kann an der doppelten Amtszeit von G.W.Bush absolut nichts Positives erkennen. Und doch - in allem Schlechten ist etwas Gutes. Und das Gute könnte in diesem Falle sein, dass G.W.Bush einen Barack Obama erst möglich gemacht hat. Sicherlich ungewollt - aber immerhin!
hat George´`s Biographie filmisch hervorragend interpretiert.....im Footballteam bzw. management hätte er sich wohler gefühlt, aber der texanische Konservatismus d.h. seine Familie ließ nichts anderes zu....eigentlich ein Beispiel dafür, wie es nicht sein soll...empfehle den Film unbedingt anzusehen...
Ob der scheidende US-Präsident dazugehört, möchte ich stark bezweifeln.
Momentan sehen das viele Menschen dieses Erdballs wahrscheinlich ähnlich.
Nelso Mandela und Martin Luther King waren Gute Männer, Bush mit diesen Menschen auf einer Stufe zu sehen, würde mir die schlimmsten Magenschmerzen bereiten.
Ich befürchte nur, dass es wie immer kommen wird, die Menschen werden schnell das geschichtlich vergangene Böse vergessen und somit auch alles was derzeit angerichtet wurde.
Die Historiker werden diesen schlechtesten Präsidenten in der US- Geschichte , irgendwann reinwaschen, denn ein beschmutzter Präsident passt nicht ins Bild des Großen und Sauberen Amerikas, so ist eine weitere Geschichtfälschung bereits vorprogrammiert.
Bei den sogenannten Historikern, sollte man sich stets fragen, in welchen Diensten sie stehen, jeder sollte sich sein eigenes Bild der Gegenwart bewahren und es wahrheitsgemäß an die Nachkommen weitergeben.
Wenn ein noch schlechteres Bild dabei rauskommt, ist das immer noch besser, als würde er vollkommen reingewaschen, denn eine Heiligsprechung hat dieser Mann nun wirklich nicht verdient.
Herzlichst
Georges H. Peters
Außen- Innen-, Finanz-, wirtschafts-, Umwelt-, Verteidigung-, Justizpolitik es gibt keinen Bereich den Bush und seine Clique nicht ruiniert hätten.