Nach dem Angriff von US-Streitkräften auf ein Dorf in Syrien hat Frankreich eine Beachtung der territorialen Souveränität von Staaten gefordert. Präsident Sarkozy sprach den Angehörigen der Toten sein Beileid aus.

Die französische Regierung hat besorgt auf den Angriff einer US-Kommandoeinheit in Syrien reagiert und zu Zurückhaltung und "strikter Beachtung" der territorialen Souveränität fremder Staaten aufgerufen.

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Trauerfeier für die beim US-Angriff getöteten Syrer nahe der irakischen Grenze. (© Foto: dpa)

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In einer Erklärung vom Montagabend verlangte Staatspräsident Nicolas Sarkozy Aufschluss über die Operation. Außerdem bedauerte er den Tod "syrischer Zivilpersonen". Sarkozy habe den Hinterbliebenen sein Beileid ausgesprochen, hieß es weiter.

Bei dem Angriff auf ein syrisches Dorf haben die USA nach Angaben der eigenen Terrorabwehr den Chef einer Organisation getötet, die ausländische Kämpfer, Waffen und Geld in den benachbarten Irak geschmuggelt hat. Ziel des Angriffs vom Sonntag sei das Haus von Abu Ghadjah gewesen, erklärte ein Mitglied der US-Terrorabwehr am Montag in Washington.

Ghadjahs Gruppierung sei die wichtigste Zelle ausländischer Kämpfer gewesen, die den Irak seit der US-Invasion von 2003 mit Anschlägen überzogen hätten. Der Mitarbeiter wollte namentlich nicht genannt werden.

Syrien bleibe das wichtigste Einfallstor für Kämpfer aus arabischen Ländern, Nordafrika und andere Selbstmordattentäter und Bombenbauer, hieß es weiter.

Die US-Regierung hat bislang jeden offiziellen Kommentar zu der Kommandoaktion abgelehnt, bei der nach syrischen Angaben acht Personen getötet wurden. Syrien reagierte am Montag mit Empörung auf den Angriff.

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(AP/ssc)