US-Militäraktion in Afghanistan Kabul beklagt zivile Opfer
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Bei einem US-Angriff auf einen Stützpunkt der Taliban sollen wieder einmal Frauen und Kinder ums Leben gekommen sein - das US-Militär dementiert.
Bei einer Militäraktion der US-geführten Koalitionstruppen im Osten Afghanistans sind nach Darstellung der afghanischen Regierung mindestens 17 Zivilisten ums Leben gekommen.
US-Soldaten in Afghanistan: Immer wieder gibt es bei Einsätzen ausländischer Soldaten auch zivile Opfer.
(Foto: Foto: Reuters)In einer am Donnerstag verbreiteten Mitteilung des Präsidialamtes heißt es, neben "Terroristen" seien bei den Gefechten in der Provinz Laghman auch Frauen und Kinder getötet worden. Staatspräsident Hamid Karsai verurteilte den Vorfall scharf, der sich bereits am Dienstag ereignet haben soll.
Die US-Armee wies die Vorwürfe hingegen zurück. Ein Sprecher erklärte, es gebe keinerlei Anhaltspunkte für zivile Opfer in Laghman.
Bereits am Mittwoch hatte die Koalition mitgeteilt, bei den Gefechten dort seien mindestens 32 Kämpfer der radikal-islamischen Taliban getötet worden. Den Angaben zufolge hatten die Soldaten einen Gebäudekomplex angegriffen, der den Extremisten als Bombenwerkstatt und zur Vorbereitung von Sprengstoffanschlägen gedient haben soll.
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Im vergangenen Jahr waren bei Einsätzen ausländischer Soldaten Dutzende afghanische Zivilisten getötet worden. Anfang November starben innerhalb einer Woche mehr als 40 Zivilisten bei zwei US-Luftangriffen.
Zivile Opfer im Kampf gegen die Taliban sorgen für erheblichen Unmut in der Bevölkerung. Präsident Karsai hat die internationalen Truppen im Land bereits mehrfach aufgefordert, Militäraktionen zu vermeiden, die zum Tod von Zivilisten führen könnten.