Die US-Armee hält im Irak derzeit mehrere hundert Minderjährige gefangen. Amerikanische Bürgerrechtler sind schockiert.

Im April seien rund 500 Jugendliche in Gefängnissen des US-Militärs inhaftiert gewesen, heißt es in einem Bericht der US-Regierung an die UN-Kommission für die Rechte der Kinder, den die Bürgerrechtsvereinigung ACLU veröffentlichte.

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Die Gefangenen seien eine "unbedingte Bedrohung" für die Sicherheit im Irak und würden gemäß eines Beschluss des UN-Sicherheitsrates festgehalten, argumentierte die US-Regierung demnach. In Afghanistan sitzen etwa zehn Minderjährige als "feindliche Kämpfer" in einem Gefängnis unter US-Verwaltung.

Dem Bericht zufolge hielten die USA seit 2002 insgesamt rund 2500 Inhaftierte im Irak, Afghanistan sowie in dem US-Gefangenenlager Guantanamo Bay auf Kuba gefangen, die zum Zeitpunkt ihrer Festnahme jünger als 18 Jahre alt waren.

Im vergangenen Jahr waren demnach im Irak noch 800 Jugendliche in US-Haft. Es sei "schockierend", dass die USA hunderte Jugendliche im Irak und in Afghanistan gefangen hielten, deren Rechte als Kinder nicht geschützt würden, sagte der ACLU-Vorsitzende Jamil Dakwar.

Ein Sprecher des Pentagon bestätigte die genannten Zahlen, machte jedoch keine weiteren Angaben zu dem Bericht. Demnach sind in Guantanamo im Moment keine Minderjährigen inhaftiert, jedoch waren zwei der derzeitigen Gefangenen zum Zeitpunkt ihrer Gefangennahme noch minderjährig. Nach Angaben der US-Regierung werden Minderjährige in der Regel nicht länger als zwölf Monate gefangen gehalten.

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(AFP/odg)