Bei einer Ausstellungseröffnung erinnert US-Botschafter Timken an das, was Amerika für Deutschland tat. Und gibt ganz diplomatisch zu verstehen, dass heute Deutschland auch mal etwas tun sollte.
US-Botschafter William R. Timken jr. hat sich zwei Bilder ausgesucht. Zwei Bilder, die für ihn für Deutschland stehen. Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat ihn eingeladen, die Veranstaltungsreihe "Deutschlandbilder" zu eröffnen, in der Diplomaten ihr ganz persönliches Deutschlandbild entwickeln sollen.
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Berliner Kinder, die einem Rosinenbomber zujubeln (© Foto: dpa)
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Timken hat aus dieser Sammlung nicht das Bild mit dem schaukelnden Gartenzwerg gewählt, auch nicht das Bild vom Konzentrationslager Auschwitz, und nicht das Foto von Weißwürsten und Weizenbier. Er hat sich für seinen Vortrag Bilder ausgesucht, die zu seiner heutigen diplomatischen Mission in der Konrad-Adenauer-Akademie passen. Als Erstes das berühmte Bild der Berliner Kinder, die einem Rosinenbomber zujubeln.
"Dieses Bild spricht Bände über das, was die Amerikaner für Deutschland fühlen", sagt Botschafter Timken in breitem Amerikanisch. Und im rasselnden Ton des Kalten Krieges sagt er: "Stalin meinte, er könnte uns zwingen, die freien Berliner den verhängnisvollen Klauen des russischen Bären zu überlassen".
Die deutsche Simultanübersetzung zischelt aus den Kopfhören. Viele der teils betagten Westberliner, die heute Abend in die Konrad-Adenauer-Akademie gekommen sind, werden sich vielleicht erinnern, dass sie es den Amerikanern zu verdanken haben, nicht im Osten groß geworden zu sein.
Zwei Deutschlandbilder
"Wie stolz die Piloten der Luftbrücke gewesen sein müssen, als es zur Wiedervereinigung Deutschlands kam", leitet Timken zu seinem zweiten Deutschlandbild über, das wieder jubelnde Deutsche zeigt - diesmal beim Mauerfall am Brandenburger Tor 1989.
Präsident George Bush Senior habe den Engländern und Franzosen "rund heraus gesagt, dass alle Deutschen demokratische Freiheit und deshalb ihre Wiedervereinigung bekommen müssen", ruft er die amerikanischen Verdienste bei der Wiedervereinigung ins Gedächtnis - bevor er die Lage in der Gegenwart anspricht.
"Heute sind wir Partner bei der Bestimmung und Durchsetzung einer neuen globalen Vision", sagt Timken. "Eine Vision einer Welt, die durch den selben Glauben an die Demokratie vereint ist." Eine Vision, wie er sie in Berlin heute erfüllt sieht. Und wie er sie wohl gerne anderswo auch erfüllt sähe. Etwa in Afghanistan. Gerne mit mehr Hilfe aus Berlin. Aber das sagt Timken nicht.
Diplomatische Umwege
Carl Graf von Hohenthal, der Moderator der anschließenden Diskussion, versucht den diplomatisch verborgenen Sinn deutlicher zu Tage zu fördern. Ob sich die Amerikaner im Krieg gegen den Terror eine "engere Beziehung" zu Deutschland wünschten? Timken sagt, er hoffe, "Deutschland möge verstehen, dass es sich lohnt, für die Freiheit auch Opfer zu bringen." Worte des Tadels: Aus seinem Munde niemals.
Timken wählt den diplomatischen Umweg über seine Familiengeschichte. Die Generation seiner Familie, die "in der großen Depression sehen musste, wo sie blieb", habe auch nicht geben können, sagt Timken. "Man muss erst lernen zu geben." Auch im Nachkriegsdeutschland habe man nichts zu geben gehabt. "Aber heute ist Deutschland ein reiches Land, das auch geben kann."
Botschafter Timken hat das linke Bein locker überschlagen und kreist mit seinem Fuß. Er ist keiner, der angestrengte Moralpredigten hält. Der erfolgreiche Kugellagerfabrikant aus Ohio, der George W. Bush mehr als 300.000 Dollar für den Wahlkampf spendete und daraufhin den Posten als Botschafter bekam, spricht zwar kein Deutsch und hat auch keine Diplomatenlaufbahn absolviert. Das Geschäft der Diplomatie beherrscht er trotzdem.
Bei den zahlreich erschienenen Rentnern aus den Kreisen rund ums Auswärtige Amt ist seine Message aber nicht ganz angekommen. Oder sie wollten sie nicht hören. Jedenfalls fragen sie Timken lieber zu seiner Meinung zu Russland. Oder zu Afrika. Oder zu Iran.
"Herr Botschafter, ist die Situation zwischen Iran und Israel wirklich so angespannt oder macht Iran nur großes Geschrei?" will ein Greis mit zitternder Stimme wissen. Timken sagt: "Wäre ich Israeli, würde ich die Drohungen sehr ernst nehmen" sagt er. Er meint offenbar: Auch die Deutschen sollten die Drohungen Irans ernster nehmen und nicht nur als Geschrei abtun.
Ein anderer Herr möchte wissen, was sich in Amerikas Verhältnis zu Deutschland mit Hillary Clinton oder Barack Obama im Weißen Haus ändern könnte. Da hebt Timken für einen einzigen Satz die Stimme: "An einem sollten sie keinen Zweifel haben. Für jeden amerikanischen Kandidaten ist die internationale Sicherheitspolitik zentrales Anliegen." Dass ein demokratischer Präsident sich vom Krieg gegen den Terror verabschiedet und damit auch Deutschland nicht länger in die Pflicht nimmt - diese Illusion will Botschafter Timken auf keinen Fall aufkommen lassen.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(sueddeutsche.de/bavo)
"Undercover" bei Paketzusteller GLS
Nix mit Besatzunhg. Seit dem 2+4 Abkommen ist Deutschland souverän. Was das gewährenlassen in unserem Luftraum noch krimineller macht - vgl. Völkerrechtskommentare von randelzhofer und Deiseroth sowie das Pfaff-Urteil des 2 Wehrdienstsendats des Bundesverwaltungsgerichts.
2. Das Hiersein der Amis beruht auf dem NATO-Trupenstatut und dem Zusatzabkommen dazu -ZANTS. Beide sind kündbar, verhandlebat, änderbar usw.- unte zwei Gleichen.
Eine Immunität genießt die USA in Deutschland keineswegs. Es gibt Abkommen und Briefberkehr dazu rund ums ZANTS zur gewwissen eigenen gerichtsbarkeit - aber auch das mit Einschränkungen.
Der Punkt, den ich machen solle: wer "befreit" in Tüddelchen setzt, den mag ich nicht, dabei bleibe ich. . Ob in der Zeit nach 1945 Unrecht hier oder da (da bin ich aucz mal schwammig wie der Forist, der gerne "viel" sagt), also ob es da Unrecht gab danach, ist eine völlig andere Sache. Da ist nichts aufzuwiegen, aufzurechnen.
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liechti:
In keinem Land der Erde wird Besatzung so widerspruchslos hingenommen wie in Deutschland, Das grenzt an Feigheit.
Das ist Feigheit.
Im Nichtangriffspakt von 1939 verpflichteten sich das Deutsche Reich und die Sowjetunion einander nicht anzugreifen. 1941 griff Deutschland die Sowjetunion doch an und in der Sowjetunion gab es Planspiele zum Angriff auf das Deutsche Reich.
Wenn Sie wollen können wir weitere mE beliebig viele gebrochene Verträge von nahezu jedem Land auf dieser Erde herauskramen. Und?
Die USA sind ein Land unter vielen. Angefangen bei den alten Sumeren und die USA werden nicht die letzte Weltmacht sein. Und?
Was wollen Sie denn beweisen? Und wofür? Meinen Sie die Russen sind ein Deut besser als die Amis? Oder die Chinesen? Oder oder oder...
Es geht um Macht und um Geld. Und dafür tun Menschen ALLES. Egal ob es Amis sind, Indianer, Russen, Chinesen, Deutsche, Juden, Pakistani, Pashtunen, Zulu etc. es sind Menschen. Keiner ist besser als der andere, nur ab und zu ist einer eben gegenüber den anderen im Vorteil. Mal die Sumerer, dann die Baylonier, die Ägypter, die Griechen (jedenfalls einige von denen), die Römer, die Franken, die Spanier, die Mongolen, etc. etc.. Und?
Ist für Sie der Genozid an den nordamerikanischen Indianern etwas Schlimmeres als der Genoziod an den südamerikanischen Indianern, ist er Schlimmer als andere Genozide in der Menscheitsgeschichte? Worin besteht Ihr Maß? bodycount dividiert durch die Anzahl der seit dem Verbrechen vergangenen Jahre potenziert mit dem Dokumentationsgrad? Oder geht es vielmehr um: Gegen die USA - um den Preis jeden vernünftigen Argumentes?
Ideologie nenne ich so etwas und wohin diese führt sieht man derzeit an vielen Stellen dieser Erde - mit und ohne Beihilfe der USA.
Die Karawane zieht weiter
die Amis täten alles immer nur aus reinem Eigeninteresse. Das ist ja eine These, über die man diskutieren kann, aber dann bitte auch auf die anderen Länder anwenden, sonst wird's lächerlich. Also: Handeln Staaten immer nur aus Eigeninteresse? Die Diskussion ist eröffnet.
Paging