Angeblich galt der US-Angriff auf syrischem Gebiet einem Al-Qaida-Versteck, doch die Attacke hatte ein zweites Ziel: Syriens Präsident Assad sollte sie als politischen Warnschuss verstehen.
Der Angriff war spektakulär wie in einem Hollywood-Film und mindestens ebenso blutig: Schwerbewaffnete US-Kommandos in vier Hubschraubern überflogen die irakisch-syrische Grenze, stürmten ein grenznahes Haus in einem Dorf und erschossen mindestens acht Menschen.
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Angeblich galt die Attacke einem Al-Qaida-Versteck: Syrien ist bekannt als Drehscheibe und Basis für Militante aus anderen arabischen Staaten, die zum Heiligen Krieg in den benachbarten Irak einsickern wollen.
Der amerikanische Angriff hatte aber erkennbar ein zweites Ziel: Die erste US-Attacke auf syrischem Staatsgebiet war ein politischer Warnschuss in Richtung Damaskus. Angesichts der Toten - unter ihnen sind nach syrischen Angaben auch Kinder - mag dies geschmacklos klingen. Es trifft dennoch den Kern: Mit ihrem mit Sicherheit von oberster militärischer und politischer Stelle genehmigten Überfall auf das angebliche Al-Qaida-Versteck haben die Amerikaner eine klare Botschaft nach Damaskus geschickt. Präsident Baschar el-Assad soll verhindern, dass weiterhin Untergrundkämpfer über Syrien nach Irak geschleust werden. Wenn nicht, muss er die Konsequenzen tragen.
Das Thema des Dschihadi-Grenzverkehrs aus Syrien nach Irak ist alt: Unbestreitbar sickert seit Kriegsbeginn 2003 ein großer Teil der Militanten über die Hunderte Kilometer lange syrisch-irakische Grenze in das Kriegsgebiet ein. Der Flughafen Damaskus ist seit langem bekannt als eine vom syrischen Geheimdienst gemanagte Drehscheibe für Untergrundkämpfer aus der gesamten arabischen und islamischen Welt. Zwar hat die syrische Führung - zumindest nach außen hin - versucht, diesen Grenzverkehr zu unterbinden. Offenbar schenkt man den syrischen Beteuerungen in Washington aber keinen Glauben mehr.
Jetzt stellt sich die Frage der syrischen Reaktion. Für Präsident Assad, der sich in den vergangenen Monaten im Aufwind fühlte und wieder internationale Anerkennung gefunden hat, ist das amerikanische Vorgehen demütigend. Immerhin haben die US-Soldaten das Territorium eines souveränen Staates verletzt und dabei - möglicherweise - nicht nur Terroristen, sondern auch friedliche syrische Bürger getötet. Und sie haben mit ihrem Kommando-Angriff zugleich gezeigt, dass sie Syrien als Militärmacht nicht ernst nehmen.
Eine militärische Handhabe gegen die US-Truppen hat Syriens veraltete Achtziger-Jahre-Armee nicht. Präsident Assad kann nun den Knochen schlucken und seine Grenzen nach Irak für die Dschihadis halbwegs wirkungsvoll sperren. Er kann aber auch das Gegenteil tun: Er kann den Krieg im Irak aufs Neue anheizen. Dann hätten die Amerikaner das Gegenteil dessen erreicht, was sie im Sinn haben. Verlieren dabei würde allerdings auch Assad.
Dank seiner geheimen Friedensgespräche mit Israel wird er inzwischen wieder auf die internationale Politik-Bühne geladen, ist er ein halbwegs gerngesehener Gast auf Gipfeltreffen. Reagiert der Syrer nun falsch, könnte er sich sehr rasch wieder in der Isolation der vergangenen Jahre wiederfinden.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
- Militäreinsatz in Syrien USA bestätigen Angriff 27.10.2008
- Syrien Acht Tote nach US-Angriff 26.10.2008
(sueddeutsche.de/gba)
Staatsbesuch in Israel
an die amerikanischen Wähler.
Wir sind im Krieg, wählt keinen Moslem zum Präsidenten.
Die Republikaner erzählen doch ihren Bürgern vom Lande, dass Obama Moslem wäre...
Wird es nutzen?
Kaum.
Es gibt einen Höheren, der seine Rechnung mit Bush und den Reps begleichen will.
Kommentare von tinus sind in aller regel derart absurd, dass sie eigentlich gar keiner Antwort bedürfen. Auch wenn ich selbst mich grade nicht daran gehalten habe. ;-)
Ist das eigentlich ihre Lieblingsmasche, jeden der ihnen nicht passt als "Lügner" zu bezeichnen? "Haben sie keine Argumente?" :-)
Ich erinnere mich noch gut wie sie mich einen Lügner nannten, weil ich schrieb, dass die USA die Taliban unterstützt haben. Erinnern sie sich auch noch? :-) Zwanzig Minuten und einige Belehrungen durch andere Foristen später schrieben sie dann plötzlich, dass sie das selbstverständlich schon immer gewusst hätten. Soviel zum Thema "Lüge" und "Glaubwürdigkeit". :-)
Sie vielleicht.
wahrheitsliebender meint, dass der Wert des Menschen von der Zufälligkeit seiner Geburt an einem Ort oder in ein Volk hinein abhängt.
Zu den Minderwertigen zählt er/sie sich dabei offenbar nicht.
Ihre Frage nach meiner Zugehörigkeit zu den Übermenschen ist in Bezug auf meinen vorigen Beitrag reichlich sinnlos und bedarf daher auch keiner Antwort.
Das ist eine glatte Lüge, die sie über wahrheitliebender schreiben. Das hat er nicht im geringsten so geschrieben und auch nie gemeint. Und das wissen sie selber genau. Warum schreiben sie also solche Lügen? Haben sie keinerlei Argumente?
Paging