Das Bundesverwaltungsgericht hat das grob verkannt; es hat ein krasses Fehlurteil gefällt. Nun muss das Bundesverfassungsgericht die Dinge wieder ins Lot bringen und dem Verfassungsschutz seine Aufgabe erklären: Er soll Gruppierungen beobachten, die auf einen Umsturz hinarbeiten, und Parteien observieren, die ihre Ziele nicht mit demokratischen Mitteln, sondern irregulär und gewaltsam durchsetzen wollen. Nicht mehr, nicht weniger.
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Wenn schon das Wort "demokratischer Sozialismus" beim Verfassungsschutz Alarm auslöst, dann müsste auch die SPD beobachtet werden; denn Wort und Ziel finden sich auch im deren Programm. Wenn schon partielles Missfallen am Grundgesetz Alarm auslöst, müsste auch Wolfgang Schäuble beobachtet werden; er hat oft genug gefordert, das Grundgesetz zu ändern, um den Einsatz der Bundeswehr im Inneren zu ermöglichen. Und wenn eine Forderung nach Vergesellschaftung von Grund und Boden, Naturschätzen und Produktionsmitteln Alarm auslöst, dann müsste gar das Grundgesetz selbst für verfassungsfeindlich erklärt werden - denn diese Vergesellschaftung wird von Artikel 15 Grundgesetz ermöglicht.
Es gab einmal eine Zeit, in der die Verfassungsschützer sogar einen späteren Bundespräsidenten überwacht haben; es war Gustav Heinemann. Aber der Kalte Krieg ist lang vorbei. Manchmal hat man den Eindruck, der Verfassungsschutz (samt Bundesverwaltungsgericht) muss das noch lernen. Vielleicht lernt er es, wenn er beginnt, seine eigene Vergangenheit aufzuarbeiten.
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(SZ vom 22.07.2010/segi/pfau)
Wenn man diesen Beitrag gesehen hat, fragt man sich warum die CDU so etwas duldet.
http://www.youtube.com/watch?v=Hrhdrr3VqzE
Offenbar macht man sich dort keine allzu großen Sorgen, was die Beobachtung prominenter CDU-Mitglieder durch den Verfassungsschutz anbetrifft.
Ansonsten kann ich Herrn Prantl nur zustimmen. Er trägt den Titel "König der Leitartikler" völlig zu Recht.
Zum Menschenhandel, @ choepel, gehören mindestens 2.
Etwas zur Geschichte:
"Seit den 50 er Jahren bemühten sich Angehörige, Kirchen und private Organisationen, die Freilassung von politischen Gefangenen in der DDR auf unter-schiedlichen Wegen zu erreichen. Jedoch erst Ende 1962 häuften sich Hinweise, dass die DDR-Regierung zur Freilassung von politischen Häftlingen in größerem Umfang gegen materielle Leistungen durch die Bundesrepublik bereit war.
1963 – zu einem Zeitpunkt, als Bonn noch keine offiziellen Beziehungen zu Ost-Berlin unterhielt – kam es dann auf Betreiben des damaligen Bundesministers für gesamtdeutsche Fragen, Rainer Barzel (CDU, K.) zum ersten »Geschäft« dieser Art. Acht politische Häftlinge wurden zu einem für jeden Gefangenen gesondert ausgehandelten Preis durch die Bundesrepublik Deutschland freigekauft." (http://www.stiftung-aufarbeitung.de/downloads/pdf/freikauf.pdf)
Abgewickelt wurden die 1963 begonnenen Häftlings-Freikäufe durch die beiden Kirchen.
Der Freikauf half, die DDR finanziell länger am Leben zu halten. Deshalb hatten Honecker und Co. (hier besonders der Beste Schüler (Mielke) des Besten Schülers (Berija) des Genossen Volksmörders (Stalin) ein Interesse, dass es stets reichlich nicht nur politische Gefangene „zu verkaufen“ gab. (Das politische Strafrecht (seit 1968) bediente auch diese "Herausforderung".)
Es ist zynisch, wenn der Menschenhandel verurteilt wird und man zugleich Handelspartner war.
Es gab mehrere Möglichkeiten die DDR zu verlassen:
1. Ausreiseantrag - mit zumeist mit eingeplanten und ungeplanten Folgen.
2. FluchtVERSUCH - um über den Stasi-Knast "verkauft" zu werden. Die Variante war in doppelter Hinsicht todsicher, denn es hat vielen das Leben gekostet.
3. Sich kriminalisieren lassen - siehe auch 2.
Die genannten Möglichkeiten bedienten den Menschenhandel und es gibt nicht wenige, die sich für eine dieser Möglichkeiten BEWUSST entschieden haben.
Dies sagt aber noch nichts über die Gründe aus, warum sie das Land verlassen wollten.
Freunde von mir mussten es verlassen:
- sie hatten NUR die Wahl zwischen Haftstrafe oder Ausreise
- um ihre Kinder zu schützen, die zunehmend isoliert wurden (Kindergarten, Spielplatz, Schule).
die Alliierten nach Weltkrieg II nicht 20 Jahre gewartet haben bis die zig Millionen der übrig gebliebenen Deutschen sich alle in Christdemokraten gewandelt hatten . Die haben dem Adenauer einfach schon nach paar Jahren geglaubt , die seien brauchbare , christlich geläuterte Demokraten , und haben das Go ! für die Gründung der Bundesrepublik gegeben .
Unsere "lieben Brüder und Schwestern drüben" hatten leider nicht dieses Glück mit den Russen ...
Nun ja , schneemoser ...- die ganz harte Sklaverei hat "Die Große Freiheit" , die "Unsichtbare Hand" , das System für den "Freien Menschen" , für uns Glücklichen ja weit nach Osten verlagert , dahin , wo "der" Mensch für uns die Hemden und Schuhe für 50 Cent die Stunde nähen darf , in übersichtlichen Hallen mit 2oo weiteren Sklaven ...
wers nicht glaubt hier ist es schwarz auf weiss:
http://www.fas-schoenberg.com/13august/Linke-rechtsidentisch-SED.html
Erst wenn diese "Rechtsidentität" aufgegeben wird und
erst wenn das Vermögen der SED
erst wenn das Vermögen deren Organe wie der Staatssicherheit
erst wenn dieses durch Gier zusammengetragene Vermögen
als Wiedergutmachung für diejenigen verwendet wird,
denen unendlicher Schaden an Leib und Seele zugefügt wurde,
die in Gefängnisse verbracht wurden und gefoltert,
die teilweise traumatisiert sind bis an ihr Lebensende,
deren Familien und Kinder noch heute unter den Folgen leiden,
erst wenn diese Wiedergutmachung durch DIE LINKE
eine Realität wird
und durch diese Anerkennung des Unrechts Abbitte getan wird
erst dann
mag man
von einem Umkehrprozess
und von Erneuerung
und von Demokratisierung
für diese Partei
eines behaupteten "Friedens"
und behaupteter "sozialer Gerechtigkeit"
anfangen nachzudenken.
erst dann
wenn die Abkehr vom "Systemwechsel" durch Taten sichtbar wird.
Das wird der Demokratie-Maßstab sein für DIE LINKE, ihre Mitglieder und ihre obersten Funktionäre: Gregor Gysi, LaFontaine, Klaus Ernst, Gesine Lötzsch, Katja Kipping, Halina Wawzyniak, Sahra Wagenknecht, Heinz Bierbaum, Werner Dreibus, Caren Lay, Raju Sharma - vor allem wenn sie sich der Verbrechen erinnern, die die SED in "Rechtsidentität" mit DIE LINKE hervorgebracht hat: Rechtsbeugung, Tötung, Menschenhandel, Menschenrechtsverletzungen in erheblichen Umfang, Vorteilsnahme und Betrug am Volk.
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