Der Verfassungsschutz darf Scientology weiter überwachen: Nach einem Gerichtsurteil verfolgt die umstrittene Organisation verfassungswidrige Ziele.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz darf Scientology auch künftig beobachten. Die umstrittene Organisation scheiterte mit einer Unterlassungsklage. Nach Ansicht der Richter gibt es "tatsächliche Anhaltspunkte" dafür, dass Scientology eine verfassungswidrige Grundordnung anstrebe.
Polizisten vor dem Scientology-Zentrum in Berlin-Charlottenburg: Die Organisation bleibt im Blickfeld des Staats. (© Foto: ddp)
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In einer Gesellschaft nach den Vorstellungen der Organisation würden dem Gericht zufolge zentrale Verfassungswerte wie Menschenwürde und das Recht auf Gleichbehandlung außer Kraft gesetzt oder eingeschränkt. Insbesondere bestehe der Verdacht, dass in einer scientologischen Gesellschaft nur Mitgliedern der Organisation staatsbürgerliche Rechte zustehen sollten.
Damit unterlag Scientology auch in zweiter Instanz beim Versuch, die bereits seit 1997 andauernde nachrichtendienstliche Beobachtung gerichtlich verbieten zu lassen.
Scientology: Nicht als Kirche anerkannt
Die umstrittene Organisation, die sich selbst als Kirche versteht, wird in Deutschland nicht als Religionsgemeinschaft anerkannt. Sekten-Experten werfen Scientology vor, ihre Anhänger psychisch und finanziell abhängig zu machen.
Dem Urteil war eine mehrstündige mündliche Verhandlung vorausgegangen. Darin hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz als Vertreter der beklagten Bundesrepublik Deutschland die Überwachung verteidigt.
Es gebe bei Scientology weiterhin verfassungsfeindliche Bestrebungen sowie Verstöße gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung. Die Kläger sprachen hingegen von behördlicher "Willkür".
Eine Revision ließ das Gericht nicht zu. Scientology will jedoch nach Angaben eines Anwalts der Organisation gegen diese Entscheidung Beschwerde einlegen.
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(AP/dpa/maru/gba)
Reiseknigge: Türkei
Ich kann Deine Gedanken nachvollziehen. Den letzten Absatz könnte sogar ich geschrieben haben.
Ich bin informiert: Scientologen zahlen in München 60 Euro im Jahr Mitgliedsbeitrag. Der Rest richtet sich danach, ob und welche Leistung sie in Anspruch nehmen.
Im Artikel steht auch: "Die Sektenexperten werfen den Scientologen vor, ihre Anhänger psychisch und finanziell abhängig zu machen."
Ich kenne ein historisches Foto, auf dem Hitler mit zwei Kardinälen in Shake Hands Pose abgebildet ist und ihre Mundwinkel bis zu den Ohren reichen. Das war das Foto zum Vertragsabschluss die historische Neuerung von der Du gesprochen hast. Seit dem ist der Staat verpflichtet die Kirchensteuer einzukassieren. Aufgrund dieses Vertrags sind die christlichen Kirchen Deutschlands die reichsten der Welt. Das Finanzamt muss heute noch danach handeln.
Finanziell abhängig ist man, wenn man bspw. nur eine Einkommensquelle hat (und sonst keinen Rückhalt). Oder wenn man sich verpflichtet hat, jeden Monat etwas zu zahlen.
Bei den christlichen Kirchen wird man getauft usw. und später ist man automatisch monatlich Zahlender. Man kann austreten oder es wird ein festgelegter Anteil vom Gehalt eingezogen. Das ist ein gewisser psychischer Druck und eine Abhängigkeit, wenn man christlich aufgewachsen ist ... in der Schule ein Kreuz an der Wand hängt ... die Tante es nicht wissen sollte ...
Das ist meine Meinung dazu. Das Problem sehe ich eigentlich darin, dass man das Gewohnte bewusst anschauen muss, sonst fallen einem solche Sachen erst gar nicht auf. Bei neuen Sachen springt einem jede Kleinigkeit ins Auge, v.a. wenn sie sich vom Gewohnten Bild unterscheidet.
bitte such bei google nach
"operation snow white"
Scientology wurde da nachgewiesen das sie geheime Dokumente aus oeffentlichen Einrichtungen geklaut haben und abhoereinrichtungen installiert haben.
Dei Leute sind keine verdrehte Religionsgemeinschaft ueber die man laecheln sollte:
Die jagen ihren Kritikern Privatdetektive auf den Hals und schrecken auch vor Einbruch nicht zurueck.
Ich kopiere das von Wikipedia aber jeder kann das selbst verifizieren:
Operation Snow White was the Church of Scientology's name for a project during the 1970s to purge unfavorable records about Scientology and its founder L. Ron Hubbard. This project included a series of infiltrations and thefts from 136 government agencies, foreign embassies and consulates, as well as private organizations critical of Scientology, carried out by Church members; the single largest infiltration of the United States government in history with up to 5,000 covert agents.
Solche Leute sollte man IMHO prizipell beobachten.
Nun, es gibt das schon Überschneidungen (ST ist schon schlau angelegt) ich würde sagen daß der größte Unterschied wohl der ist, daß einem eine Mitgliedschaft bei den Christen/Juden/Moslems/Budhhisten/Hindus/etcs in der Regel nicht zigtausend Euro im Monat/Jahr kostet um dubiose Bewußtseinsniveaus zu erreiche. In der Regel haben alle großen Religionen gemeinsam daß Mitgliedschaft kostenlos ist. Ja, es gibt in Deutschland die Kirchensteuer aber das war eine historische Neuerung die es eigentlich in der Form sonst nicht gibt.
Und bei den meisten Religionen muß man normalerweise nicht den Namen/Wohnsitz/Bekanntenkreis wechseln wenn man aus dem Club raus will.
Ich sehe das so wie mit manchen Chemikalien die wir Menschen in Umlauf bringen - es dauert oft lange und ist schwierig es nachzuweisen, aber in vielen Fällen findet man früher oder später den Beweis, daß es gefährlich ist. DDT war am Anfag auch DAS todsichere Mittel...
Mir ist nichts bekannt, dass in den 10 Jahren Überwachung etwas strafrechtlich Relevantes entdeckt wurde.
Ich lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.
Ich würde gerne wissen, was diese "tatsächlichen Anhaltspunkte" sind?
Die Bibel kann man in alle möglichen Richtungen auslegen oder wörtlich nehmen. Man denke nur an "Aug' um Aug' Zahn um Zahn." So etwas könnte man auch als Grund für eine Überwachung der christlichen Gemeinden hernehmen aber das wäre doch verrückt!
Mir macht dieses Vorgehen gegen Scientology keinen Sinn! Oder kenne ich da etwas Schreckliches nicht, das die evangelische und die katholische Kirche nicht hunderte Male gemacht haben?
Ich will eigentlich nichts gegen diese etablierten Kirchen sagen, aber die Sektenpfarrer sind echt verbohrt und verbissen. Die nehmen den Mund etwas zu voll. Die sollen doch eine Kehrmaschine nehmen und vor der eigenen Tür kehren!
Wie der Anwalt von Scientology ganz richtig sagte, handelt es sich bei dem Urteil um ein politisches Urteil. Hier wird der Inlandsspionagedienst von den etablierten Mächten eindeutig als Diskriminierunginstrument missbraucht. Die angebliche Verfassungsfeindlichkeit ließe sich genauso bei unseren Amtskirchen zusammenschustern. Es gibt genügend entsprechende Bibelzitate, ganz zu schweigen von den antisemitischen Äußerungen eines Martin Luthers. Haben wir eigentlich noch einen funktionierendn Rechtsstaat in Deutschland oder muss sich der Bürger jegliche staatliche Willkür gefallen lassen? Diskriminierung nur weil man nicht den "richtigen" Glauben hat!
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