Im Stuttgarter Terrorprozess wegen eines geplanten Anschlags auf den früheren irakischen Ministerpräsidenten Ijad Allawi sind die drei Angeklagten zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Nach mehr als zwei Jahren Verhandlungsdauer hat das Oberlanbdesgericht Stuttgart drei Anhänger der islamistischen Terrorgruppe Ansar al-Islam zu langjährigen Haftstrafen verurteilt.

Der Angeklagte Mazen H. geht im Hochsicherheitssaal des Oberlandesgerichtes Stuttgart zur Anklagebank. (© Foto: ddp)

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Der Hauptangeklagte Ata R. erhielt eine Gefängnisstrafe von zehn Jahren, die beiden Mitangeklagten Angeklagten Mazen A.H. und Rafik Y. siebeneinhalb beziehungsweise acht Jahren Haft wegen Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung in Tateinheit mit versuchter Beteiligung an einem Mord.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die drei Angeklagten einen Anschlag auf den früheren irakischen Ministerpräsidenten Ijad Allawi bei dessen Berlin-Besuch im Jahr 2004 geplant hatten.

Die Bundesanwaltschaft hatte jeweils etwas höhere Strafen beantragt: elf Jahre für Ata R. Und jeweils acht Jahre und neun Monate für die beiden anderen. Die Anwälte der drei Angeklagten beantragten Freispruch. Sie hatten die Vorwürfe zurückgewiesen.

Nach 141 Verhandlungstagen und mehr als zwei Jahren Verhandlungsdauer war vergangene Woche die Beweisaufnahme abgeschlossen worden. Anti-Terror-Einheiten hatten die drei Iraker am 3. Dezember 2004 festgenommen. Das Attentat sollte bei einer Veranstaltung während des Deutschlandbesuchs des damaligen irakischen Regierungschefs Allawi verübt werden.

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(AP/AFP/dpa/woja)