Der ehemalige NPD-Schatzmeister Erwin Kemna muss wegen Veruntreuung von Parteigeldern ins Gefängnis. Mit dem Geld wollte er sein Küchenstudio retten.
Wegen Untreue ist der langjährige NPD-Schatzmeister Erwin Kemna am Freitag vom Landgericht Münster zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt worden.
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Erwin Kemna wollte mit veruntreutem NDP-Parteigeld sein Küchenstudio retten (© Foto: AP)
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Der 57-Jährige hatte zu Prozessbeginn eingeräumt, 700.000 Euro von Konten der NPD abgezweigt zu haben, um sein vor der Pleite stehendes Küchenstudio zu retten. Das Gericht hatte Kemna bereits in Aussicht gestellt, dass ihm im Falle eines Geständnisses nicht mehr als drei Jahre Haft drohen würden.
Die Staatsanwaltschaft hatte dem NPD-Funktionär gewerbsmäßige Untreue in 80 Fällen mit einem Volumen von rund 741.000 Euro vorgeworfen. Gegen den bereits seit sieben Monaten in Untersuchungshaft sitzenden Kemna forderte Staatsanwalt Michael Kruse eine Gesamtstrafe von drei Jahren und sechs Monaten.
Kemna habe eine erhebliche kriminelle Energie an den Tag gelegt und eine große Summe veruntreut, sagte Staatsanwalt Michael Kruse. Kemnas Verteidiger hatte auf eine "angemessene, aber deutlich unter dem Strafmaß der Staatsanwaltschaft liegende Gesamtstrafe" plädiert. Kemna hatte das Geld von Konten der Partei in zahlreichen Einzelbeträgen auf seine Privat- und Geschäftskonten abgezweigt. Der 57-Jährige verfügte laut Staatsanwaltschaft über ein Dutzend verschiedener Konten.
Der NPD-Funktionär war am 7. Februar im münsterländischen Ladbergen festgenommen worden. Bis zum Prozessauftakt hatte er den Vorwurf der Untreue immer bestritten. Am Freitag erklärte er, seine Taten zu bedauern. Er habe stets den festen Vorsatz gehabt, das Geld zurückzuzahlen.
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(AP/beu)
Bundespräsident Gauck
Naja gut, NPD-Geld ist im Küchenstudio besser angelegt als in Aufmärschen, Propagandamaterial etc. Aber andererseits: NPD - Küchenstudio - Frauen - Herd - Mutterkreuz ... Das war gar keine Veruntreuung! Einfach nur ganz subtiler Wahlkampf!
trifft ja keinen Armen. Es ist doch spannend zu hören, wie reich die in Wirklichkeit schon sind. Da sollte man sich tatsächlich nicht über das Gehabe der muslimischen?) kurdischen
Vergnügungssteuereintreiber wundern. Was bei einem Recht ist, ist dem Anderem billig. Und die Musik spielt dazu.
Der frühere NPD-Schatzmeister ist nur einer von vielen verurteilten Politikern.
Der SPD-Bundestagsabgeordnete Weigel aus Sachsen zum Beispiel wurde wegen Betruges ausgerechnet zu Lasten der Bundesanstalt für Arbeit letztes Jahr verurteilt. Kurz darauf wurde er in der SPD sogar noch zum Kreisvorsitzenden in Zwickau gewählt - auch sein Mandat hat er nach wie vor inne. Offenbar schämt sich Weigel nicht, Kürzungen zu Lasten der HartzIV-Empfänger zuzustimmen, selbst aber diese Kassen durch einen Betrug um einen 5stelligen Betrag zu schädigen!
. . . der Kanther hat die Kohle ja nur vorübergehend dem Zugriff seiner Partei entzogen und beim Fürsten angelegt, sozusagen als Zeichen des guten Willens des vierten Reiches - insofern war das Gerstl ja nicht wirklich weg, es war nur nicht da . . .
... absolut großartig, NPD-Parteigelder in Küchenstudios fließen zu lassen! Da ist es alle mal besser aufgehoben, als in Parteiflyern und Nazimusik.
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