Einige Mitarbeiter des Bundespräsidenten wollen gehen - angeblich auch, weil sie mit Köhlers Arbeitsweise unzufrieden sind.
Im Amt von Bundespräsident Horst Köhler herrscht seit einigen Monaten große personelle Unruhe und Unzufriedenheit. Zahlreiche leitende Mitarbeiter im Bundespräsidialamt haben sich deshalb andernorts um Anstellungen bemüht und ihre Posten aufgegeben. Dazu gehört der bisherige Sprecher des Bundespräsidialamts, Martin Kothé.
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Bundespräsident Köhler konzentriere sich zu sehr auf die internationalen Aspekte seiner Arbeit, Vorschläge für innenpolitische Themen fänden kaum Anklang, klagen Kritiker. (© Foto: dpa)
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Kothé, der nach der Wahl Köhlers seine Aufgabe als Sprecher der Bundes-FDP aufgegeben und die Leitung der Pressestelle im Bundespräsidialamt übernommen hatte, wird im Mai einen Posten in der Wirtschaft übernehmen. Gründe dafür nannte er bislang nicht.
Kothé sagte nur, er blicke zurück "auf sechs Jahre enger, vertrauensvoller und spannender Arbeit" an der Seite des Bundespräsidenten. Er habe viel von diesem gelernt und bleibe ihm verbunden. Er sei dem Präsidenten auch "dankbar für sein Verständnis", dass er sich jetzt neuen Aufgaben stellen wolle.
Inzwischen wurde aber auch publik, dass andere Referats- und Abteilungsleiter neue Posten außerhalb des Präsidialamts anstreben oder bereits übernommen haben. In der Behörde selbst ist von schlechter Stimmung und Unzufriedenheit der Beschäftigten die Rede. Ausdrücklich widersprochen wurde Spekulationen, die Amtsführung und der Stil des obersten Beamten im Bundespräsidialamt, Hans-Jürgen Wolff, sei der alleinige Grund der grassierenden Unzufriedenheit.
Zwar pflege Wolff einen nicht allen Beschäftigten immer angenehmen Stil. Doch bislang sei allein das Verhältnis zwischen Kothé und Wolff äußerst konfliktreich gewesen. Wolff war bis vergangenen Herbst Chef der Inlandsabteilung des Bundespräsidialamts und rückte dann an die Spitze vor. Seither habe es zwischen beiden Meinungsverschiedenheiten und Eifersüchteleien gegeben, hieß es aus Kreisen des Amtes. Von "Hahnenkämpfen" war die Rede, die die ohnehin gedrückte Stimmung im Haus nicht verbessert hätten.
Unzutreffend seien auch Spekulationen, wonach Wolff den Zugang anderer Mitarbeiter zum Bundespräsidenten generell beschneide und ihnen die Teilnahme an Routine- oder Fachbesprechungen versperre.
Als eine Ursache der Unzufriedenheit wurde die Amtsführung und der Stil des Bundespräsidenten selbst genannt. Köhler konzentriere sich sehr auf internationale Aspekte seiner Arbeit, Vorschläge für innenpolitische Themen und Auftritte fänden aber kaum Anklang, hieß es.
Köhler hatte zu seinem Amtsantritt vor sechs Jahren angekündigt, ein offener und notfalls auch "unbequemer" Bundespräsident sein zu wollen und sich in ihm wichtig erscheinende Debatten einzumischen. In seiner ersten Amtszeit hatte er sich oft zu Wort gemeldet, auch mit kritischen Worten an die frühere rot-grüne Koalition unter Kanzler Gerhard Schröder und die große Koalition von Angela Merkel. Seit seiner Wiederwahl im Mai vergangenen Jahres hat er sich zu großen innenpolitischen Themen - etwa den trotz hoher Staatsschulden geplanten Steuersenkungen oder der zuletzt heftigen Sozialstaatsdebatte - noch nicht geäußert.
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(SZ vom 15.03.2010/dmo)
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Es wäre ja nicht ganz ausgeschlossen, dass Köhlers Kritik an den Banken bei den FDP - Leuten nicht sonderlich gut angekommen ist. Man stelle sich doch nur vor, welche Gespräche Westerwelle in der Vergangenheit bei seinen " Vorträgen" in Bankerkreisen geführt haben musste. Man wird ja bei dieser Klientel so ohne weiteres nicht begreifen, wieso einer der ihren den Bankern mit seinen scharfen Angriffen so in den Rücken gefallen ist. Bei den atemberaubenden Provinzpossen, welche die " Wunschpartner" so aufführen, kann es einem aber auch die Sprache verschlagen. Immerhin jammert ja auch die Gilde der Wirtschaftsgranden über die Laienspielschar. Und setzt sich dem Verdacht aus, selbst auch keine vernünftiges Personal zu haben, dass seiner Aufgabe gerecht wird. Wie wollen es den die Figuren erklären, dass ihre eigene Klientel so famos versagt?
es soll zwar an eine Wahl mit einem Ergebnis gegeben haben. Gewählt wurde aber scheinbar ein Phantom, eine virtuelle Existenz, die sich danach vollständig dieser Wirklichkeitebene entzogen hat.
Ich würde folgendes Experiment vorschlagen:
die Zahlungen an den "Präsidenten" stoppen und schauen was passiert. Sollte keine Reaktion erfolgen, spart der Staat eine Menge Geld. Gibt es eine Reaktion, haben wir noch einen Präsidenten.
Ein tolles Amt für einen , wie Sindimindi es ausdrückt,
"Grüßaugust" mit bester lebenslanger Besoldung .
Da kann bei einen Eckrentner schon Neid aufkommen.
Allerdings sei die Frage erlaubt, warum wir uns so etwas leisten müssen. Das Amt ist überflüssig wie ein Kropf inclusiv der gesamten dazu gehörigen Behörde.
Diese "hoheitlichen Aufgaben" solten vom Kanzleramt und dem Bundestagspräsidenten wahrgenommen werden.
Köhler hätte sich schon längst kritisch in der Sozialstaatsdebatte äußern können - er hat es nicht gemacht.Warum nur? Für mich hat er viel von einem "Grüßaugust" - gern gesehen, aber eigentlich überflüssig! Ein politischer, bisweilen sehr unbequemer Präsident, war für mich der bald 90-jährige Richard v. Weizsäcker. Seither ist das Niveau stetig gefallen.Allerdings muss zur Ehrenrettung der Nachfolger gesagt werden, dass die Messlatte auch sehr hoch lag.
Beliebt könnte sich Köhler bei mir machen, wenn er endlich einmal die eigene Versorgung in Frage stellen würde: Nach dem Amt (egal ob nach fünf oder zehn Jahren) erhält der Bundespräsident den sogenannten Ehrensold.Was sich militärisch bescheiden anhört, ist die luxuriöseste Altersversorgung der Republik: Das volle Nettogehalt, derzeit etwa 16.000 uro im Monat, bis zum Lebensende! Walter Scheel(FDP) kassiert schon seit 1979 seine Luxusrente! Da können Eckrentner nur von träumen: obwohl 30 oder 40 Jahre eingezahlt, langt es meist nur zu 1200-1500 uro im Monat.Muss da nicht mal ein "Ruck" durch Deutschland gehen?
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