Die EU verschärft ihre Sanktionen gegen Syriens Machthaber, auch die Arabische Liga fordert Assad auf, die Macht an eine Übergangsregierung abzugeben. Russland dagegen will nach einem Medienbericht Kampfjets an Syrien liefern - und unterläuft so die Pläne der internationalen Gemeinschaft, das Regime zu isolieren. Gleichzeitig spricht Moskau jedoch erstmals von einem möglichen Ende der Unterstützung des Regimes.
Ob im Westen oder in der arabischen Welt: Das Regime von Baschar al-Assad ist angesichts des brutalen Vorgehens gegen Oppositionelle im Land immer stärker international isoliert. Nur ganz wenige Verbündete stehen noch an der Seite der Regierung in Damaskus. Der wichtigste Partner Syriens ist neben Iran nach wie vor: Russland - und das vor allem wegen Rüstungslieferungen.
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Als Zeichen der Unterstützung für Syrien will Russland jetzt offenbar weitere Kampfjets nach Syrien verkaufen. Wie die russische Tageszeitung Kommersant berichtet, sehe der bereits unterzeichnete Rüstungsdeal im Umfang von 550 Millionen Dollar (etwa 425 Millionen Euro) die Lieferung von 36 Übungs- und leichten Kampfjets des Typs Jak-130 vor. Eine Quelle nannte das Blatt nicht.
Sollte sich der Deal bestätigen, würde sich Moskau damit offen gegen internationale Bemühungen stellen, den Druck auf das Assad-Regime zu erhöhen. Erst am Montag hatte die EU weitere Sanktionen gegen Syrien beschlossen.
Unterdessen sprach Moskau jedoch zum ersten Mal über ein mögliches Ende der Unterstützung für den syrischen Präsidenten. "Unser Veto gegen die Resolution im UN-Sicherheitsrat war das letzte Instrument, um Assad es zu ermöglichen, den Status Quo auf der internationalen Bühne zu bewahren", sagte der Afrika- und Nahost-Beauftragte von Präsident Dmitri Medwedew, Michail Margelow. Russland habe mit seinem Veto eine klare Botschaft gesandt. Nun aber seien alle Möglichkeiten erschöpft. Assad sollte die Position Russlands nicht falsch verstehen. "Reformen, ein Ende der Gewalt, freie Wahlen. Das ist es, was die syrische Führung umsetzen sollte - jetzt und heute", sagte Margelow.
Unterdessen schwindet auch in der arabischen Welt die Unterstützung für Assad: Die Arabische Liga hat den syrischen Präsidenten erstmals unmissverständlich zum Rücktritt aufgefordert. Assad solle seine Machtbefugnisse an Vizepräsident Faruk al-Scharaa und eine Regierung der Nationalen Einheit unter Beteiligung der Opposition übergeben, erklärte das Syrien-Komitee der Liga am späten Sonntagabend.
Opposition schließt Dialog mit Assad-Regime aus
Der Vorschlag wurde sowohl vom Assad-Regime als auch von der Opposition prompt abgelehnt. Der Vorsitzende des Syrischen Nationalrats, Burhan Ghaliun, sagte in der Nacht in Kairo, der Vorschlag sei sicher gut gemeint, aber nicht praktikabel. Die staatlichen syrischen Medien sprachen von einer empörenden "Verletzung der Souveränität".
Die Protestbewegung erklärte, ein Dialog mit dem "wortbrüchigen Unterdrückerregime" sei ausgeschlossen. Denn es gehe in diesem Konflikt nicht nur um Assad als Person, sondern auch um die oberen Ränge seines Regimes und den korrupten Sicherheitsapparat.
Die Arabische Liga verlängerte bei ihrer Sitzung in Kairo am Sonntagabend das Mandat für ihre Beobachter, die seit Dezember in Syrien sind, um einen weiteren Monat. Saudi-Arabien hatte zuvor seine Delegationsmitglieder zurückgezogen. Außenminister Prinz Saud al-Faisal erklärte, er sehe keinen Sinn in der von den anderen Staaten beschlossenen Verlängerung des Mandats. Die Führung des Assad-Regimes habe nichts zur Umsetzung des Friedensplans unternommen. Faisal forderte die internationale Gemeinschaft auf, "allen nur möglichen Druck auf Syrien auszuüben".
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(Süddeutsche.de/dapd/Reuters/dpa/olkl/aho)
Debatte um Militärintervention in Syrien
Tolle Idee von den Russen, noch ein wenig Öl ins Feuer zu gießen, noch etwas Kapital aus dem Land zu saugen und so der sich gerade formierenden Koalition der Willigen ein paar medientaugliche Angriffsziele zur Verfügung zu stellen.
Wann liefert die Merkel-Schwelb-Regierung endlich die 270 Kampfpanzer LEo2 präemptiv an den islamistischen Gottesstaat Saudi Arabien ?
Auch die 6 Kampf-U-Boote der Delphin-Klasse an Israel sind noch nicht genug, oder?
schon richtig..
aber langsam ind Kombination mit wenig Panzerung macht verwundbar gegen Beschuss - wie es mit der Bewaffnung bei der Bevölkerung aussieht, vermag ich nichts zu sagen..
in ihrem Szenario wären Mil Mi-24 oder eine Fairchild A10 (USA) die schlimmeren alternativen..
Letztendlich..
in Libyen konnte die NATO eine auf dicke Hose machen.. in Syrien sterben ebenfalls Menschen... aber..
hier wie dort.. verlogene Politik..
Die Anteilnahme unserer westlichen Staaten mit den Menschen in Syrien erscheint wenig glaubhaft. Vor nicht allzu langer Zeit haben wir es unterstützt, dass in Gaza und Libanon jeweils 1400 Menschen innerhalb kurzer Zeit getötet worden inkl. tausende Tonnen Streumunition in Libanon. Wenn Menschen durch unsere Armeen in Afghanistan und Pakistan getötet werden, hält sich unserer Mitleid auch in Grenzen. In den USA wurde Bush trotz zigtausender unschuldiger Toter und Kriegslügen wiedergewählt (so viel zu den Selbstheilungskräften unserer Demokratien). Und die Muslime in unserem Land wäre ja so mancher auch gerne los oder würde zumindest deren Grundrechte z.B. auf Religionsfreiheit beschneiden. Und den Saudis helfen wir, den Aufstand in Bahrein niederzuschlagen und ebenso helfen wir politisch bei der Unterdrückung der Palästinenser. Eine glaubwürdige ethische Außenpolitik sieht anders aus
die meisten Trainingsflugzeuge sind ebenfalls gut als leichtes Bodenangriffsflugzeug zu gebrauchen und umrüstbar. Sie sind in langsamer Geschwindigkeit gut steuerbar.
Diese Flugzeuge sind eine Gefahr für Deserteure und Städte, in denen die Assad Truppen nichts mehr zu melden haben.
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