Die G-8-Außenminister sind "sehr besorgt" über die Lage in Iran und verlangen ein Ende der Gewalt. Ein Ayatollah fordert derweil die Todesstrafe für die Anführer des Protests.
Die Außenminister der G-8-Staaten haben bei ihrem Treffen in Italien ein sofortiges Ende der Gewalt in Iran verlangt und die Staatsführung zu einer friedlichen Lösung des Konflikts mit der Opposition aufgerufen. Die in Triest versammelten Delegationen der G-8-Staaten bemühten sich, Meinungsunterschiede über die Unruhen in Iran nach der umstrittenen Präsidentenwahl auszubügeln.
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Es habe nur "kleine Unregelmäßigkeiten" gegeben sagt der Wächeterrat. Oppositionsführer Mussawi will die Abstimmung annulieren. (© Foto: dpa)
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Der italienische Außenminister Franco Frattini erklärte: "Wir sind sehr besorgt über diese Ereignisse." Die Teilnehmer hätten die Notwendigkeit zu einer sofortigen Beendigung der Gewalt unterstrichen.
Die übrigen Tagesordnungspunkte wie die Bekämpfung von Terrorismus, Piraterie und organisiertem Verbrechen dürften angesichts des Themas Iran in den Hintergrund gedrängt werden. Den G-8 gehören Deutschland sowie die USA, Russland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Kanada an.
Zwei Wochen nach den umstrittenen Präsidentenwahlen in Iran hat der mächtige Wächterrat alle Vorwürfe des Wahlbetrugs erneut zurückgewiesen. Alle Einwände, die von Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi und anderen Kandidaten vorgebracht worden waren, seien geprüft worden.
"Wir können mit Gewissheit sagen, dass es keinen Betrug bei der Wahl gegeben hat", sagte Wächterrats-Sprecher Abbas Ali Kadchodai nach einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur Irna. Es habe schon in der Vergangenheit keine Manipulationen bei Wahlen in Iran gegeben. Die jüngste Präsidentenwahl sei die sogar "sauberste" gewesen, sagte Kadchodai.
Die Untersuchungen der vergangenen zehn Tage hätten gezeigt, dass es nur "kleine Unregelmäßigkeiten" gegeben habe, "die es bei jeder Wahl gibt", sagte der Wächterrats-Sprecher.
Der Wächterrat hatte bereits zuvor erklärt, die Wahl werde nicht annulliert, weil es keine größeren Unregelmäßigkeiten gegeben habe.
Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi hatte sich beim Wächterrat über das Wahlergebnis beschwert und eine Annullierung der Präsidentenwahl am 12. Juni gefordert. Am Dienstag hatte er einen Bericht zu mutmaßlichen Betrugsfällen vorgelegt und die Bildung einer unabhängigen "Wahrheitskommission" gefordert, die den Wahlvorgang überprüfen soll.
"Todesstrafe ohne jede Gnade"
Ein führender konservativer Kleriker in Iran hat unterdessen die Todesstrafe für Anführer des Protests nach den Wahlen gefordert. "Ich rufe die Justiz zu einer deutlichen Konfrontation mit den Anführern dieser illegalen Demonstrationen auf und verlange die Todesstrafe für sie ohne jede Gnade", sagte Ayatollah Mohammed Chatami während einer Gebetszeremonie. Der Geistliche gilt als Vertrauter von Präsident Mahmud Ahmadinedschad.
Die Lage in Iran wird auch Thema beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei US-Präsident Barack Obama. Über die Proteste in Iran sagte die Bundeskanzlerin, sie sei "erschüttert", wie mit friedlichen Demonstranten umgegangen werde. Die Weltgemeinschaft müsse alles daran setzen, dass Iran nicht in den Besitz von Atomwaffen gelange.
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(AFP/dpa/ihe/blg/cag)
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Angesichts solcher Zirkelschlußargumentationen werden mir wohl kaum die Argumente ausgehen, dafür brauchts noch nichtmal einen Vorkauer - können Sie das gleiche auch von sich behaupten?
Sie behaupten, die iranische Wahl könne gar nicht gefälscht sein, weil die potentiellen Fälscher selbst eine Fälschung rundweg ausschließen. Sie behaupten, die gesamten iranischen Proteste wären nur eine westliche Kampagne, weil westliche Medien darüber berichten. Sie behaupten, im Irak und Afghanistan würde für westliche Aufklärung gemordet, während sich die verschiedenen, einheimischen Interessen- und Ethniengrüppchen dort mit Vorliebe selbst umbringen (so viele Einheimische, wie anhand von islamistischen Anschlägen im Irak oder Afghanistan umkommen, und noch umkommen werden, sind in beiden Kriegen nicht gestorben).
Alle ihre vermeintlichen "Argumente" sind nichts weiter als einseitige, unschlüssige Diffamierungsversuche, und das auf einem Niveau, welches selbst ein Kindergartenkind widerlegen könnte (daher vermutl. der Name?).
So what? Haben Sie auch mal echte Argumente oder wollen Sie nur auf dem Niveau eines Kindergartenkindes löhren?
Wurde im SZ Forum im Namen "islamischer Kindergartenpropaganda" noch nicht genug Unsinn verzapft?
.... die 30 Jahre alte, jahrtausende alte Tradition des islamischen Irans - wär wirklich furchtbar schade drum.
Aber man sollte sich schon ein wenig informieren, bevor man sich so von den vorgegebenen Verschwörungstheorien beeinflussen lässt. Die Amerikaner, pfff, kennt man sie näher, weiß man, dass sie eigentlich selbst die Mondlandung zu doof sind - und jetzt sollen sie plötzlich weltweit nach Belieben schalten und walten können, wie soll das gehen?
Nein, in Wirklichkeit stecken natürlich die Illuminaten hinter allem, die nur so tun, als wäen die Amerikaner an allem schuld!
Nun ist es also soweit. Das lange von der amerikanischen Regierung geplante Unternehmen Iran läuft nun endlich an und wird zusammen mit Pakistan und dann schließlich Saudi-Arabien den Abschluss der Nah-Ost-Politik bilden (siehe politischer Berater Obamas Zbigniew Brzeziński).
Das die Strategie aufgeht, Wohlstand und Technologien zusammen mit Ideologien und Eingliederung in die letzten verbleibenden Länder zu exportieren, zeigt sich auf erschreckende weise, so sie doch ohne das aktive Zutun der amerikanischen Regierung geschah.
So reicht es in heutiger Zeit, google, Dollars, westliche Aufklärung und sokratisches Denken in ebensolche Länder zu exportieren, sodass die heranwachsende Elite und junge Mehrheit sich ähnlich unseren vorangegangenen Generationenkonflikten selbst im Begriff ist zu entwurzeln. Die Kultur und Religion eines Landes wird dadurch nach und nach politisch endgültig zersetzt, unterstützt von den neuen Vergleichsmöglichkeiten aus Internet und internationaler Presse, sodass der Druck auf die Regierung, deren Ansinnen streng nach islamischem Recht zum Wohle all der rechtschaffenen Muslime fungiert, erhöht wird, sich einzugliedern in Welt-Bank und G8-Mentalität.
Man sollte bei aller Berichterstattung nicht vergessen, dass im Iran aktuell ein Kultur-Krieg gegen einen Teil der eigenen Bevölkerung stattfindet!
Es sind die pro-westlichen, antiautoritären, dem Kapitalismus nahen Jungen (und der Iran zählt zu den jüngsten Staaten der Welt) unter dem Haupt des Mir-Hossein Mussawi, der außenpolitisch fest im Händegriff der Amerikaner sitzt.
Auf der anderen Seite steht die Jahrtausende Alte Tradition Persiens, die Bewahrer einer islamischen Kultur.
Wenn Barack Obama seinen Worten Taten folgen läßt und der verlängerte Arm der US-Ausenpolitik: die UNO in den aktuellen Krisengebieten des Irans interveniert, wird diese alte Kultur, zusammen mit der unsrigen und der, aller anderen Länder unter der Herrschaft der Amerikaner, sterben.
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