Ministerpräsident Karamanlis will nach den verheerenden Ausschreitungen in Griechenland hart durchgreifen - und sieht sich mit schweren Vorwürfen konfrontiert.
Nach den verheerenden Ausschreitungen in Griechenland hat Ministerpräsident Kostas Karamanlis am Montag ein hartes Durchgreifen angekündigt. "In diesen kritischen Stunden müssen alle Politiker die Chaoten isolieren und verurteilen. Das ist unsere Pflicht", sagte er nach einem Treffen mit Staatschef Karolos Papoulis.
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Griechenlands Ministerpräsident Kostas Karamanlis will hart gegen die Demonstranten durchgreifen. (© Foto: AFP)
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Ziel des Treffens war nach Medienberichten, die Einstimmigkeit aller Spitzenpolitiker zu sichern, damit die Polizei notfalls auch mit Härte die Ausschreitungen im Lande beendet.
"Niemand hat das Recht, diesen tragischen Vorfall als Alibi für Aktionen der rohen Gewalt zu missbrauchen, für Aktionen gegen unschuldige Menschen, gegen ihr Eigentum, gegen die ganze Gesellschaft und gegen die Demokratie", sagte Karamanlis weiter.
Zugleich kündigte der Regierungschef eine lückenlose Aufklärung an, um die Hintergründe des Todes des 15-jährigen Schülers aufzuklären. "Ich habe dem Präsidenten des Landes versichert: Wir werden keine Gnade für die Verantwortlichen zeigen", sagte Karamanlis.
Die oppositionellen Sozialisten warfen der griechischen Regierung angesichts der tagelangen gewaltsamen Ausschreitungen in Athen Unfähigkeit vor. Sozialistenchef Giorgos Papandreou griff den konservativen Regierungschef Kostas Karamanlis scharf an: "Das Land verfügt nicht über eine Regierung, die den Bürger schützen kann", sagte Papandreou nach einem Krisentreffen mit Karamanlis. "Unsere Gesellschaft durchlebt eine schwere Krise", sagte der Sozialist. "Das Volk vertraut der Regierung nicht mehr."
Der Sozialistenchef verurteilte die Ausschreitungen aufs Schärfste und nahm dennoch die Jugend des Landes vor pauschale Verurteilungen in Schutz. "Die junge Generation hat nichts mit diesen hässlichen Bildern zu tun, die wir alle verurteilen", sagte er. "Wir alle müssen uns gegen die Gewalt wenden, egal wo sie herstammt."
In den vergangenen drei Tagen hatten jugendliche Autonome weite Teile Athens und anderer Städte in Griechenland verwüstet. Die Ausschreitungen waren am Samstag ausgebrochen, nachdem der Jugendliche im Athener Stadtzentrum von einer Polizeikugel tödlich getroffen worden war. Auch in der nordgriechischen Metropole Thessaloniki und auf den Ferieninseln Korfu und Kreta kam es zu Ausschreitungen.
Hunderttausende Studenten und Schüler werden am Nachmittag in Athen zu einer Trauerfeier für den verstorbenen Andreas-Alexandros Grigoropoulos erwartet. Wie das griechische Fernsehen berichtete, soll die Beerdigung gegen 15:00 Uhr Ortszeit (14:00 Uhr MEZ) auf dem Friedhof der Athener Vorstadt Palaio Faliro stattfinden. Die Polizei hatte bereits am Vormittag scharfe Sicherheitsmaßnahmen vor dem kleinen Friedhof ergriffen.
Das griechische Kultusministerium hat den Dienstag als Tag der Trauer erklärt. Landesweit blieben alle Schulen geschlossen. Am Nachmittag wollten Studenten und Schüler im Zentrum Athens des Jungen gedenken. Am Abend war eine Demonstration mit Kerzen geplant, zu der die sozialistische Oppositionspartei eingeladen hatte.
Nach wie vor herrscht Unklarheit über den genauen Hergang der Ereignisse. Der Polizist, der den tödlichen Schuss abgefeuert haben soll, bekräftigt weiterhin, er habe Warnschüsse abgefeuert, von denen einer als Querschläger den Jungen getroffen habe. Mindestens drei Augenzeugen sagten im Fernsehen, der Polizist habe direkt auf den Jungen gezielt und geschossen.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(dpa/AP/bosw)
Debatte um Militärintervention in Syrien
höret herrschaften !
demnächst werdet ihr die koffer packen müssen !
... revolutionäres Potential drin ! Schreibtischrevolutionäres ! Na denn : - Zur Sonne zur Freiheit !
Aber im Zweifel fühlen Sie sich zu alt dafür . Lassen lieber die jungen Krawallos zündeln , plündern (pardon : umverteilen ) ....
was Deckmantelregime über lange Zeit geschaffen haben! Und zum Gegensatz:
die Niederländer z.B. sind sehr,, sehr tolerante Menschen. Nur wenn einer von ihnen intolerant ist, das können sie nicht ab. Da werden sie dann auch intolerant. Ist doch einfach, oder?
..........Gruppen, die antiautoritär sind, sind meist viel autoritärer, als das System, das sie bekämpfen. Wenn sie es schaffen, an die Macht zu kommen, gibt es ein Schreckensregime, siehe Russland ab 1919, Frankreich 1793...
das ist die Sichtweise der 2%, die 98% als gefährlich empfinden, schliesslich haben sie sich die Verhältnisse so eingerichtet, dass sie im Luxus leben und der Rest für sie schuftet....
Nur zu Ihrer Information: In den Jahren 1967 - 1974 wurde Griechenland von einer Militärdiktatur regiert und die war alles Andere als antiautoritär. Wenn Sie so wollen, Griechenland erntet heute die Früchte dieser Zeit. Das Vertrauen gegenüber der uniformierten Ordnungsmacht ist seit jener Zeit schwer erschüttert.
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