SPD und Union haben sich im Koalitionsausschuss nur "auf das Allernötigste" geeinigt, so kam es bei den Spitzenverdienern zu einem Minimalkonsens. Während CSU-Landesgruppenchef Ramsauer das Ende der Koalition herbeisehnt, warnt die SPD vor verfrühtem Wahlkampf.
Die große Koalition hat sich auf schärfere gesetzliche Auflagen für Spitzenverdiener in der Wirtschaft verständigt. Das teilten die Fraktionschefs von Union und SPD, Volker Kauder und Peter Struck, am frühen Donnerstagmorgen nach über sechsstündigen Beratungen des Koalitionsausschusses mit. Am Vormittag wollen verschiedene Teilnehmer den Ausgang des Treffens aus ihrer Sicht bewerten.
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Das Ende der großen Koalition ist absehbar - SPD und Union einigten sich bei ihren Verhandlungen auf einen minimalen Konsens. (© Foto: AP)
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Nach dem Konzept für Spitzenverdiener sollen Manager ihre Aktienoptionen künftig frühestens nach vier statt bisher nach zwei Jahren einlösen können. Zudem soll der gesamte Aufsichtsrat und nicht nur ein kleiner Ausschuss über die Gehaltshöhe entscheiden. Die Aufsichtsräte sollen verpflichtet werden, je nach wirtschaftlicher Lage des Unternehmens Vorstandsvergütungen zu kürzen. Geschieht dies nicht, sollen sie dafür haftbar gemacht werden.
Eine Obergrenze für Vorstandsbezüge soll es hingegen nicht geben. Die Union lehnt den Vorschlag der SPD ab, wonach Managergehälter und Abfindungen von Firmen generell nur noch bis zu einer Million Euro steuerlich abgesetzt werden können.
Die Runde einigte sich zudem darauf, nach dem Scheitern des Umweltgesetzbuchs mehrere Einzelregelungen auf den Weg zu bringen. Das Kabinett will die Gesetze zum Naturschutz-, Wasser- und Strahlenschutzrecht am 11. März verabschieden. Struck nannte es ärgerlich, dass die Union verhindert habe, den Schritt zu einem kompletten Umweltrecht mitzugehen. Mit den Einzelgesetzen haben die Bundesländer nun die Möglichkeit zu Abweichungen.
Hoffen auf neue Koalition nach der Bundestagswahl
Union und SPD bewerteten die Ergebnisse des Koalitionsausschusses unterschiedlich. Nach den Worten von CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer haben sich beide Seiten in der Koalitionsrunde "nur auf das Allernötigste" geeinigt. Es sei sichtbar geworden, dass das Ende der großen Koalition seine Schatten voraus werfe.
Auch Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) bewertete die Ergebnisse des Koalitionsausschusses im ARD-"Morgenmagazin" skeptisch: "Wir haben auch etwas erreicht, aber natürlich hätte es auch mehr sein können."
Struck gegen verfrühten Wahlkampf
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Struck widersprach Ramsauers Äußerungen über ein nahendes Ende der Großen Koalition. Es sei "Unsinn, davon zu reden, dass die Koalition jetzt langsam zu Ende geht", sagte Struck am Donnerstag im ARD-Morgenmagazin. Das Bündnis habe einen Wählerauftrag bis zum 27. September. Es seien noch einige "dicke Punkte" zu erledigen, etwa die Reform der Finanzbeziehungen im föderalen System. Die Politik müsse sich aktuell zudem der Wirtschafts- und Finanzkrise stellen und sollte keinen verfrühten Wahlkampf betreiben, mahnte der SPD-Fraktionschef.
Auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) wollte sich der Schwarzmalerei Ramsauers nicht anschließen: Es sei ein Fortschritt, dass Union und SPD mit Blick auf die Finanzmärkte einen sehr breiten Konsens hätten erzielen können, betonte Steinbrück im Deutschlandfunk. "Das sind sehr erfreuliche Ergebnisse dieses Koalitionsausschusses." Neben den Regeln für Vorstandsbezüge habe man sich darauf geeinigt, dass es einen Gesetzentwurf zur Verbesserung der Bankenaufsicht geben werde, fügte der Minister hinzu. "Der in der Abstimmung befindliche Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung wird ebenfalls weiter vorangetrieben."
Einig sind sich Union und SPD, dass sie ihre Vorstellungen nach der Bundestagswahl im September in anderen Regierungskonstellationen durchsetzen wollen.
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(dpa/AP/AFP/akh/bosw)
Protest gegen dritte Startbahn
Wer hat Angst vor goßen Tieren ? Die Bundesregierung !
Zwar in dem Falle nicht aus Gründen das sie beißen könnten. Es ist ganz offensichtlich dass die Bundesregierung oder eben auch Abgeordnete von der Wirtschaft erpresst wird.
Diese Pseudo Politik ist nicht besser als die Politik und Planwirtschaft der ehemaligen DDR .
Was spricht dagegen die Besteuerung von Abfindungen neu zu regeln und Höchstbeträge
zu regeln. Als die Abfindung für einfachje Arbeitnehmer geregelt wurde tat sich doch auch jeder leicht. Heute ist doch für den Arbeitnehmer sozial überhaupt nichts mehr drin, die Abfindung die soziale Härten für den Verlust des Arbeitsplatzes ursprünglich mal auffangen sollten frißt der Staat. Die, die den Rand eh nicht voll kriegen konnten, die müssen für nichts einstehen. Hoffentlich platzen diese Typen bald und gehen elendlich zu Grunde. Wählt sie trotzdem endlich ab, sie taugen nichts. Von der CDU/CSU konnte man schon lange nichts für den Kleinen erwarten. Die SPD hat das "sozial" verkauft.
Die FDP als Unternehmer-Partei verspricht nichts gutes, jedenfalls nichts besseres.
Wir brauen eine starke Partei im linken Flügel damit die Abzocker nichts mehr anstellen können.
Das Blöde ist nur, egal was man wählt, man bekommt immer diese Nichtskönnerin aus der Uckermark.
Würden Wahlen etwas ändern, wären sie längst abgeschafft (ist, glaube ich, von Tucholsky)
Diese GroKo war von Beginn an am Ende. Außer Spesen nix gewesen.
05.03.2009 09:02:49
laVictoria: Neue Protagonisten braucht das Land ... R I C H T I G.
Beleuchten wir die gegenwärtige Situation unseres Landes philosophisch und vergleichen alle, aber auch wirklich
alle uns begleitenden Krisen als faulende Oberfläche eines Apels. Im Kern fest.
Vom Baum gefallen, die erste Delle, beim Transport weiter Schaden genommen. Entfernt nun der Empfänger des faulen Obstes die
schadhaften Stellen ist der verbleibende Rest ohne Einbußen noch genießbar. Weitaus schlimmer wäre es wenn
der Apfel von innen heraus zu faulen begonnen hätte...
Fangen wir bei der Personenfrage einzelner, unserer Volksvertreter an, dann müssen wir raus aus dem
philosophischen, zurück in die Realität und konstruktiv Handeln, gemeinsam.
Letztendlich greifen wir alle in den gleichen Obstkorb mit den unterschiedlichsten Sorten.
Wir haben es in der Hand, wählen wir vom gefallen Obst aus konventionellen Anbau eben dies mit den
wenigsten Dellen heraus - Bio ist ohnehin aus ;-))
....es ist zu befürchten dass es Angie mit ihrer Politik der Beliebigkeit es bis dahin tatsächlich noch vermasselt, doch die Hoffnung stirbt zuletzt !
Paging