Zweite Chance für KT - und zwar bald: Vertreter von CDU und CSU wollen Minister a. D. Guttenberg möglichst schnell auf die politische Bühne zurücklotsen - das Volk "lechze" nach ihm.
Tag eins nach dem Rücktritt von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist für seine Parteifreunde und Anhänger gleichzeitig Tag eins für die Arbeit an seinem Comeback. Der junge Konservative wird von vielen in der CSU nach wie vor als "Hoffnungsträger" schlechthin gesehen: für seine Partei, die Union und die ganze Republik. Er habe es geschafft, die Politikverdrossenheit im Land zu mildern, so formuliert es der CSU-Abgeordnete Paul Lehrieder, der wie Guttenberg aus Franken stammt.
Rücktritt: Das denken Wähler über zu Guttenberg
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Der Tenor lautet: Guttenberg wurde von den Medien gehetzt ("Sie wollten ein Opfer"; CSU-Mann Norbert Geis), mit dem Rücktritt habe er für seine zusammenkopierte Doktorarbeit endgültig ausreichend gebüßt, deshalb könne er zurückkehren. Und zwar schon bald.
Die stellvertretende CSU-Generalsekretärin Dorothee Bär sagte sueddeutsche.de, sie "gehe fest davon aus, dass wir auch künftig mit ihm rechnen können". Bär, die gemeinsam mit Guttenberg 2002 das erste Mal in den Bundestag gewählt worden war, verwies darauf, dass er erst 39 ist. Dies sei ein Alter, in dem andere ihre politische Karriere erst beginnen würden. Die CSU-Politikerin charakterisierte ihren Parteifreund als "echten Homo politicus". In ihm lodere "ein Feuer, das niemand einfach so austreten kann", sagte sie. "Karl-Theodor zu Guttenberg wird eines Tages zurückkommen - da bin ich mir sicher."
Ähnlich äußerte sich der innenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl: "Ich hoffe, dass er uns als Politiker erhalten bleibt und die Rückkehr so bald wie möglich stattfinden kann." Die politische Klasse in Deutschland habe nicht so viele Talente, als dass man auf Guttenberg verzichten könne. "Es gab Fälle, in denen sehr viel mehr kriminelle Energie bei Politikern vorhanden war, die dann zurückgekehrt sind, als bei Guttenberg", sagte Uhl der Mitteldeutschen Zeitung. Und der Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Stefan Müller, sekundierte: "Guttenberg hat eine zweite Chance verdient - wir setzen auch in Zukunft auf ihn."
Für den CSU-Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein ist Popularität ein "deutlicher Beleg dafür, dass das Volk nach einem Hoffnungsträger lechzt". Der Parlamentarier aus Neu-Ulm hofft, dass Guttenbergs Abgang nicht endgültig ist: "Ich würde mir eine Rückkehr wünschen", sagte er zu sueddeutsche.de.
"Laufsteg für die Zukunft"
Auch in der Schwesterpartei CDU hofft man auf Guttenbergs Wiederkehr. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Peter Altmaier, etwa sagte dem Sender n-tv. "Er wird jetzt selbst eine Phase brauchen, um über sich nachzudenken und zu sich zu finden. Anschließend wird er entscheiden, ob er denn wieder in diesem politischen System eine Rolle spielen möchte oder nicht. Wenn er das möchte, wird es die Gelegenheit geben."
Der Generalsekretär der baden-württembergischen CDU, Thomas Strobl, sagte: "Man soll doch niemals nie sagen! Dafür gibt es eine hinreichende Anzahl von Beispielen." Der wirtschaftspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Joachim Pfeiffer (CDU), sagte Handelsblatt Online: "In einer offenen Gesellschaft hat jeder eine zweite Chance verdient."
CSU-Chef Horst Seehofer hatte schon wenige Stunden nach Guttenbergs Rücktritt erklärt, er selbst und die CSU-Spitze wollten alles tun, dass der Minister a. D. der deutschen Politik und der CSU erhalten bleibe. "Er bleibt einer von uns", formulierte der bayerische Ministerpräsident.
Erwin Huber, Seehofers Vorgänger im Vorsitz, betonte Guttenbergs "herausragendes" Talent. "Hoffnungsträger bleibt Hoffnungsträger", sagte Huber zu sueddeutsche.de. "KT wird stets ein Laufsteg offen gehalten für die Zukunft." Man erwarte sich noch viel von ihm in der CSU.
Ob sich Karl-Theodor zu Guttenberg ein Polit-Comeback überhaupt vorstellen kann, ist bislang offen, er scheint sich vollends zurückgezogen zu haben. Auf SMS von Parteifreunden reagiert er nicht.
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(sueddeutsche.de/dpa/dapd/woja)
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Wer so einen Parteivorsitzenden "vorsitzen" lässt, darf sich nicht wundern, wenn alle sehen können, was der schon im Spiegel sieht: Mangel an Potenzial....
Dass die CSU sich so öffentlich zu ihrem Mangel an derart "qualifizierten" Personal bekennt, hätte ich nicht erwartet. Das klingt ja schon alltzu verdächtig honorig.
Ich erwarte aber auch nicht, dass der Zweitgutachter in dem Schurkenstück (ein kleinerer CSU Bonze, der jetzt zu München lehrt) irgendwie in Regress genommen wird.
Manus manum lavat.
Und der FJS selig lacht sich in seiner kühlen Ruh einen
ab über das fulminante Comeback seines Amigo-Filzes.
Währenddessen drischt Horst Wendehals auf die wenigen couragierten CDU Granden, (z.B. Lammert und Schavan) ein, die es noch wagten, Anstand und Ehrlichkeit einzufordern.
Er sollte sich vielleicht lieber um Weiterbildung des Restpersonals nach den
Kriterien der Überschrift kümmern. Schließlich versteht er auch einiges davon.
Und einige (ich nenne jetzt keine Namen, will ja niemanden hohl abmeiern)
haben doch in der Vergangenheit auch beachtliches Talent bewiesen.
Nicht zu vergessen der zweite Jungstar in der CSU, der derzeit medial ein wenig abgetaucht ist, damit seine Dissertation nicht auch über Nacht zu Söderplag-Ehren kommt.
Ich dachte damit hätten wir schon genug schlechte Erfahrung gemacht ?
In der CSU ist das wohl ein Prädikat.
Man sollte das Buch wieder mal lesen.
Also wollen die Leute den Kaiser wiederhaben? Weiß man denn nicht allzugut wie der Adel tickt? Hat einer von uns un-adligen auch nur einen adligen Freund und woher kommt das? Warum heiraten die auch immer nur unter sich? Am wichtisten aber: wie denken diese Herrschaften über das "gemeine Volk"?
Manmache sich keine Illusionen: diese Leute sind elitär, sie erkennen blitzschnell an ihren Codes - sofern der Name nicht fällt - und sie schauen auf die Normalsterblichen von oben nach unten herab. Sie sind die oberen und wir die Niedrigen. Und so einer soll allen Ernstes Kanzerl werden, sogar nach seiner Meisterprüfung im Blenden, Lügen und im Betrügen?
Adlige sind ja "Edelmänner".
Ich kenne edle Menschen, die großartiges im Dienst der Gesellschaft, der Erde ja des Lebens leisten. Fast alle dieser vornehmen Menschengattung sind äusserst bescheiden und achten die Würde des Anderen. Diese Menschen sind der wahre Adel, sie bringen uns weiter.
Der Amtsadel besitzt rein genetisch keine Vielfalt und ich kenne wenige, die sich gesellschaftlich, menschlich, kulturell, wissenschaftlich usw. hervortun. Ganz im Gegenteil: sie haben noch immer zahlreiche Privilegien von Geburt an und werden prächtig die Karriereleiter hochgereicht, man erinnere sich an die "Kaderschmiede" Treuhandanstalt, wo sie "massenhaft" aufgetreten sind.
Adel verpflichtet sagt an. Da geht nur sie was an. Mit uns wollen sie nichts zu tun haben. Aber wir brauchen sie gar nicht.
Und das soll auch so bleiben.
"Am Tag seines Rücktritts waren die Mitarbeiter seines Abgeordnetenbüros noch Stunden nach dem Paukenschlag ohne Nachricht von ihrem Chef" Zitatende
So verhält sich kein guter Vorgesetzter - es passt aber ins Bild der anderen Leistungen die zu Guttenberg als Vorgesetzter gezeigt hat.
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