Bundeskanzlerin Merkel hat sich in New York für ein Lieblingsprojekt ihres Vorgängers Schröder stark gemacht: Sie bekräftigte das deutsche Interesse an einem ständigen Sitz im Sicherheitsrat - und bekam Gegenwind.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in New York das deutsche Interesse an einem UN-Sicherheitsratssitz bekräftigt. Vor ihrer Rede vor der UN-Generalversammlung am Dienstag sagte Merkel:

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Bundeskanzlerin Angela Merkel (© Foto: dpa)

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"Deutschland ist bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen." Deshalb strebe die Bundesrepublik einen ständigen Sitz im Weltsicherheitsrat an.

Merkel verwies darauf, dass bereits seit 24 Jahre über eine Reform des UN-Sicherheitsrats geredet werde. "Da muss jetzt etwas getan werden."

Einen Dämpfer erhielten die deutschen Ambitionen aber durch US-Präsident George W. Bush, der in seiner Rede Deutschland im Gegensatz zu Japan nicht ausdrücklich als einen Kandidaten nannte.

In Bezug auf die Vergrößerung des wichtigsten Gremiums der Vereinten Nationen sagte Bush in seiner Rede: "Die Vereinigten Staaten sind offen für diese Perspektive", sagte er. "Wir glauben, dass Japan für eine ständige Mitgliedschaft im Sicherheitsrat gut qualifiziert ist und dass auch über andere Nationen nachgedacht werden sollte."

Ihr Vorgänger, Bundeskanzler Gerhard Schröder, hatte bereits in seiner Amtszeit einen entsprechenden Wunsch Deutschlands vor der UN-Generalversammlung vorgetragen. Damals war der Vorstoß aber vor allem an dem sich verschlechternden Verhältnis zu den USA gescheitert.

In Europa kam vor allem aus Italien Widerstand. In der Bundesregierung hat man nun die Hoffnung, dass die Situation mittlerweile günstiger ist. Allerdings geht man nicht davon aus, dass sich eine UN-Reform kurzfristig durchsetzen lässt.

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(dpa)