UN Homosexuelle besser schützen

Noch immer werden Menschen wegen ihrer Homosexualität verfolgt. Nun fordern 66 Ländern von der UN einen besseren Schutz. Widerstand kommt aus den arabbischen Staaten und dem Vatikan.

Gut ein Drittel der UN-Mitgliedsländer haben am Donnerstag eine Intitiative gestartet, mit der Homosexuelle weltweit vor Strafverfolgung geschützt werden sollen. Die Erklärung der Homosexuellen-Rechte wurde der UN-Vollversammlung durch den argentinischen UN-Botschafter Jorge Arguello vorgelegt.

Die Initiative wird von 66 der 192 Staaten der UN mitgetragen. Von mehreren arabischen Staaten und vom Vatikan wird sie abgelehnt.

"Wir fordern die Staaten auf alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, insbesondere legislative und administrative, um zu gewährleisten, dass die sexuelle Neigung oder die geschlechtliche Identität unter keinen Umständen als Begründung für Strafen dienen kann, insbesondere nicht für Hinrichtungen oder Verhaftungen", heißt es in dem Dokument.

Zugleich wird ein Bezug zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hergestellt, in deren erstem Artikel es heißt: "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren."

Die 66 Länder hinter der Initiative zeigen sich "tief besorgt" über Verletzungen von Menschenrechten und Grundfreiheiten aufgrund von sexueller Neigung oder geschlechtlicher Identität. Sie verurteilen Menschenrechtsverletzungen auf dieser Grundlage.