Knapp drei Wochen nach dem Zyklon Nargis ist UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in Birma eingetroffen. Er forderte von der Junta mehr Kooperation bei der Hilfe für die Opfer.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat von der Militärregierung in Birma mehr Kooperation bei den Hilfen für die Wirbelsturmopfer gefordert. Der Bevölkerung wolle er zugleich eine Botschaft der Hoffnung übermitteln, sagte Ban nach seiner Ankunft in Rangun.
UN-Generalsekretär Ban Ki Moon vor der Shwedagon-Pagode kurz nach seiner Ankunft in Rangun (© Foto: AP)
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"Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Tragödie überwinden können." Er hoffe, dass das birmanische Volk und seine Regierung die Hilfslieferungen koordinieren könnten, so dass die Arbeiten systematischer und organisierter ablaufen könnten. Bisher hätten Helfer nur ein Viertel der etwa 2,4 Millionen Bedürftigen erreicht. In der Stadt Rangun wurden Ban Schäden des Zyklons Nargis gezeigt.
Ban will sich während seines zweitägigen Besuchs mit Vertretern der Militärregierung sowie mit Mitarbeitern internationaler Hilfsorganisationen treffen. Geplant ist ferner ein Flug mit dem Hubschrauber in das vom Zyklon "Nargis" verwüstete Irrawaddy-Delta. Am Freitag steht ein Gespräch mit dem Chef der Militärregierung, General Than Shwe, auf dem Programm.
Dies sei "ein kritischer Augenblick" für Birma, hatte Ban vor seiner Abreise in der thailändischen Hauptstadt Bangkok gesagt. Der UN-Generalsekretär will die Junta drängen, ausreichend ausländische Helfer ins Katastrophengebiet zu lassen.
Der UN-Generalsekretär warnte jedoch davor, die Hilfe für Birma zu politisieren. Das Hauptaugenmerk liege jetzt darauf, Leben zu retten. "Wir haben ein funktionierendes Hilfsprogramm. Aber bislang konnten wir erst rund 25 Prozent der Bedürftigen erreichen", sagte Ban.
Millionen Menschen brauchen Hilfe
Nach offiziellen Angaben kamen bei dem Zyklon Anfang Mai mindestens 78.000 Menschen ums Leben, weitere 56.000 gelten als vermisst. Die Vereinten Nationen schätzen, dass bis zu 2,5 Millionen Menschen dringend auf Hilfe angewiesen sind.
Der letzte UN-Generalsekretär, der Birma besuchte, war im Juli 1964 der selbst aus dem südostasiatischen Land stammende U Thant. Birma hat sich seit Jahrzehnten fast vollständig von der Außenwelt abgeschottet.
Am Sonntag will der UN-Generalsekretär an der gemeinsam von den Vereinten Nationen und den Asean-Staaten organisierten Geberkonferenz zur Koordinierung und Finanzierung der Hilfen für die Wirbelsturmopfer teilnehmen.
(AFP/AP/Reuters/gal)
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