Israel ist trotz eines Aufrufs der Vereinten Nationen nicht zu einer Feuerpause bereit, um Verletzte versorgen und Hilfsgüter in den Libanon bringen zu können.

Die israelische Regierung könne keine Waffenruhe mit der schiitischen Hisbollah-Miliz im Nachbarland hinnehmen, sagte ein ranghoher Beamter des israelischen Außenministeriums, Gideon Meir.

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"Denn diese Terrororganisation würde das ausnutzen, um Zivilisten zusammenzutreiben und sie im Kampfgebiet als menschliche Schutzschilde zu benutzen."

Im Übrigen habe Regierungschef Ehud Olmert sich bei seinem Gespräch mit US-Außenministerin Condoleezza Rice am Dienstag bereit erklärt, Hilfskorridore einzurichten, damit die Menschen im Südlibanon versorgt werden könnten.

Die Gespräche mit Rice würden fortgesetzt, kündigte der israelische Regierungsbeamte an. Die US-Außenministerin wurde am Samstagabend zurück in Jerusalem erwartet.

Der UN-Koordinator für Hilfseinsätze, Jan Egeland, hatte Israel und die radikalislamische Hisbollah am Vortag zu einer dreitägigen Feuerpause aufgerufen. Dies sei nötig, "damit wir die Verletzten, die Kinder, die Alten und die Behinderten in Sicherheit bringen können, die im Südlibanon zwischen den Fronten stehen".

Bislang seien in den kriegerischen Auseinandersetzungen mehr als sechshundert unbeteiligte Menschen ums Leben gekommen, sagte Egeland. Schätzungsweise ein Drittel von ihnen seien Kinder.

Vermutlich werde die Zahl steigen, weil viele Leichen noch unter den Trümmern verschüttet seien.

Der israelische Regierungsbeamte sagte, Egelands Vorschlag sei Israel noch nicht formal zugegangen. Frankreichs Außenminister Philippe Douste-Blazy bedauerte "zutiefst", dass Israel den Aufruf der UN zurückgewiesen habe.

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(AFP/dpa)