UN-Flüchtlingshilfswerk Deutschland ist ein Hauptziel für Asylbewerber

Die Zahl der Asylbewerber nimmt weltweit zu - insbesondere in Deutschland. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks wurden vergangenes Jahr in der Bundesrepublik mehr Asylanträge gestellt als in jedem anderen Industrieland.

Erstmals seit dem Zustrom von Flüchtlingen während des Bosnienkriegs in den 90er Jahren sind in Deutschland wieder mehr Asylanträge gestellt worden als in jedem anderen Industrieland. Das geht aus einem Bericht des UN-Flüchtlingshilfswerks über das vergangene Jahr hervor. Damit ist Deutschland erstmals seit 1999 wieder das größte Empfängerland für Asylbewerber in der industrialisierten Welt. 2013 beantragten 109 600 Menschen hierzulande Asyl.

Auf dem zweiten Platz liegen die USA, wo 88 400 neue Gesuche eingingen. Es folgen Frankreich, Schweden und die Türkei. Insgesamt gingen bei den 44 Ländern in der UN-Erhebung 612 700 Anträge ein. Das entspricht einem Anstieg um 28 Prozent im Vergleich zu 2012.

Erstmals stellten Syrer mit 56 400 Anträgen die größte Gruppe von Asylsuchenden, gefolgt von russischen Staatsbürgern, die vermutlich überwiegend aus der autonomen Kaukasus-Republik Tschetschenien stammen. Afghanen reichten 38 700 Anträge ein. Sie waren damit die drittgrößte Gruppe, nachdem sie 2011 und 2012 noch an der Spitze der Statistik standen.