Kriege, Verfolgungen und Naturkatastrophen haben die Zahl der Flüchtlinge weltweit erneut steigen lassen. In Deutschland steigt die Zahl der Asylbewerber um fast 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Im Jahr 2007 waren weltweit 67 Millionen Menschen auf der Flucht vor Verfolgung, Krieg, Menschenrechtsverletzungen und Naturkatastrophen. Zu diesem Ergebnis kommen die Vereinten Nationen und ihr Hochkommissar für Flüchtlinge (UNHCR), Antonio Guterres, der den Bericht "Globale Trends" in Genf vorstellte.
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Flüchtlinge aus der Darfur-Region in einem Auffanglager im Tschad. (© Foto: Reuters)
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Laut der Weltflüchtlingsstatistik, die mit Daten aus 150 Ländern erstellt wird, waren im vergangenen Jahr 11,4 Millionen Menschen außerhalb ihrer Heimatländer auf der Flucht. Im Jahr 2006 waren es 9,9 Millionen.
Auch die Zahl der Binnenvertriebenen innerhalb eines Landes stieg auf 26 Millionen (2006: 24,4 Millionen Binnenflüchtlinge); fast 14 Millionen von ihnen bekamen indirekt oder direkt Hilfen vom UNHCR.
Zu dieser Zählung kommen 4,6 Millionen Palästinenser, die vom UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge im Nahen Osten betreut werden. Laut der UN-Abteilung für humanitäre Angelegenheiten in New York gibt es aufgrund der Naturkatastrophen außerdem weltweit 25 Millionen Binnenflüchtlinge.
Keine Trendwende in Sicht
Guterres äußerte sich besorgt. Er sehe in naher Zukunft keine Trendwende, erklärte er und verwies auf Umweltprobleme und akute Armut durch steigende Nahrungsmittelpreise als zusätzliche Gründe für eine Verschärfung der Lage.
"Wir sehen uns derzeit mit einer komplexen Mischung globaler Herausforderungen konfrontiert", erklärte der Flüchtlingskommissar. Die meisten Flüchtlinge nimmt dem Bericht zufolge Pakistan auf - hauptsächlich wegen der geografischen Nähe zu Afghanistan. Danach folgen Syrien, Iran, Deutschland und Jordanien.
Mehr irakische Asylbewerber in Deutschland
Aus dem Irak kommen immer mehr Flüchtlinge nach Deutschland. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres suchten 2958 Menschen aus dem von Gewalt geprägten Land Schutz in Deutschland, teilte das Bundesinnenministerium in Berlin mit. Die Zahl der Asylbewerber steigt aus diesem Grund wieder an.
Zwar ging die Zahl der Asylanträge im Mai im Vergleich zum April um 5,6 Prozent auf 1599 zurück, gegenüber dem Vorjahresmonat stieg sie aber um 18,7 Prozent an. Von Januar bis Mai verzeichnete das Nürnberger Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 2087 Anträge, das waren 29 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Nach den Flüchtlingen aus dem Irak folgten mit weitem Abstand Asylsuchende aus Serbien, der Türkei und Vietnam. Die Chance, in der Bundesrepublik Asyl zu erhalten, ist aber weiterhin sehr gering. Von Januar bis Mai entschied das Nürnberger Bundesamt über 9017 Anträge.
Nur 110 Personen oder 1,2 Prozent wurden als Asylberechtigte anerkannt. Allerdings durften weitere 3085 Flüchtlinge, die nicht abgeschoben werden können, aus humanitären Gründen vorerst bleiben. Ein Drittel der Anträge wurde abgelehnt, ein knappes Drittel erledigte sich anderweitig.
(AFP/Reuters/dpa/buma/ihe)
Reiseknigge: Türkei
Unsere Freunde, die Klasse der US-Kriegsgewinnler und Demokratisierungsverbreiter sind an vorderster Front dabei, die Menschen dieser Welt durch ihre völkerrechtswidrigen Kriege in Flüchtlinge zu verwandeln. Offenbar ist das gut fürs Geschäft der Cheneys und Bushs.
@robocop_marvin: Schlimmere Parallelgeselschaften und Klassen/Rassenprobleme als in den USA gibts ja wohl nirgends. Was soll das denn für ein Vorbild sein?
@robocop_marvin: Warum sind dann die Migrationsresisteneten Geselschaften wie Russland und China auf dem aufsteigeneden Ast?
@ichwillauchmalwassagen: Ich sag ja sinnvolee Migration scheitert an dem Na.zikomplex.
@ichwillauchmalwassagen: Nö prangern Sie das nur an. Ich bin Deutscher steh aber zu meinen Beobachtungen. Das ich nicht gerade Schiller bin weis ich selber. Aber ich kenne die Probleme mit Migranten nur zu gut und weis was da noch kommt und das dagegen kein Gutmenschliches Kraut gewachsen ist. Auf auf in den Abgrund! Aber wenigstens mit gutem Willen....
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