Laut Bundesinnenministerium habe sich Schäuble mit seinen umstrittenen Äußerungen zur Tötung von Terroristen nur auf den Fall Osama bin Laden bezogen.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat "Fehlinterpretationen" seiner Äußerungen zur Tötung von Terroristen beklagt. Im Spiegel-Gespräch von vor einer Woche habe Schäuble ausschließlich "für den hypothetischen Fall der Auffindung Osama bin Ladens in Afghanistan die Option erörtert, diesen dann durch eine ferngesteuerte Rakete zu töten", erklärte das Bundesinnenministerium am Sonntag in Berlin.

Wolfgang Schäuble

Fühlt sich falsch verstanden: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. (© Foto: Reuters)

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Diese Äußerung stehe in engem Zusammenhang mit der militärischen Terrorbekämpfung in Afghanistan, die durch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen und die NATO legitimiert ist.

Die Äußerung des Bundesinnenministers sei "insoweit klar, eindeutig und einzelfallbezogen". Schäuble habe zu keinem Zeitpunkt die Forderung erhoben, "außerhalb der genannten Fallkonstellation "Bin Laden" generell gegen Terroristen oder terrorverdächtige Personen durch gezielte Tötungen vorzugehen", schreibt das Ministerium.

Der Bundesinnenminister fordere auch keine nationale Gesetzgebung in diesem Sinne. Die Verfolgung terroristischer Straftäter bleibe ausschließlich Sache der Gerichte.

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(dpa)