Laut einer Studie ist Barack Obama weltweit beliebter als die Kanzlerin. Er stellt das Ansehen der USA wieder her, das unter Bush verloren ging - nur ein Land fällt aus der Reihe.

In den Vereinigten Staaten geht die Popularitätskurve von Präsident Barack Obama nach unten, international ist er weiterhin der unbestrittene Politikstar: Er erzielt weltweit größere Zustimmung als andere Staats- und Regierungschefs. Das geht aus einer Studie des renommierten amerikanischen Pew-Instituts hervor.

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Dank Präsident Barack Obama hat sich das Ansehen Amerikas weltweit wieder verbessert. (© Foto: AFP)

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Bundeskanzlerin Angela Merkel genießt vor allem in Westeuropa und den USA hohes Vertrauen, in Frankreich liegt sie sogar deutlich vor Präsident Nicolas Sarkozy.

Die Forscher führten in 24 Staaten und den Palästinensergebieten ihre Umfrage durch. Ermittelt wurde nicht nur die Beliebtheit von vier Regierungschefs, sondern auch das Ansehen der USA und die Zufriedenheit mit dem Leben im jeweiligen Land.

Obama hat danach in Deutschland und Frankreich das Vertrauen von 93 und 91 Prozent der Befragten und liegt von Kanada über Japan bis Nigeria überall vor Merkel, Sarkozy und dem russischen Präsidenten Dmitrij Medwedjew.

Merkel in Frankreich vor Sarkozy

Überraschendes förderte die Umfrage in Frankreich zutage: Der deutschen Kanzlerin Merkel vertrauen 77 Prozent der befragten Franzosen - Sarkozy liegt mit 53 Prozent deutlich dahinter. Nur im Nahen Osten liegt Sarkozy meist knapp vor Merkel - im Libanon, in Ägypten, Jordanien und den palästinensischen Autonomiegebieten. Unbeliebt sind beide in der Türkei: Merkel liegt hier mit sieben Prozent mit Medwedjew gleichauf, Sarkozy vertrauen sogar nur drei Prozent der Befragten. Medwedjew bekam in den meisten Ländern wenig Vertrauen ausgesprochen. In Russland kam er allerdings auf 76 Prozent.

Obama genießt in Deutschland erheblich größeres Vertrauen bei der Bewältigung von Weltangelegenheiten als die Kanzlerin.

Das Image der USA hat sich seit dem Amtsantritt von Präsident Barack Obama in weiten Teilen der Welt deutlich verbessert, besonders in Frankreich und Deutschland. In beiden Ländern hatte sich das Image der führenden Weltmacht während der acht Jahre unter Präsident George W. Bush rapide verschlechtert. Der Erhebung zufolge haben jetzt 70 Prozent der Franzosen und 64 Prozent der Deutschen eine gute Meinung von den Vereinigten Staaten - je 33 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.

Die Sympathiewerte für die USA schnellten auch in Großbritannien, Spanien, Argentinien, Mexiko und Indonesien deutlich nach oben. Obama hat familiäre Verbindungen zu dem größtenteils muslimischen Indonesien. In anderen Teilen der islamischen Welt, wie Ägypten, Jordanien und dem Libanon, verbesserte sich das Bild von den USA mäßig. Auch in den Palästinensergebieten gab es einen Zuwachs um zwei Prozent, aber mit 15 Prozent blieb die Zahl der Einwohner mit einer guten Meinung von den USA weiter niedrig, genau wie in Pakistan mit 16 Prozent.

Nur in Israel verschlechtert sich US-Image

Israel war der Umfrage zufolge das einzige Land, in dem sich das US-Image deutlich verschlechterte - offensichtlich angesichts einer wachsenden Skepsis gegenüber Obamas Nahost-Friedensplänen und der Bereitschaft des Präsidenten zum Dialog mit Iran. Hatten im vergangenen Jahr noch 78 Prozent eine gute Meinung von den USA, sind es nun 71 Prozent.

Die größte Zufriedenheit mit ihrem Leben äußerten in der Pew-Studie die Inder - 94 Prozent der dort Befragten äußerten sich positiv. Deutschland folgt mit 87 Prozent auf dem sechsten Platz - hinter Kanada (92), Spanien (90), USA und Frankreich (jeweils 89).

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(dpa/AP/jab/gba)