Fände die Bundestagswahl bereits an diesem Sonntag statt, bekämen CDU und CSU eine satte Mehrheit. Auch bei einer Direktwahl würde Kanzler Schröder derzeit sein Amt an die Kandidatin Merkel verlieren. Doch eine schwarze Alleinregierung will nur jeder dritte Befragte.
Die Union hat ihren Vorsprung vor der SPD nach der neuesten Umfrage von Infratest dimap gegenüber der Vorwoche erneut ausgebaut.
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Haben allen Grund zur Freude: Edmund Stoiber und Angela Merkel (© Foto: dpa)
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Demnach kämen CDU/CSU 48 Prozent der Stimmen (plus 1 Punkt), die SPD verlöre einen Punkt und erhielte nur noch 28 Prozent. Dies ergab die im Auftrag der ARD vorgenommene Umfrage unter 1500 Bundesbürgern.
Grüne und FDP verbesserten sich jeweils um einen Punkt und kamen nun auf neun bzw. sieben Prozent. Die PDS würde mit vier Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.
Könnten die Deutschen den Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin direkt wählen, würden sich 46 Prozent für die Unionskandidatin Angela Merkel entscheiden, das sind zehn Punkte mehr als im Deutschlandtrend vom Mai. Für Amtsinhaber Gerhard Schröder sprachen sich bei der Direktwahlfrage 38 Prozent (-5 Punkte) aus.
Einen politischen Neuanfang wünschte sich die deutliche Mehrheit. 72 Prozent sprachen sich für einen Regierungswechsel aus, zwölf Punkte mehr als noch im März dieses Jahres. Nur 22 Prozent waren dafür, dass Rot-Grün nach einer vorgezogenen Bundestagswahl weiter regiert.
Eine Alleinregierung der Union fand jeder dritte Wahlberechtigte (35 Prozent) positiv. Eine schwarz-gelbe Koalition wünschten sich 42 Prozent. Die meiste Zustimmung bekam mit 46 Prozent eine große Koalition.
(dpa)
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