Wenige Tage vor der Landtagswahl zeichnet sich ein Regierungswechsel in Sachsen-Anhalt ab. In Stuttgart und Mainz hingegen wird vermutlich auch nach dem Urnengang alles beim Alten bleiben.
In Sachsen-Anhalt verfügen die Regierungskoalition aus CDU und FDP nach der aktuellen Erhebung von Emnid nicht länger über eine Mehrheit.
Das Bild ist zwar alt, aber passt auf die aktuelle Stimmung in der Magdeburger Koalition: Cornelia Pieper (l) und Wolfgang Böhmer im Mai 2002 (© Foto: dpa)
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Bei der Sonntagsfrage sprachen sich 36 Prozent für die Union aus und nur noch sechs Prozent für die Liberalen. Bei den letzten Wahlen hatte die FDP noch 13,3 Prozent erhalten. Die SPD lag bei der Wählergunst bei 25 Prozent die Linkspartei bei 22 Prozent. Grüne und DVU erreichten der Umfrage zu Folge vier Prozent.
Die Stimmung bei den Magdeburger Koalitionären ist dementsprechend: Die FDP warf Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) Wankelmütigkeit vor und forderte ein klares Bekenntnis zur Fortsetzung der gemeinsamen Koalition.
WASG bleibt offenbar unter fünf Prozent
Die Landes- und stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Cornelia Pieper sagte der Chemnitzer Freien Presse, es mache wenig Sinn, wenn der Spitzenkandidat der Union seine nächtlichen Träume tagsüber kundtue, und erkläre, dass er auch mit der SPD regieren könne.
Böhmer kritisierte seinerseits die Kampagne der FDP gegen die Mehrwertsteuererhöhung. Es gebe genügend landespolitische Themen, die sich zur Wahlkampfführung eigneten.
Klare Verhältnisse herrschen hingegen in Baden-Württemberg: Die Regierungsparteien CDU und FDP erreichen 45 bzw. neun Prozent. Die SPD erzielt 29 Prozent und die Grünen zehn Prozent.
Auch in Rheinland-Pfalz sieht es nicht nach einem Regierungswechsel aus. Die regierenden Sozialdemokraten liegen bei 43 Prozent, ihr Koalitionspartner FDP bei neun Prozent. Die CDU erreicht der Umfrage zu Folge 35 Prozent und die Grünen sieben. Die WASG wird demnach wahrscheinlich nicht die Fünf-Prozent-Hürde überwinden; sie liegt bei drei Prozent.
Für die im Auftrag von N24 erstellte Erhebung wurden zwischen dem 7. und 18. März 1.000 Bürger befragt. Die Fehlertoleranz wurde beträgt +/- 2,5 Prozentpunkte.
(sueddeutsche.de/dpa)
Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev