Andauernde Aufstände, Hunderte tote US-Soldaten und geschändete US-Zivilisten in Falludscha: Nur noch 40 Prozent der amerikanischen Bevölkerung vertrauen der Irak-Politik ihres Präsidenten.
53 Prozent der Amerikaner lehnen Bushs Kriegspolitik ab, wie aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Pew Research Center hervorgeht. Im Januar lag die Quote noch bei 37 Prozent. Demnach sind außerdem 57 Prozent der US-Bürger der Meinung, dass Bush keinen klaren Plan hat, wie die Situation in Irak unter Kontrolle zu bringen wäre.
Hat weiter an Popularität im eigenen Land verloren: US-Präsident Bush. (© Foto: AP)
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Gleichzeitig mehren sich die Stimmen derjeniger, die die US-Truppen nach Hause zurückholen wollen (44 Prozent im Vergleich zu 32 Prozent im Januar), auch wenn genau die Hälfte der Befragten den Einsatz immer noch für sinnvoll hält. Laut der Umfrage glaubt aber mehr als die Hälfte der Amerikaner weiterhin, dass die Entscheidung für den Angriff gegen Irak im März vergangenen Jahres gut war.
Derweil griff der einflussreiche demokratische US-Senator Edward Kennedy Bush scharf an. Irak sei "das Vietnam von George Bush, und unser Land braucht einen neuen Präsidenten", sagte Kennedy in einem Vortrag am Brookings-Forschungszentrum in Washington.
"Größtes Glaubwürdigkeitsproblem seit Nixon"
Größtes Opfer von Bushs Regierung sei die Wahrheit, sagte der demokratische Senator aus Massachusetts. Der Präsident habe die Öffentlichkeit hinsichtlich des Irak-Krieges, der Wirtschaft, der Gesundheits- und der Bildungspolitik getäuscht und damit dem Ansehen der USA zu Hause und im Ausland geschadet. "Als Ergebnis hat dieser Präsident jetzt das größte Glaubwürdigkeitsproblem seit (Präsident) Richard Nixon."
Bush sei aus fadenscheinigen Gründen in den Irak-Krieg gegangen und habe dafür den wahren Krieg gegen den Terrorismus vernachlässigt. Damit habe der Präsident der Terrororganisation al-Qaida zwei Jahre lang Gelegenheit gegeben, sich neu zu formieren und in den afghanischen Grenzgebieten wieder aktiv zu werden. Das Wahlkampfteam Bushs wies die Angriffe zurück. Kennedy habe sich selbst zum "Handlanger" des demokratischen Herausforderers von Bush, John Kerry gemacht, sagte ein Teamsprecher.
(AP/AFP)
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