Die Bundesbürger hätten lieber US-Präsident Obama als CDU-Chefin Merkel im Kanzleramt - und die ist deutlich beliebter als ihr SPD-Rivale Steinmeier.

Die meisten Deutschen hätten nach einer Umfrage lieber US-Präsident Barack Obama als Amtsinhaberin Angela Merkel im Berliner Kanzleramt.

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Beliebter als Steinmeier, aber nicht als Obama: Kanzlerin Merkel (© Foto: dpa)

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Vor die fiktive Wahl gestellt, sich von Merkel oder Obama regieren zu lassen, entschieden sich 43 Prozent der Befragten für den Amerikaner. 42 Prozent möchten lieber von Merkel regiert werden, wie die Umfrage von Stern und RTL ergab.

Besonders groß ist die Zustimmung den Angaben zufolge für die Kanzlerin in den eigenen Reihen: 64 Prozent der Unionsanhänger sind für Merkel, 27 Prozent für Obama. Auch bei den FDP-Wählern bekäme Merkel den Vorzug gegenüber Obama. 44 Prozent der SPD-Wählerschaft würden hingegen für den US-Präsidenten stimmen, 41 Prozent für Merkel.

Besonders beliebt ist Obama bei den Wählern der Linkspartei: 56 Prozent von ihnen würden lieber von ihm als von Merkel (14 Prozent) regiert werden.

Gegenüber der realen Inlandskonkurrenz hat die Kanzlerin laut Umfrage die Nase dagegen vorn: Vom leichten Aufwärtstrend seiner Partei kann SPD-Kandidat Frank-Walter Steinmeier nicht profitieren.

In der Kanzlerfrage sinken seine Werte den Angaben zufolge um drei Prozentpunkte im Vergleich zur Vorwoche. 23 Prozent der Deutschen würden für ihn stimmen, wenn sie den Kanzler direkt wählen dürften.

Merkel gewinnt hingegen drei Prozentpunkte hinzu und würde 50 Prozent der Wählerstimmen erhalten. 27 Prozent der Bürger möchten keinen der beiden im Kanzleramt sehen.

Linke verliert - auf Kosten der SPD

Für die SPD enthält die Forsa-Erhebung einen aus ihrer Sicht positiven Wert: Die Linkspartei verliert trotz der Wirtschafts- und Finanzkrise in der Wählergunst weiter an Boden. Die Sozialisten verloren einen weiteren Punkt und sank auf nur noch zehn Prozent. Das ist der tiefste Stand der Linken seit März 2007.

Die SPD profitierte von der Schwäche der Linkspartei und verbesserte sich um einen Punkt auf nunmehr 25 Prozent.

Die Unionsparteien liegen in der Umfrage unverändert bei 34 Prozent. Die FDP ist wieder im Aufwärtstrend und steigerte sich von 16 auf 17 Prozent. Die Grünen bekämen unverändert zehn Prozent der Stimmen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Für "sonstige Parteien" würden 4 Prozent stimmen.

Gemeinsam liegen CDU/CSU und FDP mit 51 Prozent damit vor SPD, Grünen und Linkspartei mit zusammen 45 Prozent. Aber auch eine Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen könnte rechnerisch mit gemeinsam 52 Prozent eine klare Mehrheit im Bundestag stellen.

Für die Umfrage des Forsa-Instituts wurden den Angaben zufolge vom 23. bis 27. März diesen Jahres 2505 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger befragt.

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(dpa/Reuters/AFP/AP/odg)