Wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl im Freistaat wäre, kämen die Christsozialen nur noch auf 49 Prozent. Die Bayern haben außerdem genug von Parteichef Edmund Stoiber.

Seit Jahresanfang ist die Partei um vier Prozentpunkte in der Wählergunst abgesackt. Das ergibt eine Umfrage von Infratest dimap, die das Bayerische Fernsehen in Auftrag gegeben hat.

Wahlen CSU

Wenn Bayern jetzt wählen würde, bekäme die CSU laut Umfrage keine 50 Prozent. (© Foto: ddp)

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57 Prozent der 1000 Befragten vertraten außerdem die Meinung, CSU-Chef Edmund Stoiber solle nicht mehr für das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten kandidieren.

Innerhalb der CSU-Anhängerschaft überwiegen dagegen mit 62 Prozent die Unterstützer des Parteichefs - im Januar waren es nur 54 Prozent.

CSU-Generalsekretär Markus Söder führte den Stimmenverlust auch auf den Streit über die Gesundheitsreform zurück.

Unzufrieden mit Familienpolitik

Die bayerische SPD verbesserte sich bei der Sonntagsfrage um zwei Prozentpunkte und kam auf 24 Prozent. Die Grünen lagen unverändert bei zehn Prozent, die FDP legte leicht auf acht Prozent zu.

Ein ähnliches Bild ergäbe sich, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre: Die CSU käme dann auf 48 Prozent, die SPD auf 26, die FDP auf elf und die Grünen auf neun Prozent.

Immerhin: In Bayern bleibt die CSU der Umfrage zufolge die Partei, der am ehesten zugetraut werde, die wichtigsten Probleme zu lösen. Allerdings gaben 74 Prozent der Befragten an, die Regierungspartei müsse familienfreundlicher werden. 69 Prozent sagten, die CSU solle moderner werden.

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(AP/ddp)