So unzufrieden mit der Arbeit von SPD-Chef Kurt Beck waren die Deutschen noch nie. In einer Umfrage kritisieren 69 Prozent der Bundesbürger die Arbeit des Rheinland-Pfälzers. Besonders im direkten Vergleich mit der Bundeskanzlerin schneidet Beck schlecht ab.

SPD-Chef Kurt Beck ist in einer Umfrage auf einem neuen Tiefpunkt angelangt. Nur noch 23 Prozent der Bundesbürger sind laut ARD-Deutschlandtrend mit seiner Arbeit zufrieden. Beck verliert damit einen Punkt im Vergleich zum Vormonat und erhält erneut die niedrigste Zustimmung, die für ihn je im Deutschlandtrend gemessen wurde. 69 Prozent der Bundesbürger sind der Umfrage zufolge mit Becks Arbeit unzufrieden.

Merkel Beck ddp

Kanzlerin Angela Merkel kommt mit ihrer Arbeit bei den Bürgern besser an als der SPD-Chef Kurt Beck. Er ist das Schlusslicht des Rankings. (© Foto: ddp)

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Die Liste der beliebtesten Parteipolitiker führt im Mai Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an, mit deren Wirken 68 Prozent der Bundesbürger zufrieden sind. Dicht dahinter folgt Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) mit 66 Prozent, der neben Beck immer wieder als möglicher SPD-Spitzenkanditat für die Bundestagswahlen 2009 ins Gespräch gebracht wird.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit bekräftigte in der Süddeutschen Zeitung, die SPD wolle bei der Bundestagswahl im kommenden Jahr stärkste Partei werden. "Dafür hat Kurt Beck einen klaren Führungsauftrag und den wird er auch wahrnehmen." Der SPD-Chef behält sich vor, den Kanzlerkandidaten seiner Partei vorzuschlagen und hat nicht ausgeschlossen, auch selbst ins Rennen zu gehen.

Wowereit, der eine rot-rote Koalition im Berliner Abgeordnetenhaus anführt, stützt die umstrittene Öffnung zur Linkspartei von Beck. Allerdings komme ein Bündnis auf Bundesebene nach der nächsten Bundestagswahl wegen der Unterschiede in der Außen- und Sozialpolitik nicht in Frage. Für die Bundestagswahl 2013 sei ein derartiges Bündnis denkbar, falls sich die Linkspartei ändere.

Für den Deutschlandtrend hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap von Montag bis Dienstag dieser Woche 1000 Wahlberechtigte bundesweit telefonisch befragt.

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(Reuters/AP/bica/bavo)