Durch mehrere schwere Explosionen auf einem Militärstützpunkt im Südosten der Ukraine sind mindestens vier Menschen getötet worden. Zehntausende Menschen werden aus umliegenden Dörfern evakuiert.

Unter den Toten war nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Kiew ein mit der Überwachung eines Munitionsdepots betrauter Soldat. Die russische Nachrichtenagentur Interfax meldete unter Berufung auf Sanitäter, durch das Unglück nahe der Stadt Melitopol seien auch drei Zivilisten getötet worden. Tausende Anwohner in einem Umkreis von zehn Kilometern wurden vorsorglich mit Zügen oder Bussen in Sicherheit gebracht.

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Zu den Explosionen kam es laut Verteidigungsministerium, nachdem ein Feuer in dem Munitionslager ausbrach. Dort waren den Angaben zufolge überwiegend Panzerabwehrraketen gelagert. Nach Angaben des Ministeriums für Katastrophenschutz kämpften am Abend etwa hundert Feuerwehrleute unterstützt von 30 Löschfahrzeugen gegen die Flammen.

Laufend weitere Explosionen

Für alle Fälle seien auch hunderte Sanitäter an den Unglücksort entsandt worden. In der betroffenen Gegend leben dem Ministerium zufolge etwa 10.000 Menschen.

Laut Interfax wurden in der Nähe des zwischen den Städten Melitopol und Saporidschia gelegenen Dorfes Nowobogdaniwka zahlreiche Militärgebäude schwer beschädigt und ein Bahnhof teilweise zerstört. Dabei habe es "viele Tote" gegeben.

Anderen russischen Medienberichten zufolge explodierte auch eine Gasleitung, weshalb die Behörden mit einem bis zu einer Woche andauernden Feuer rechneten. Durch das Unglück sei die Hauptbahnstrecke zwischen Moskau und Kiew unterbrochen worden. Laufend komme es zu weiteren Explosionen.

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(AFP)