Andrij Parubij ist amtierender Vorsitzender des nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine. Er leitete die Selbstverteidigung der Protestierenden bei den Unruhen auf Kiews Straßen. Als inoffizieller "Kommandeur des Maidan" genießt er hohes Ansehen bei der Bevölkerung. Ein aktuelles Anliegen ist für ihn: "Wir müssen der Welt zeigen, dass wir in der Lage sind einen Staat aufzubauen."

Parubij war schon immer ein Rebell. Ende der achtziger Jahre wurde er festgenommen, weil er eine illegale Kundgebung für die Unabhängigkeit der Ukraine von der Sowjetunion abhielt. Auch an der Orangen Revolution 2004 war er beteiligt und saß für die Partei des zeitweiligen Präsidenten Wiktor Juschtschenko, "Nascha Ukrajine" (Unsere Ukraine), im Parlament. 2012 stellte er sich für die Liste von Timoschenkos Vaterlandspartei zur Verfügung und wurde erneut ins Parlament gewählt.

Bild: imago/ITAR-TASS 24. Februar 2014, 16:342014-02-24 16:34:37 © Süddeutsche.de/ksk//joku