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TV-Duell: Check der Worte – Die Wahrheit hinter Merkel und Steinmeier
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"Beim Thema Managergehälter haben wir einiges gemeinsam auf den Weg gebracht."
Kommt darauf an, was man unter "einiges" versteht. Tatsächlich hat Deutschland schon im Sommer - und damit früher als viele andere Staaten - ein "Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung" in Kraft gesetzt. Es erleichtert die nachträgliche Kürzung von Managergehältern, macht Aufsichtsratsmitglieder für unangemessen hohe Abfindungen persönlich haftbar und schreibt vor, dass Führungskräfte Aktienoptionen des eigenen Unternehmens nicht bei erstbester Gelegenheit, sondern erst nach vier Jahren einlösen können. Gemessen daran, wozu die Union vor Ausbruch der Krise bereit war, ist das sicher ein gewaltiger Fortschritt.
Im Vergleich zu dem, was die SPD verlangte und was in anderen Ländern derzeit geschieht, war die Reform aber eher dürftig: So wollte sich Merkel weder auf eine Obergrenze für Bonuszahlungen, wie sie etwa die Niederlande beschlossen haben, noch auf eine andere Besteuerung hoher Managerbezüge einlassen, wie sie die SPD gefordert hatte.
Gravierender als Merkel irrte jedoch - wie auch an anderen Stellen der Sendung - Moderatorin Maybrit Illner: Sie behauptete, die Kanzlerin habe im Jahr 2007 betont, dass ein Manager nicht mehr als das Zwanzigfache eines einfachen Arbeitnehmers verdienen solle. Das ist schlicht falsch: Merkel hatte damals lediglich auf Unterschiede zwischen den USA und Japan verwiesen.
(Foto: ddp/Text: Claus Hulverscheidt)
14. September 2009, 20:51 2009-09-14 20:51:00