Der Ton wird rauer: Nachdem die französische Nationalversammlung ein Gesetz gegen die Leugnung von Völkermorden verabschiedet hat, wirft die Türkei dem Land vor, selbst einen Genozid in seiner ehemaligen Kolonie Algerien begangen zu haben. Ministerpräsident Erdogan unterstellt Präsident Sarkozy, im Wahlkampf auf "Hass gegen Muslime und Türken" zu setzen - und beleidigt dessen Vater.
Von "irreparablen Wunden" im türkisch-französischen Verhältnis hat der türkische Ministerpräsident Recep Tayyib Erdogan an diesem Donnerstag gesprochen - und nun dafür gesorgt, dass diese Wunden noch ein wenig tiefer werden. Mit scharfen Angriffen hat er auf die Verabschiedung eines französischen Gesetzentwurfes reagiert, der das Leugnen des "Völkermords" an Armeniern unter Strafe stellt.
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Erdogan warf Frankreich vor, als Kolonialmacht in Algerien in den vierziger und fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts selbst einen "Völkermord" begangen zu haben. "Schätzungen zufolge wurden 15 Prozent der algerischen Bevölkerung durch die Franzosen ab 1945 massakriert", sagte der türkische Premier in Istanbul. "Es handelt sich um einen Völkermord." Am Freitag hatte er den türkischen Botschafter aus Paris abgerufen, bilaterale Besuche abgesagt und die Militärkooperation auf Eis gelegt.
Dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy empfahl Erdogan, sich bei seinem Vater zu erkundigen, wenn er nicht wisse, was ein Völkermord ist: "Er kann seinen Vater Pal Sarkozy fragen (...), der in den 40er Jahren Fremdenlegionär in Algerien war. (...) Ich bin mir sicher, dass dieser seinem Sohn viel über die Massaker der Franzosen an den Algeriern zu sagen hat."
Pal Sarkozy sagte dem Sender BFMTV am Freitagnachmittag, er sei in den vier Monaten, die er in der Fremdenlegion war, nie in Algerien gewesen. "Ich bin nie über Marseille hinausgekommen", fügt er hinzu. Frankreich hat sich 1962 nach einem achtjährigen Unabhängigkeitskrieg aus Algerien zurückgezogen. Vorher hatte es das nordafrikanische Land mehr als 100 Jahre lang besetzt.
Erdogan warf Sarkozy außerdem vor, er setze aus wahltaktischen Gründen auf "Hass gegen Muslime und Türken". In Frankreich leben ungefähr 500.000 armenischstämmige Bürger, im kommenden Frühjahr finden Präsidentschaftswahlen statt.
"Frankreich entscheidet über seine Politik als souveräner Staat", sagte Sarkozy in Prag, wo er an der Beisetzung des früheren tschechischen Präsidenten Vaclav Havel teilnahm. Sein Land müsse bei Gesetzesvorhabenden "nicht um Erlaubnis fragen". "Ich respektiere die Überzeugungen unserer türkischen Freunde, (...) sie müssen unsere respektieren", sagte er zu Journalisten.
Frankreichs Außenminister Alain Juppé versuchte dagegen, die Wogen zu glätten. "Einige Erklärungen" im Streit um das Gesetz seien "übertrieben" gewesen, sagte er. Zugleich räumte er ein, dass die Abstimmung über das Genozid-Gesetz "ohne Zweifel zeitlich schlecht festgelegt" gewesen sei. Er erklärte, es sei wichtig, Dialog und Kooperation zwischen den beiden Nato-Partnerländern aufrechtzuerhalten. Zuvor hatte er vor einer "Überreaktion" der Türkei gewarnt.
Völkermord-Streit geht auf Wikipedia weiter
Der frühere Präsident des Pariser Verfassungsrates, Robert Badinter, kritisierte das verabschiedete Völkermord-Gesetz allerdings scharf. "Ich bezweifele sehr stark, dass dieses Gesetz rechtmäßig ist", sagte der Sozialist im französischen Rundfunk.
Der Genozid-Streit zwischen Frankreich und der Türkei ist nicht neu. Frankreich hatte schon 2006 versucht, ein ähnliches Gesetz zu verabschieden. Daraufhin hatte die Türkei darüber nachgedacht, die Leugnung des französischen "Völkermords" in Algerien unter Strafe zu stellen.
Der Konflikt wird auch im Internet ausgetragen: Auf der englischsprachigen Seite des Onlinelexikons Wikipedia wurde am frühen Freitagmorgen der Eintrag "Algerian genocide" gelöscht - ein Artikel, der offenbar erst kurz vorher erstellt worden war. Dort war von der "systematischen Vernichtung der algerischen muslimisch-arabischen Bevölkerung" durch die französische Armee im Algerienkrieg die Rede. Etwa 1,5 Millionen Algerier sollen demnach zwischen 1954 und 1962 gefoltert und getötet worden sein. Der Autor des Textes übersetzt nach eigenen Angaben für Wikipedia Beiträge aus dem Türkischen - und dem Armenischen. Wikipedia begründete das Entfernen des Artikels mit der darin enthaltenen "offensichtlichen Falschmeldung".
Der französische Gesetzentwurf sieht Haftstrafen von bis zu einem Jahr und Geldstrafen von 45.000 Euro für das Leugnen eines gesetzlich anerkannten Völkermords vor. Dazu zählt das Massaker an den Armeniern in der Türkei, das in Frankreich seit 2001 als Völkermord anerkannt ist. Dem Gesetz muss noch der französische Senat zustimmen.
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(AFP/liv/bero/odg)
... auch wenn er sicher nicht mit Steinen werfen sollte.
Alle imperialistischen Länder haben Dreck am Stecken: Niederlande, USA, Spanien, Deutschland, Frankreich, England etc.
Die Geschichte der Kolinisationen und Zwangsmissionierungen lesen sich schlimmer als jeder Horrorfillm. Insofern sollte sich jedes europäische Land entweder selbst offen der Aufklärung bemühen - oder eben solche "Vorstöße" tunlichst lassen!
@Wurmloch Dieser Streit hat auch etwas Gutes
ich weise es nicht wieviel müssen getrunken haben, dass Sie die Realität der Maßen leugnen können. Sie können die Realität leugnen aber Herrr Schramm eben nicht. Lesen Sie Teil weise von Georg Schramm. Zitat:
"Wir, nicht nur Wir ganz Europa verliert unhaltsam an Bedeutung und Matarielle Wohlstand und die halbe Welt sieht genug tun, warum, weil wir sie jahrhundertelang dranglasiert und kolonisiert haben mit zwangbekehrung zu Christentum und kapitalismus haben die Leistungsträger des Abendlandes sind dieTaten vollgestopft bis Erschöfung des gesammten Planaten und jetzt ist schluß damit. Wissen Sie Wer die letzten Sieg davon getragen wird? "
Es riecht nach deutsch besser gesagt europäisch. Wenn es uns nicht passt, verbieten wir es gerne und nennen wir es demokratie. Sie sind genau so rückständig wie das Islam aber war das nicht so.
Haben wir überall auf der Welt die Menschen jahrhundertelang dranglasiert und kolonisiert, mit zwangbekerung zu Christentum und kapitalismus terrorisiert. Haben wir massenweise umgebracht. Haben wir die Mayas In Südamerika, Indos In Nordamerika, die dunkelheutige in Afrika bis zum Jahr 1990 gemetzelt. Haben wir nicht 6. Mio. Juden vergast. Von allen haben wir nichts aber gar nichts gelernt. Sogar mitten Europa haben wir offiziel 8.ooo Bosnier vor den Augen der christlichen-niderländischen Soldaten lebendig eingegrabt. Habe ich da was verpasst. Waren die etwa müslimische Soldaten. Unter 800 järige Osmanische herschaft gab keine zwangbekehrung zu Islam. Sonst wären alle Balkanländer islamisch. Habe ich alles erfunden oder habe ich übertrieben. Waren die nicht Gutmenschen – Christen.
Soll ich weiter aufzählen. Z.B. heutige Haiti war von 1791-1804 kolonie unter Fransozische herschaft. Wissen Sie was das heißt. Die Fransozen haben ein reiches Land vorgefunden. Als die Franzosen Haiti verlassen hatten, war das land so arm wie wir heute kennen. Die Haitianer müssten nach dem abzug der Fransozen Reperationszahlungen an Frankreich zahlen. Ich nehme sehr stark an, dass die Fransozen christen sind.
Offensichtlich braucht die Mehrheit der Menschen eine Minderheit, auf die sie hinabspucken kann. Weil man sich dann als etwas Besseres fühlt. Wenn die Muslime als Sündenbock nicht mehr taugen, kommen als nächstes vielleicht die Zigeuner? Es ist ein ewiges, hässliches Spiel, das unsere (europäische) schäbige Seite offenbart.
Im Film kommt es so rueber, dass Abdullah Guel der Regierungschef sei.
Denn wenn Sie ueber den Regierungschef sprechen, zeigen Sie zeitgleich Abdullah Guel.
Fuer die Zukunft>
Abdullah Guel ist der Staatspraesident.
Recep Tayyip Erdogan ist der Regierungschef.
Fuer euch moegen die alle ja gleich aussehen. Aber der Unterschied zwischen einem Staatspraesidenten und einem Regierungschef ist doch nicht so klein.
Nichts fuer Ungut.
In dem Sinne....Frohe Weihnachten.
Was treiben eigentlich Sarkozy-Merkel: die systematische Schädigung Kerneuropas?
Sind sie Erfüllungsgehilfen einer Bilderbergerphalanx, welche sich die Zerstörung von Nationalstaaten zur Etablierung einer fürchterlichen Weltregierung vorgenommen hat?
Erdogan wie die beiden Genannten gehören dem Bilderbergerkreis an.
Und geschrieben ist auch das: die Zerstörung der kulturellen Identität der Völker Europas ist Teil des Vernichtungsprogramms.
Wir werden Zeuge einer neuen Art von Weltkrieg. Bestandteil dieses Krieges ist auch die Schulden- und Eurokatastrophe.
Lachende Dritte dürften GB-USA sein. Erdogan arbeitet beiden zu.
cc.
Bitte einmal diesen Link anklicken, dann weiß man was Völkermord ist
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=das%20massaker%20von%20paris&source=web&cd=1&ved=0CCgQFjAA&url=http%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FMassaker_von_Paris_1961&ei=RrX0TvWCAYbCswatoP0I&usg=AFQjCNGIr_Q_7d7WKb6UTkKw9wrwDQHt9Q
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