Innenminister Wolfgang Schäuble hat dem Vorschlag des türkischen Ministerpräsidenten Tayyip Erdogan für türkische Schulen und Universitäten in Deutschland eine Absage erteilt.

Wenn Kinder hier zu Lande eine faire Chance haben sollten, müssten sie in der Schule Deutsch sprechen, sagte Schäuble in der ARD. ´

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Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (© Foto: dpa)

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"Es darf nicht Türkisch als Ersatz für Deutsch sein.Am besten wäre es, die Kinder wachsen zweisprachig auf." Schäuble bezeichnete Erdogans mäßigende Worte nach der Brandkatastrophe von Ludwigshafen als überfällig.

Die Feuerwehrleute und Polizisten, die in der vergangenen Woche von Türken beschimpft und angegriffen worden seien, hätten bei dem Rettungseinsatz ihr Leben riskiert, sagte er.

"Es ist auch gut, dass der türkische Ministerpräsident das zum Ausdruck gebracht hat. Es war auch höchste Zeit."

Erdogan war am Donnerstag - vier Tage nach dem Brand mit neun türkischstämmigen Todesopfern und 60 Verletzten - zum Unglücksort gereist und hatte dort zur Besonnenheit aufgerufen. Zugleich bedankte er sich ausdrücklich bei Feuerwehrleuten und Polizisten.

Schäuble warf Teilen der türkischen Presse Volksverhetzung vor, weil sie ohne stichhaltige Hinweise ausländerfeindliche Brandstifter für die Feuerkatastrophe verantwortlich gemacht hätten.

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(Reuters/odg)